Perspektive Projekte

Projekte

Wir stellen Dir unsere Projekte vor, die wir aktuell realisieren.
Perspektive Projekte
Grafik: Corinna Schüller

Updates zu unseren Projekten

  • Release der Anthologie "Feile"

    Release-Lesung "Feile" im Stadtlab Jena.

    Foto: Paula Hannecke

    Ausklang des Sommersemesters im StadtLab Jena 

    Am 3. Juli fanden sich Literaturinteressierte und Neugierige in den offenen Räumen des StadtLab Jena ein. Vor der Kulisse der Innenstadt am Löbdergraben präsentierte eine Handvoll Studierender des ersten Jahrgangs des Masterstudiengangs "Professionelles Schreiben" ihre Texte – und luden ein, gemeinsam auf die erste Anthologie des Studiengangs anzustoßen: „Feile: Texte aus der Schreibwerkstatt“ versammelt Arbeiten aus Poesie, Fiktion und Essayistik.

    Zwei Monate Vorbereitung flossen in den Abend, organisiert von einem Team um Vannina Horbas. Die Autorin mit einem besonderen Gespür für Poesie gab den Impuls zur Veranstaltung und ergriff gemeinsam mit einigen Kommilitonen die Initiative, um das Sommersemester literarisch ausklingen zu lassen.

    Sechs Autor:innen lasen aus ihren Texten: feministische Dialoge mit der Uni-Toilette, poetische Introspektionen, essayistische Ausflüge in die Literaturgeschichte sowie Prosastücke – durch alle Gattungen zog sich das zentrale Thema: Wie lässt sich inneres Erleben für Außenstehende fühlbar machen? Charmant und beherzt führte Muriel Kühl, selbst Teil der Schreibwerkstatt, durch den Abend.

    Schon an der Dekofarbe Hot-Pink ließ sich erkennen, dass das Event rund um den Release der “Feile” gebaut war. Einige der Lesebeiträge sind auch in der Anthologie abgedruckt. Für die Umsetzung der Publikation erhielt das zehnköpfige Redaktionsteam freundliche Unterstützung durch das Schreibzentrum der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

    Wer es nicht zur Lesung geschafft hat, kann ein Exemplar der “Feile: Texte aus der Schreibwerkstatt” gegen eine Spende von 7 bis 10 Euro unter feile@fn.de anfragen.

    Mit Texten von:
    Ben Lindsay Steppath, Corinna Cörry Schüller, Daniel Drosdek, Danielle Martens, Emma Schuran, Erik Pöch, Ludwig Winter, Michelle Siegle, Muriel Kühl und Vannina Horbas.

    Wir freuen uns, einige literarische Arbeiten dieses Semesters mit euch teilen zu können – die nächste Ausgabe der “Feile” erscheint im Sommersemester 2026.
    Bis dahin bleibt es spannend: Welche neuen Stimmen wird der zweite Jahrgang des Masters "Professionelles Schreiben" einbringen?

    Wer sich vorstellen kann, selbst Teil der nächsten „Feile“ zu werden, sollte den Bewerbungsschluss für den Master im Blick behalten: Noch bis zum 31. August können sich Interessierte aus allen Fachrichtungen mit Textproben bewerben.

    Daniel Drosdek

  • Theaterprojekt "La Haine"

    Führung durch das Theaterhaus Jena zu Beginn des gemeinsamen Projekts "La Haine".

    Foto: Paula Hannecke

    Im Frühjahr 2026 zeigt das Theaterhaus Jena das Stück Hass/Μίσος/Ură, welches in Kooperation mit dem Masterstudiengang „Professionelles Schreiben“ entstanden ist. 

       Bereits im Sommersemester 2025 fanden die ersten Treffen zwischen den Studierenden und einigen Mitarbeitenden des Theaterhauses statt. Hier wurde intensiv gebrainstormt, recherchiert und bereits der grobe Handlungsablauf des Stücks besprochen. Über den Sommer verfassten die Studierenden selbstständig Szenen und Textfragmente, die anschließend in der Schreibwerkstatt im Wintersemester zusammen mit Regisseur Daniel Szeredy und Dramaturg Josef Bäcker besprochen, überarbeitet und zu einer ersten Probenfassung zusammengeführt wurden.

       Inspiriert von Mathieu Kassovitz‘ Film La Haine, wird ein Tag im Leben dreier Jugendlicher verfolgt, diesmal nicht in der Pariser Banlieu im Jahr 1995, sondern im gegenwärtigen Jena-Lobeda. Was bedeutet Hass heute? Wer darf sprechen, wer wird gehört, wer verschwindet aus dem Bild? Wie verändern sich Gewalt, Widerstand und Solidarität in einer Zeit sozialer Medien, verschärfter Ausgrenzung und politischer Radikalisierung? Das ist nur eine Auswahl der Fragen, die in der neuen Theateradaption dreißig Jahre nach der Premiere der Filmvorlage aus aktuellen Blickwinkeln betrachtet werden.

       Die Kooperation besteht nicht nur zwischen dem Theaterhaus Jena und dem Masterstudiengang „Professionelles Schreiben“, sondern auch mit der griechischen Theatercompany Spectrum AMKE. Dass es sich um eine internationale Produktion handelt, wird auch sprachlich aufgegriffen, denn das Stück wird in drei Sprachen − Deutsch, Griechisch und Rumänisch − mit deutschen Übertiteln aufgeführt. 

       Auf der Bühne zu sehen sind Anna Maria Papaioannou, Florian Thongsap Welsch, Ioana Nițulescu und Simon Schwan alias Sorbas. Letzterer wird nicht nur schauspielerisch, sondern auch musikalisch tätig sein und eine Reihe von eigens für das Stück geschriebenen Songs performen. Daniele Szeredy führt Regie.

       Die Premiere von Hass/Μίσος/Ură findet am 29. Januar 2026 auf der Hauptbühne des Theaterhauses Jena statt. Zusätzlich wird das Stück ab Mai 2026 in Athen in den Spielstätten der Theater-Company Theatro Technis aufgeführt.

    – Erik Pöch