Meldung vom:
Digitale Ringvorlesung "Kultur? Wissenschaft! 100 Jahre Potenziale und Perspektiven volkskundlich-kulturanthropologischer Forschung"
Die Teilnahme ist unkompliziert über Zoom unter folgendem Link möglich: www.isgv.de/ringvorlesungExterner Link
Zur Ringvorlesung:
Das Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde begeht in diesem Jahr sein 100. Jubiläum institutionalisierter kulturwissenschaftlicher Arbeit und Forschung: 1926 wurde in Dresden der zweite Lehrstuhl unserer Disziplin eingerichtet. Aus diesem Anlasse möchten wir zur Teilnahme an einer Ringvorlesung einladen.
Der Blick auf ein Jahrhundert Fachgeschichte bietet nicht nur einen hervorragenden Überblick über wissenschaftliche und politische Entwicklungen, sondern zeigt ebenso die stetige Aktualität des Faches auf: Die verhandelten Themen orientieren sich an den Fragen und Problemen der jeweiligen Zeit. Die Vorträge geben differenzierte Einblicke in die Entwicklung des Faches zu einer etablierten wissenschaftlichen Disziplin, thematisieren die fachlichen Verflechtungen sowie institutionellen und transnationalen Vernetzungen in der DDR und beleuchten die Prozesse der Neuausrichtung und Neupositionierung nach 1989. Vor dem Hintergrund gegenwärtiger wissenschaftspolitischer Herausforderungen gewinnen Transdisziplinarität und Partizipation zunehmend an Bedeutung. Diese manifestieren sich insbesondere in Netzwerken und Kooperationen und bieten zugleich innovative Formen der kooperativen Wissensgenerierung. Darüber hinaus wird die geografische Lage des ISGV in einem Dreiländereck als Ausgangspunkt genutzt, um Fragen nach (über-)regionalen Forschungsschwerpunkten sowie nach Formen des wissenschaftlichen Austauschs über Grenzen hinweg zu reflektieren.
Insgesamt spannt die Vortragsreihe den Bogen von 1926 bis 2026 und diskutiert sowohl die Entwicklung und Bedeutung des Vielnamenfachs – insbesondere im ostdeutschen Kontext – als auch die gegenwärtige Relevanz ihrer Forschungsfelder und deren Einfluss auf aktuelle gesellschaftliche Transformationsprozesse.
Die Vortragsreihe wird vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde und dem Seminar für Kulturanthropologie/Kulturgeschichte der Friedrich-Schiller-Universität Jena gemeinsam ausgerichtet.
Das weitere Programm:
19. Mai 2026 Karin Bürkert (Tübingen), Inga Wilke (Freiburg): Transdisziplinär, partizipativ, strategisch: wissenschaftspolitische Impulse für die Empirische Kulturwissenschaft aus dem Verbund „KulturWissen vernetzt“
02. Juni 2026 Lisa Maubach (Dortmund), Katrin Bauer (Bonn): Forschung für und mit den Menschen in der Region. Das LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte als Scharnier zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit
30. Juni 2026 Alexandra Schwell (Klagenfurt): Doing Border in Europe: Sicherheit, Mobilität und Nation im Alltag der Grenze
07. Juli 2026 Im Gespräch mit Markus Tauschek (Freiburg): Warum wir kulturwissenschaftliches Wissen brauchen: aktuelle Themen und Herausforderungen