MUTig auf Vergangenes bauen!

2021–2022
Video: Universität Jena

Didaktisches Material

Das Cover zur Handreichung für die Kulturvermittlung in Regionalmuseen
Abbildung: L. Keßner
Handreichung für die Kulturvermittlung in Regionalmuseen
Kinder und Jugendliche am Beispiel antiker Architektur für ehrenamtliches Engagement im Museum begeistern

Käuflich am Lehrstuhl für Klassische Archäologie zu erwerben. (10,45 €)
ISBN: 978-3-9818697-7-4

MUTig auf Vergangenes bauen!

Der Projektgedanke

Die Einschränkungen der Corona-Pandemie haben insbesondere Kindern und Jugendlichen in ländlichen Räumen Zugänge zu Bildungschancen erschwert. Soziale und kommunikative Kompetenzen konnten viele SchülerInnen nur eingeschränkt erwerben und praktisch erproben. Ziel war es, für Schule, Ausbildung und Studium wichtige Fähigkeiten im Rahmen eines Peer-to-Peer-Konzepts zu fördern, neue kulturelle Erfahrungen zu ermöglichen und damit das Selbstbewusstsein der Teilnehmenden nachhaltig zu stärken.

Regionalmuseen bieten als außerschulische, identitätsstiftende Lernorte geeignete Möglichkeiten der Vermittlung von Kompetenzen sowie der Anleitung zu ehrenamtlichen Engagement – mangelnde Personalausstattung und ein geringer Finanzrahmen hemmt bislang Klein- und Kleinstmuseen an der Erfüllung ihrer Funktion. Das Vorhaben zielte darauf ab, Kinder und Jugendliche beispielhaft am Thema Archäologie aktiv in das kulturelle Leben in den Gemeinden einzubeziehen und sie zu ehrenamtlicher Kulturvermittlung anzuleiten.

Indem an insgesamt 5 Standorten in Thüringen und Sachsen überregionaler historischer Bedeutung (museal umgenutzt) auf die lokale Verortung und Verwendung von historischen Baumaterialien, auf Baugeschichte und Architektur aufmerksam gemacht wurde, entstand ein Bewusstsein für die identitäre Aktualität der gebauten Vergangenheit für die Gegenwart des eigenen Lebensumfeldes (oder Wohnortes). Kinder, Jugendliche und ihre Familien erfuhren kleine und kleinste Museen als Orte des Lernens und Austauschs, mit niedrigschwelligen Bildungs- und Vermittlungsangeboten, als Ort der gesellschaftlichen Teilhabe und des ehrenamtlichen Engagements. Sie erwarben im Museum neues Wissen und neue Kompetenzen; sie übernahmen als ehrenamtliche Kulturvermittler Verantwortung und stärkten nachhaltig ihr Selbstbewusstsein. Das Engagement der Kinder und Jugendlichen als Vermittler in öffentlichen Führungen war für Gleichaltrige sichtbar: sie regten als Multiplikatoren andere zu Engagement an.

Nachgegraben. Mehr als Ziegel und Zement
Grafik: Lydia Keßner

Als kreatives Endprodukt entstand der Junior-Podcast "Nachgegraben. Mehr als Ziegel und Zement", bei dem die Teilnehmer*innen der Projektwochen an den Projektstandorten in 5 thematisch unterschiedlich gestalteten Folgen v.a. die Rolle der Interviewenden einnehmen und erwachsene Fachleute und Experten ihnen Rede und Antwort auf ihre Fragen stehen.

Wann und Wo waren wir mit unserem Projekt unterwegs?

Die Projektwochen fanden statt:

Danke für die spannende Zeit!

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