Prof. Dr. Victoria Hegner
Professorin für Empirische Kulturwissenschaft/Kulturanthropologie
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Victoria Hegner, Prof. Dr.
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Zur Person
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Vita
Studium
- 1992-1999 Studium der Europäischen Ethnologie und Neuesten Geschichte an der Humboldt-Univ. zu Berlin, Duke-University, Durham und University of Toronto
Wissenschaftliche Abschlüsse
- 2018 Habilitation: Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie, Georg-August-Universität Göttingen
Thema: Hexen der Großstadt
- 2008 Dr. phil., Europäische Ethnologie, Humboldt-Universität zu Berlin
Thema: Die russischsprachige jüdische Migration in Berlin und in Chicago – ein urbanethnologischer Vergleich
- 1999 Magistra Artium in Europäischer Ethnologie und Neuester Geschichte, Humboldt-Universität zu Berlin
Thema: Die Settelementbewegung in London, Chicago und Berlin: Ein sozialreformerisches Experiment Ende des 19. Jahrhunderts
Beruflicher Werdegang
- Ab 2024 Professur für Empirische Kuturwissenschaft/Kulturanthropologie
- 2022-2024 Heisenberg-Stelle
- 2021-2022 Vertretung einer Professur (W2), Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie, Georg-August-Universität Göttingen
- 2020 Vertretung einer Professur (W3), Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
- 2017-2018 Vertretung einer Professur (C4), Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie, Georg-August-Universität Göttingen
- 2016-2021 Hauptamtliche Gleichstellungsbeauftragte, Phil. Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen
- 2012-2016 DFG, eigene Stelle, Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie, Georg-August-Universität Göttingen: Thema: Moderne Hexen der Großstadt
- 2009-2012 Lehrkraft für besondere Aufgaben, Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie, Georg-August-Universität Göttingen
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Forschungsschwerpunkte
- Stadtforschung
- Neue Religiöse Bewegungen
- Geschlechterforschung
- Wissen(schaft)sgeschichte, insbesondere zur Umbruchsituation nach 1989
- Methode der Ethnografie
- Medienanthropologie
- Sinnliche Ethnografie
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Aktuelle Drittmittelprojekte
2022-2027: Heisenberg-Förderung
„Politiken der Gleichheit – Eine Ethnografie zur Gleichstellungspraxis im Feld der Wissenschaft" (Hauptprojekt)
Das Projekt holt die Administration und das Wissenschaftsmanagement der Universitäten zentral in den Blick und fokussiert die Gleichstellungsarbeit als fest institutionalisierte Handlungskraft, die soziale und geschlechtliche Differenzen in der Wissenschaft und der Wissensproduktion abbauen und „Gleichheit“ herstellen soll. Grundiert wird die Betrachtung durch die Überlegung, dass sich anhand der Gleichstellungsarbeit ethnografisch besonders aufschlussreich der tiefgreifende Wandel, den Universitäten derzeit durchleben, ‚durchbuchstabieren‘ lässt: ein Wandel, der von einer verstärkten Wettbewerbsorientierung bei einer gleichzeitig intensivierten moralischen Erwartung von Chancengleichheit getragen ist.
"Spirituelle Ökologien"
Die Frage nach dem Verhältnis von uns Menschen zur Natur ist für religiöse Deutungs- und Erfahrungsmodelle konstitutiv und wird angesichts gegenwärtiger Entwicklungen theologisch-praktisch umso intensiver verhandelt. Einige religiöse Vertreter:innen propagieren in diesem Zusammenhang die Notwendigkeit zur verstärkten Praxis einer ‚spirituellen Ökologie‘. Im Forschungsvorhaben wird der gegenwärtige Ausformungsprozess einer solchen spirituellen Ökologie am Beispiel der Jewish Renewal Bewegung im deutschen und US-amerikanischen Kontext (vergleichend und als in sich verflochten) genauer betrachtet. Ziel ist es aufzuzeigen, wie sich angesichts des tiefgreifenden Wandels von Umweltbedingungen auch das Verhältnis von Natur und Religion neu justiert. Mit der Fokussierung auf das Jewish Renewal wird die Innovationskraft herausgestellt, die bei der Formierung einer spirituellen Ökologie den neureligiösen Gruppierungen innerhalb etablierter Religionen zukommt.
Gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft: Finanzierung der Professur für drei Jahre inkl. Forschungsbudget
2022-2025: "Postcards and Postcarding Culture in Germany and Israel 1960-2000: Addressing an Ambivalent Habitual Object in Times of Historical Upheavals"
In Kooperation mit der Hebrew University in Jerusalem, Dr. Dani Schrire, gefördert durch die VolkswagenStiftung mit € 320.000
Publikationen
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Schriftenverzeichnis
Monografien
- 2019: Hexen der GroßstadtExterner Link Bielefeld: Transcript Verlag.
- 2008: Gelebte Selbstbilder. Gemeinden russisch-jüdischer Migranten in Chicago und Berlin.Externer Link Frankfurt am Main: Campus.
Aufsätze/Herausgeber*inschaft
- 2026a Zwischen Abwehr und Öffnung. Der Feldzugang zu Berufungskommissionen als ethnografisches ExperimentExterner Link (mit Kommentaren von Marion Näser-Lather und Julian Hamann sowie einer Replik). In: Berliner Blätter: Experiment Ethnographie. Zur Kreativität einer Forschungshaltung, 229-253.
- 2026b mit Sandra Eckardt: “Who Cares?”: An Ethnographic Film Series on the Compatibility of Research and Care in the Time of COVID-19 and Beyond. In: Sarah Winkler-Reid et al. (Hg.), Educating Otherwise.Externer Link New York 2026, 305–309.
- 2024: Von den Grenzen der Loyalität in der ethnografischen WissenschaftsforschungExterner Link. In: Heimerdinger, Timo/Näser-Lather, Marion (Hg.). Position beziehen, Haltung zeigen!? Bedingung und Problem kulturwissenschaftlicher Forschung. Münster: Waxmann, 155–174.
- 2023: Erfahrung und Geschlecht – Was über den Diskurs hinausgehtExterner Link. In: Röthl, Martina/Sieferle, Barbara (Hg.). Erfahrung. Kulturanalytische Relationierungen: Positionen und Zugänge der Europäischen Ethnologie. Waxmann, 115–136.
- 2021: Die Wiederkehr des Biografischen in der Wissenschaft und ihre feministische WendungExterner Link. In: Alltag – Kultur – Wissenschaft. Beiträge zur Europäischen Ethnologie, 107–131.
- 2020: Umbruchsituationen. Die Fachentwicklung in der Europäischen Ethnologie/Kulturanthropologie nach 1989Externer Link. In: Zeitschrift für Volkskunde 116:2, 193–216.
- 2017: Mit Peter Jan Margry: Spiritualizing the Urban and the UrbanesqueExterner Link. In: Hegner, Victoria & Peter Jan Margry (Hg.). Spiritualizing the City: Agency and Resilience of the Urban and Urbanesque Habitat. New York: Routledge, 1–23.
- 2015: Hot, Strange, Völkisch, Cosmopolitan – Native Faith and Neopagan Witchcraft in Berlin’s Changing Urban ContextExterner Link. In: Rountree, Kathryn (Hg.). Contemporary Pagan and Native Faith Movements in Europe: Colonial and Nationalist Impulses. Oxford: Berghahn, 175–195.
- 2013: Vom Feld verführt. Methodische Gratwanderungen in der EthnografieExterner Link. In: Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research 14(3), Art. 19.2015: „I am what I am …“ Identitätskonzepte junger russischsprachiger Juden in Chicago. In: Körber, Karen (Hg.). Russisch-jüdische Gegenwart in Deutschland. Interdisziplinäre Perspektiven auf eine Diaspora im Wandel. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 82–106.
- 2013: Hex and the City. Neopagan Witchcraft and the Urban Imaginary in BerlinExterner Link. In: Ethnologia Europaea 43:1, 88–97.
- 2012: Urban Witchcraft and the Issue of AuthorityExterner Link. In: Fedele, Anna & Kim Knibbe (Hg.). Gender and Power in Contemporary Spirituality. Ethnographic Approaches. New York: Routledge, 142–159.