Maxim Braun

Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der NFG „Kulturtechnik Imagination“

Maxim Braun

Professur Kulturgeschichte
Portrait Maxim Braun
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Zwätzengasse 3
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Zur Person

  • Promotionsprojekt

    Ludwig Richter, Holzschnitt (Ausschnitt)

    Foto: Gesammeltes. 15 Bilder für's Haus, 1869, MDZ

    Mediale und materielle Praktiken sozialen Imaginierens im 19. Jahrhundert. Untersucht an „Hänsel und Gretel“ und „Rotkäppchen“

    Was heute als Märchen gilt, basiert auf einem Repertoire aus Bildern, Figuren und Erzählmustern, das nicht einfach das Ergebnis einer langen Tradition ist, in der diese Geschichten überliefert wurden. Es hat sich vielmehr ab dem 19. Jahrhundert herausgebildet, als aus einem uneinheitlichen Konvolut von Erzählungen jener Bestand an Bildern und Erwartungen entstanden ist, den wir bis heute erkennen. Mein Projekt fragt danach, wie gesellschaftliche Vorstellungen in den medialen und materiellen Praktiken entstehen, durch die diese Geschichten produziert und verbreitet wurden. Prozesse wie das Edieren, Umschreiben, Illustrieren, Drucken und Inszenieren legen erst fest, wie die Geschichten aussehen, beziehungsweise auszusehen haben. Dieselben Entscheidungen, die in diesen Praktiken getroffen werden, prägen auch, wie beispielsweise Kindheit, Geschlechterverhältnisse, häusliche Ordnung oder Klassenzugehörigkeit sozial imaginiert werden.

    Teilprojekt der Nachwuchsforschungsgruppe „Kulturtechnik Imagination“ (Teil des Exzellenzclusters "Imaginamics. Practices and Dynamics of Social Imagining")

  • Vita

    seit 2024
    Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Nachwuchsforschungsgruppe „Kulturtechnik Imagination“ von Dr. Adriana Markantonatos am Institut für Kunst- und Kulturwissenschaften der Friedrich-Schiller-Universität Jena (Teil des Exzellenzclusters "Imaginamics. Practices and Dynamics of Social Imagining")

    2023-2024
    Wissenschaftliche Hilfskraft an der Klassik Stiftung Weimar (Projekt Goethe Live 3D / Querschnittsdirektion für Digitale Transformation und Innovationsmanagement)

    2023
    Wissenschaftlicher Assistent (Tutor) an der Philosophischen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena

    2022-2023
    Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Germanistische Literaturwissenschaft der Friedrich-Schiller-Universität Jena unter Prof. Dr. Nina Birkner

    2016-2024
    Studium der Germanistik, Philosophie sowie Allgemeiner und Vergleichender Literatur- , Kunst- und Kulturwissenschaften an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, der Katholieke Universiteit Leuven und der Friedrich-Schiller-Universität Jena

  • Forschungsschwerpunkte
    • Europäische Märchensammlungen des 18. & 19. Jahrhunderts
    • Märchenhafte Imagination im Mit- und Gegeneinander von Bild & Text
    • Literarische Raumkonfigurationen und Liminalität
    • Fremdheit und Entfremdung als literarische Motive
    • Verdrängte weibliche Literaturgeschichte
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Publikationen & Vorträge

  • Publikationen

    Alternative Realities in Enlightenment Fairy Tales: Wieland and Naubert’s Literary Experiments. In: Alma Mater - Journal of Interdisciplinary Cultural Studies, 2:3 (2025), 37-50. https://doi.org/10.29329/almamater.2025.1360.4Externer Link

  • Vorträge

    Der gezähmte Zauberwald. Die visuelle Aushandlung von Wildnis und Kulturraum in illustrierten Fassungen von "Rotkäppchen" und "Hänsel und Gretel", im Rahmen von: Der Wald als Lebens- und Naturraum, Internationale Tagung, Literaturarchiv Saar-Lor-Lux-Elsass der Universität des Saarlandes, 17-18 Februar 2027

    The Poetics of Concealment in Algernon Blackwood's "The Willows", im Rahmen von: Hiddentity. Concealment and Invisibility. Interdisciplinary Investigations Into the Hidden, Internationale Graduiertenkonferenz, Universität Neapel L’Orientale, 12-13 November 2026

    Erinnerung als Verfahren der Fantasie - Erinnerungspoetik in E.T.A. Hoffmanns Fantasiestücken, im Rahmen von: E.T.A. Hoffmanns Fantasie- und Nachtstücke. Genre und Gestaltung, Workshop, Universität zu Köln, 9-10 Oktober 2026

    The Manufacturing of the 'Bad Mother' - Editorial Revision and the Limits of the Speakable in "Hänsel and Gretel", im Rahmen von: Bad Mothers? (Re)Writing Motherhood, Workshop, Universität Augsburg, 17-18 September 2026

    Learning to Read Images: How Fairy Tale Publications Shaped Literary Practices in 19th-Century Europe, im Rahmen von: Made in Class. Literary Education in Nineteenth- and Twentieth- Century Europe, Konferenz organisiert vom Forschungsprogramm Learning Modern Literature: Literary Education in Western Europe (1880-1940), Katholieke Universiteit Leuven, 3-5 Dezember 2025

    The Fairy-Tale in the European Visual Imaginary: Examining Lilian Lancaster's Figurative Cartography, im Rahmen von: Europe through the Arts. Entangled histories of culture and identity(ies) - XVI Annual Conference of the Research Network on the History of Idea of Europe, Universidade da Coruña, 17-18 Juli 2025

  • Workshops

    Figures, Types, and Images of the Social in the 19th and 20th Century: Practices of Social Imagining in the History of Knowledge and the Sciences, Workshop an der Universität Erfurt, 20–21 November 2025 (Co-Organisation) (Programmpdf, 486 kb)

  • Ausstellungen

    Ins Bild gesetzt. Soziales Imaginieren (in) der Großstadt. Illustrierte Journale. Paris, London & Wien. 1830-1860. Ausstellung vom 13.4.-11.6.2026 in der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena (ThULB) (Co-Organisation) (Link)

  • Studentische Abschlussarbeiten
    • 2024. Masterarbeit an der Friedrich-Schiller-Universität Jena: „Wahrheiten, die sich nicht gerne ohne Schleier zeigen“ – Integration von Wunderbarem und Wirklichkeit in deutschsprachigen Märchensammlungen des 18. Jahrhunderts. (Betreuer: Prof. Dr. Stefan Matuschek)
    • 2021. Bachelorarbeit an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg: Die ambivalenten Funktionen von Grenzen und deren Beitrag zu Entfremdungsprozessen im Werk von Marlen Haushofer. (Betreuer: Prof. Dr. Julian Schröter)
      Die Arbeit wurde der Seite marlenhaushofer.chExterner Link zur Verfügung gestellt und kann online gelesen werden: ...Externer Link