Antefixe
Objektbeschreibung
Inv.-Nr. (1) N 414; (2) N 415; (3) N 425; (4) N 420; (5) N 431; (6) N 419; (7) N 424; (8) N 422; (9) N 416; (10) N 427; (11) N 413; (12) unbekannt; (13) N 434; (14) unbekannt; (15) N 429
Erwerb: 1846 Schenkung des Giovanni Pietro Campana
Abguss nach: matrizengeformte Stirnziegel // Paris, Louvre Inv.-Nr. (1) Cp 3926; S 603; (2) RS 533; D.08.2.53; (3–4) unbekannt; (5) Rom, Museo Nazionale Romano Inv.-Nr. 4481; (6–7) unbekannt; (8) Paris, Louvre Inv.-Nr. Cp 3943; (9) Gy 1771; (10) Cp 3946; (11) Cp 3915.1; (12–15) unbekannt
Fundort: Italien
Datierung: Römische Republik
Ergänzungen:
Höhe:
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Im späten 7. Jh. v. Chr. wurden in Italien die bis dahin verwendeten Strohdächer durch monumentalere Konstruktionen ersetzt. Das hölzerne Dachgebälk wurde nun zum Schutz vor der Witterung mit gebrannten Ziegeln überbaut. Die Aufbauten schmückte man mit Platten aus gebranntem Ton (Terrakotta), die figürliche und ornamentale Verzierungen zeigen.
Den Giebel bekrönte ein sogenannter Akroter. Dieser konnte floral, später auch vollplastisch in Form von Tieren oder Gottheiten ausgestaltet sein. Mit geometrischen Mustern oder vegetabilen Ornamenten verzierte Dachrinnen schützten die sonst offenen Giebelseiten vor Regen. An den Langseiten des Daches wurden sogenannte Antefixe angebracht, die zunächst sehr schlicht gestaltet waren, später aber ebenfalls figürliche, meist mythologische Darstellungen, oder aber
florale und ornamentale Muster trugen.
Eine weitere wichtige Funktion nahmen die Terrakotten ein, die auf dem First aufgereiht waren. Diese sehr bildreiche Dachgestaltung beschränkte sich im italischen Raum nicht nur auf die Tempel in Etrurien, sondern ist auch bei anderen besonders repräsentativen Bauten zu finden.
Die hier ausgestellten Gipsabgüsse von Antefixen und Reliefplatten wurden vermutlich von Giampietro Campana selbst hergestellt.
Abbildungen folgen