Gemälde mit rennenden Personen

Sprechen unter Stress: Was Atmung mit der Stimme macht

Vortrag von Heather Weston (Humboldt-Universität Berlin)
Gemälde mit rennenden Personen
Foto: unbekannt
Diese Veranstaltung ist beendet.
Veranstaltungseckdaten
Diese Veranstaltung im ICS-Format exportieren
Beginn
Ende
Veranstaltungsart
Vortrag
Ort
Institut für Germanistische Sprachwissenschaft
Fürstengraben 30, Seminarraum
07743 Jena
Google Maps – LageplanExterner Link
Referent/in
Heather Weston
Barrierefreier Zugang
nein
Öffentlich
ja

Wir alle wissen, dass unterschiedliche Alltagssituationen unser Sprechen beeinflussen, und unsere Atmung hat eindeutig etwas hiermit zu tun. Allerdings wissen wir als Linguisten immer noch erstaunlich wenig darüber, wie sich Sprachproduktion ändert, wenn wir auf die Herausforderungen des täglichen Lebens reagieren – im Straßenverkehr, bei einem angespannten Gespräch, beim Hetzen die Straße entlang. Sind nur bestimmte Sprachlaute betroffen? Klingt die Stimme insgesamt einfach anders? Und welche Rolle spielt die verstärkte Atmung? In diesem Vortrag stelle ich Sprach- und Atemdaten vor, die zeigen, wie sich durch körperliche Aktivität die Prozesse der Sprachproduktion verändern und anpassen – von den Atemzügen, über den Klang der Stimme bis hin zum Artikulationsraum – und wie die Auswirkungen von Sprecher zu Sprecher variieren können. Dieses sich entwickelnde Forschungsgebiet liefert Einblicke in reale Sprechatmungssituationen, die Sprecher vor Herausforderungen stellen und hilft uns im Umkehrschluss Sprachproduktion und deren Bedingungen besser zu verstehen. Darüber hinaus eröffnen die aktuellen Entwicklungen spannende Möglichkeiten für vielfältige Anwendungen in den Bereichen Digital Health, automatische Spracherkennung und Sicherheit am Arbeitsplatz.