Forschungsprojekte
Fachdidaktik Deutsch
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Angebotsseitige Qualität im Literaturunterricht (QuaLITy)
Das Projekt QuaLITy zielt auf empirische Erkenntnisse über die Praxis alltäglichen Literaturunterrichts, wie er ohne gezielte Einflussnahme von außen unter authentischen Bedingungen stattfindet. Es greift auf Vorarbeiten aus dem Projekt KoALaExterner Link und aus dem abgeschlossenen PromotionsprojektExterner Link von Florian Hesse zurück. Seit 2023 werden im Projekt Unterrichtsreihen mit je drei Stunden zu Wolfgang Herrndorfs „Tschick“ videografiert. Außerdem werden Interviews mit den Lehrpersonen geführt und Schüler:innenfragebögen zur Ermittlung von Nutzungs- und Wirkungsdaten eingesetzt. Wir kooperieren mit Dr. Alexander NaumannExterner Link (DIPF), der aktuell die Professur für Educational Data Science an der TU Dortmund vertritt.
Projektbezogene Publikationen:
- Hesse, Florian/Winkler, Iris (Hrsg.) (i. V.): Eine Literaturstunde – sechs Perspektiven auf Unterricht und Unterrichtsqualität. Ansätze literaturdidaktischer Unterrichtsforschung in der Diskussion. SLLD-B.
- Hesse, Florian/Winkler, Iris (2022): Fachliche Qualität im Literaturunterricht. In: Zeitschrift für sprachlich-literarisches Lernen und Deutschdidaktik (SLLD-Z), 2. Jg., S. 1–29. https://doi.org/10.46586/SLLD.Z.2022.9605Externer Link
- Hesse, Florian/Winkler, Iris (2021): Textauswahl und Auswahlbegründungen von Lehrpersonen beim Einsatz von Ganzschriften im achten Jahrgang am GymnasiumExterner Link. In: Leseräume. Forum Literalitätsforschung, H. 7, S. 7–21
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Studienunabhängige Unterrichtstätigkeit Studierender im Fach Deutsch (stunde)
Angesichts des sog. ‚Lehrer:innenmangels‘ eröffnet sich zunehmend schon für Lehramtsstudierende ohne Studienabschluss die Möglichkeit, während ihres Studiums im Rahmen einer Nebentätigkeit als (Vertretungs-)Lehrperson in Schulen zu unterrichten. Wieso sich Studierende für eine solche Tätigkeit entscheiden, wie sie dabei betreut werden und wie sich durch die Tätigkeit ihr Blick auf das Verhältnis von ‚Theorie‘ und ‚Praxis‘ verändert, ist allerdings noch weitgehend unerforscht (vgl. für erste Einblicke Bäuerlein et al. 2018; Scheidig und Holmeier 2022; Rau-Patschke 2022). Darüber hinaus liegen bislang keine Befunde dahingehend vor, wie die Studierenden Lerngelegenheiten in entsprechenden Unterrichtssettings gestalten.
Das Mixed-Methods-Projekt „stunde“ (studienunabhängige Unterrichtstätigkeit Studierender im Fach Deutsch) möchte dieses Desiderat aufgreifen und an der Schnittstelle von allgemeiner Professionalisierungsforschung und Deutschdidaktik bearbeiten. Geplant ist zunächst eine breit angelegte Fragebogenerhebung unter Jenaer Deutschstudierenden, um auszuloten, wie viele Studierende des Faches Deutsch (Regelschule, Gymnasium) aktuell überhaupt einer studienunabhängigen Unterrichtstätigkeit nachgehen. Neben allgemeinen Angaben zu Art und Umfang der Tätigkeit sollen mittels erprobter Skalen auch Informationen bspw. über die Motive der Studierenden, ihre Betreuung an der Schule, ihre Überzeugungen zum Theorie-Praxis-Verhältnis, ihr Belastungserleben sowie ihre selbstwahrgenommene Unterrichtsqualität gewonnen werden.
In einem zweiten Schritt ist weiterführend angedacht, die quantitativen Daten durch eine qualitative, leitfadenbasierte Interviewstudie unter den nebenberuflich unterrichtenden Studierenden zu vertiefen. Dabei sollen zum einen die bereits im Fragebogen erhobenen Konstrukte detaillierter betrachtet werden. Zum anderen werden die Proband:innen aber auch gebeten, eine aus ihrer Sicht gelungene Unterrichtsstunde (inkl. Arbeitsmaterialien, ggf. Stundenverlaufspläne) vorzustellen und zu kommentieren, die sie im Rahmen ihrer nebenberuflichen Tätigkeit gehalten haben. Dadurch sollen die quantitativ und qualitativ erhobenen Überzeugungen mit dem (berichteten) Unterrichtshandeln in Beziehung gesetzt und somit auch eine Verbindung zum Diskurs um Unterrichtsqualität im Fach Deutsch hergestellt werden (Hesse 2024; Hesse und Winkler 2022; Wiprächtiger-Geppert et al. 2021).
Das Projekt wird von Florian Hesse und Jonas Krause im Rahmen des Honours Programms für exzellente Studierende der FSU Jena durchgeführt.
Publikationen:
Hesse, F., & Krause, J. (2024). Studierende unterrichten neben dem Studium als Vertretungslehrkräfte – ein Bericht zum Stand der empirischen Forschung. Didaktik Deutsch, (56), 66–86. https://doi.org/10.21248/dideu.715Externer Link
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Schreiben mit KI im Lehramt
Projekthintergrund:
Schreiben gilt als Kulturtechnik, die in unserer Gesellschaft eine „Scheinselbstverständlichkeit“ (Zanetti, 2015, S. 7) ist: Denn während Schreibkompetenz im schulischen Lernen und im Alltag vielerorts eine zentrale Rolle spielt, ist doch nicht selbstverständlich, dass sie in notwendigem Maße erworben wurde und vorliegt. Obgleich systematische empirische Befunde ausstehen (vgl. Philipp, 2018, S. 15), verbleibt die Vermutung, dass zahlreiche Lernende und sogar Studierende die Mindeststandards im Schreiben nicht erfüllen. Ursächlich dafür sind u. a. unzureichende Gelegenheiten zur Entwicklung von Schreibkompetenz in Schule und Studium.
Mit der Veröffentlichung von ChatGPT wurde die Debatte um die Selbstverständlichkeit des Schreibens neu entfacht: Generative KI erzeugt in Sekundenschnelle Texte, die Struktur und Kohärenz derart gut simulieren, dass sie sogar angehende Lehrkräfte für ‚menschengemacht‘ halten (z.B. Schicker & Akbulut, 2023, S. 178). Mitunter auch deshalb wird beim Schreiben mit KI-Anwendungen stellenweise von einer Koaktivität von Mensch und KI/Computer gesprochen, bei der die KI mit variierendem Aktivitätsniveau mit dem Menschen (mit)schreibt (Steinhoff, 2023). Hierdurch scheint das Schreiben jedoch nicht grundsätzlich ‚schneller‘ oder ‚leichter‘ zu werden (Förster, 2023, S. 7; Fyfe, 2023, S. 1402). Vielmehr setzt das Schreibens im ‚neuen‘ Kontext von KI die Ausbildung weiterer (Teil-)Kompetenzen (z.B. Textkritik) voraus (z.B. Rödel, 2023).Zielgruppe:
Das Projekt ‚Schreiben mit KI im Lehramt‘ richtet sich an Lehramtsstudierende aller Fächer. Diese begegnen der sich wandelnden Situation des Schreibens in einer Doppelrolle: Sie sind einerseits selbst Lernende vor allem im wissenschaftlichen Schreiben, das in ihrem Studium zentrale Lern- und auch Prüfungsform ist. Hier eröffnet KI neue und bisher ungeahnte Räume (Fyfe, 2023, S. 1402; Underwood, 2021), die von der Eignung als Hilfsmittel bei Recherchen und Strukturierung hin zur KI-unterstützten Überarbeitung von Texten reichen. Andererseits sind sie zukünftige Lehrende, die Schüler:innen im Schreiberwerb unterstützen sollen, der nicht weniger durch das wahrgenommene disruptive Potenzial von KI-Anwendung (Buck & Limburg, 2023) beeinflusst wird.
Ziele des Projekts:
Das Projekt „Schreiben mit KI im Lehramt“ hat sich zum Ziel gesetzt, Lehramtsstudierende beim Absolvieren dieser neuen und vielfältigen Herausforderungen zu unterstützen. Hierzu sollen in Zusammenarbeit mit dem Schreibzentrum der FSU Jena ein extracurricularer Selbstlernkurs zum Schreiben für Lehramtsstudierende sämtlicher Fächer entworfen, erprobt und empirisch evaluiert werden. Konkret verfolgt das Projekt die folgenden Ziele:
Entwicklung von Lehr-Lern-Modulen
Erprobung der Lehr-Lern-Module bei Studierenden unterschiedlicher Lehramtsfächer
Wissenschaftliche Begleitung/Evaluation der Module in einem Design-Research-Format (DBR)
Generierung von Beiträgen zum wissenschaftlichen Diskurs (Tagungsbeiträge, Artikel)Projektbeteiligte:
Dr. des. Gerrit Helm, Projektleitung und Ansprechpartner
Dr. des. Florian Hesse, Projektleitung
Prof. Dr. Iris Winkler, ProjektleitungMarie Anett Moser, Studentische Assistentin
Kilian Dingeldey, Studentischer AssistentProjektpublikationen:
Helm, Gerrit & Hesse, Florian (i.V.): Potenziale generativer KI für das sprachlich-literarische Lehren und Lernen im erstsprachlichen Unterricht. [Arbeitstitel].
Quellen:
Buck, I., & Limburg, A. (2023). Hochschulbildung vor dem Hintergrund von Natural Language Proces-sing (KI-Schreibtools). die hochschullehre, 6. Förster, A. G. (2023). Mit KI übersetzen. leseforum.ch, 3.
Fyfe, P. (2023). How to cheat on your final paper: Assigning AI for student writing. AI & Society, 38(4), 1395–1405. https://doi.org/10.1007/s00146-022-01397-zExterner Link
Philipp, M. (2018). Grundlagen der effektiven Schreibdidaktik und der systematischen schulischen Schreibförderung (6., erweiterte Auflage). Schneider Verlag Hohengehren GmbH.
Rödel, M. (2023). ChatGPT und Textkompetenz: Wie sieht die Zukunft des Schreibens in der Schule aus? Mitteilungen des Deutschen Germanistikverbands, 70(4), 373–381.
Schicker, S., & Akbulut, M. (2023). ChatGPT – maschinelle und menschliche Textsortenkompetenz. In S. Schicker & L. Miškulin Saletović (Hrsg.), Sprachliche Handlungsmuster & Text(sorten)kompetenz (S. 169–197). Graz University Library Publishing. https://doi.org/10.25364/978390337426311Externer Link
Steinhoff, T. (2023). Literalität oder Digitalität? Sowohl als auch! Überlegungen zu einer postdigitalen Deutschdidaktik am Beispiel des Lesens und Schreibens unter besonderer Berücksichtigung Künstlicher Intelligenz. leseforum.ch, 3.
Underwood, T. (2021). Science fiction hasn’t prepared us to imagine machine learning. tedunder-wood.com. https://tedunderwood.com/2021/02/02/why-sf-hasnt-prepared-us-to-imagine-machine-learning/Externer Link
Zanetti, S. (Hrsg.). (2015). Schreiben als Kulturtechnik: Grundlagentexte (2. Auflage). Suhrkamp Verlag. -
Schulen nutzen KI für Lesen, Literarisches Lernen und Schreiben (SKILLS)
Projekthintergrund:
Basiskompetenzen, insbesondere die (basale) Lese- und Schreibkompetenz, bilden als grundlegende Fertigkeiten und Fähigkeiten eine unverzichtbare Voraussetzung für eine erfolgreiche unterrichtliche und gesellschaftliche Teilhabe (Baumert et al., 2001; Becker-Mrotzek et al., 2019). Schwächen in diesen Bereichen stellen nicht nur eine Gefahr für den Lernerfolg der einzelnen Lernenden dar, sondern letztlich auch für das Wirtschaftswachstum und das kulturelle Kapital sowie für unsere Demokratie, wenn beispielsweise Fake News nicht erkannt werden können (vgl. Philipp et al., 2021). Studien belegen zuletzt, dass in Deutschland stets mindestens 20% der Viertklässler:innen nicht die Mindeststandards beim Lesen und (Recht-)Schreiben erreichen (vgl. Wittig & Schneider, 2022; Philipp, 2015; Schilcher et al., 2023).
Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) wie ChatGPT verspricht, eine Lösung für dieses Problem anzubieten (z.B. Aravantinos et al., 2024; Bano & Mehdi, 2024; Omae et al., 2023): Er ermöglicht potenziell ein personalisiertes, individualisiertes Lernen (Iyer et al., 2023; Zekaj, 2023; Zhang & Tur, 2023), ist durch die permanente Verfügbarkeit der Anwendungen jederzeit möglich (Gero et al., 2023) und bietet, wenn es z.B. um Mustererkennungen oder typische Formulierungsbausteine (Textprozeduren) geht, im guten Sinne durchschnittliche Ergebnisse (Müller & Fürstenberg, 2023). Trotz einiger Anforderungen und Herausforderungen (z.B. Karan & Angadi, 2023; Albadarin et al., 2023; Jeon et al., 2023) ist im Forschungsdiskurs die Einschätzung, dass ein reflektierter, angeleiteter und begleiteter Einsatz von KI auf Ebene der Lehrenden und Lernenden in Grundschulen weitreichendes Potenzial hat, verbreitet und akzeptiert – Studien und Erprobungen, die diesbezüglich empirische Evidenz liefern, stehen jedoch noch aus (Bano & Mehdi, 2024), und SWK und KMK betonen die Notwendigkeit von Lehrkräftefortbildungen bezogen auf den KI-Einsatz (Köller et al., 2024; Kultusministerkonferenz, 2024). An beide Aspekte knüpft SKILLS an.Zielgruppe:
Das Projekt „Schulen nutzen KI für Lesen, Literarisches Lernen und Schreiben“ (SKILLS) richtet sich an Grundschullehrkräfte mit dem Fach Deutsch. Im Diskurs um die Potenziale von KI für das Bildungssystem insgesamt wird stets die Möglichkeit einer Unterstützung der Lehrkräfte in zahlreichen unterrichtsrelevanten Bereichen betont (Jensen et al., 2024; Trust et al., 2023; Zhang & Tur, 2023). Es wird davon ausgegangen, dass KI-Anwendungen in der Lage sind, Lehrkräfte bei der gesamten Planung von Unterrichtsstunden und Unterrichtsinhalten zu unterstützen (da Silva & Glaab, 2023; Trust et al., 2023). Gleichzeitig richtet sich das Projekt dadurch auch an die Lernenden, die in Form wachsender Fähigkeiten in den Basiskompetenzen davon profitieren sollen, dass Lehrkräfte KI unterstützend nutzen.
Ziele des Projekts:
Zentrale Idee des Projekts ist es, Lehr-Lern-Konzepte zu entwickeln, zu erproben und zu evaluieren, die die Förderung von Basiskompetenzen und den Einsatz von KI im Unterricht der Grundschule zusammendenken. Ziel ist die Etablierung eines Schul- und Unterrichtsentwicklungsprogramms an Grundschulen, das Lernenden durch den Einsatz generativer KI individualisierte Lernfortschritte beim Erwerb basaler Lese- und Schreibkompetenzen ermöglicht. Dabei geht es nicht darum, traditionelle Lehr- und Lernkonzepte zu verdrängen oder die Rolle der Lehrkraft im Unterricht zu beschneiden. Vielmehr sollen die Lehrkräfte durch Entlastung und Bereitstellung von Ressourcen wieder in die Lage versetzt werden, die soziale Interaktion mit den Lernenden und die Begleitung von Lernfortschritten als Schwerpunkt ihrer täglichen Arbeit wahrzunehmen.
Konkret verfolgt das Projekt die folgenden Ziele, die durch die Kooperation zwischen engagierten Projektschulen mehrerer Bundesländer und Regierungsbezirke, erfahrenen Schulbegleiter:innen und der Deutschdidaktik der Universität Jena erreicht werden sollen:-
- Entwicklung von Lehrkräftefortbildungen, die fachdidaktische und KI-bezogene Kompetenzen integriert vermitteln, um Lehrkräfte durch KI-gestützte Verfahren zu entlasten und ihre Ressourcen für die Initiierung lernförderlicher Interaktionen mit Lernenden zu erhalten;
- begleitete Erprobung des erworbenen Wissens, um Lernende durch KI-gestützte Verfahren zur Erweiterung ihrer Basiskompetenzen im Lesen und Schreiben zu befähigen;
- Messung der Effekte der Erprobung;
- nachhaltige Verankerung der Fortbildungserträge durch eine medienbezogene Schulentwicklung, damit Schulen sich zu Lernorten entwickeln, die zeitgemäßes Lehren und Lernen ermöglichen und Lernende auf ein selbstbestimmtes Leben in einer Kultur der Digitalität vorbereiten;
- Vernetzung von Lehrkräften und Schulen mit dem Ziel eines Erfahrungsaustausches.
Projektbeteiligte:- Dr. des. Gerrit Helm, Projektleitung und Ansprechpartner
- Dr. Florian Hesse, Projektleitung
- Aneta Wichers, Mitarbeiterin
- für die Pacemaker Initiative: Carolin Arnold und Julia Soeffner
Förderer des Projekts:- Auridis Stiftung
- Victor Rolff-Stiftung
Quellen:- Albadarin, Y., Saqr, M., Pope, N., & Tukiainen, M. (2023). A Systematic Literature Review of Empirical Research on ChatGPT in Education. https://doi.org/10.13140/RG.2.2.21598.82245Externer LinkExterner Link
- Aravantinos, S., Lavidas, K., Voulgari, I., Papadakis, S., Karalis, T., & Komis, V. (2024). Educational Approaches with AΙ in Primary School Settings: A Systematic Review of the Literature Available in Scopus. Education Sciences, 14(7), 744. https://doi.org/10.3390/educsci14070744Externer LinkExterner Link
- Bano, S., & Mehdi, S. A. (2024). Systematic Review: Generative Artificial Intelligence (GAI) and Artificial Intelligence (AI) and Learning in Elementary and Secondary Schools. Pakistan Social Science Review, 8(4), 209–219.
- Baumert, J., Klieme, E., Neubrand, M., Prenzel, M., Schiefele, U., Schneider, W., Stanat, P., Tillmann, K.-J., & Weiß, M. (Hrsg.). (2001). PISA 2000: Basiskompetenzen von Schülerinnen und Schülern im internationalen Vergleich. Leske + Budrich.
- Becker-Mrotzek, M., Lindauer, T., Pfost, M., Weis, M., Strohmaier, A., Reiss, K., Reiss, K., Weis, M., Klieme, E., & Köller, O. (2019). Lesekompetenz heute—Eine Schlüsselqualifikation im Wandel. In PISA 2018. Grundbildung im internationalen Vergleich (S. 21–46). Waxmann.
- da Silva, A., & Glaab, T. (2023). ChatGPT als Ressource von Unterrichtsvorbereitung? Explorationen zu KI-basierten Outputs mit Blick auf language awareness. https://opus.bibliothek.uni-augsburg.de/opus4/frontdoor/index/index/docId/108138Externer LinkExterner Link
- Gero, K. I., Long, T., & Chilton, L. B. (2023). Social Dynamics of AI Support in Creative Writing. Proceedings of the 2023 CHI Conference on Human Factors in Computing Systems, 1–15. https://doi.org/10.1145/3544548.3580782Externer LinkExterner Link
- Iyer, L. S., Chakraborty, T., Reddy, K. N., Jyothish, K., & Krishnaswami, M. (2023). AI-Assisted Models for Dyslexia and Dysgraphia: Revolutionizing Language Learning for Children. In A. Kumar, A. Nayyar, R. K. Sachan, & R. Jain (Hrsg.), Advances in Educational Technologies and Instructional Design (S. 186–207). IGI Global. https://doi.org/10.4018/979-8-3693-0378-8.ch008Externer LinkExterner Link
- Jensen, L. X., Buhl, A., Sharma, A., & Bearman, M. (2024). Generative AI and higher education: A review of claims from the first months of ChatGPT. Higher Education, 88(1).
- Jeon, J., Lee, S., & Choe, H. (2023). Beyond ChatGPT: A conceptual framework and systematic review of speech-recognition chatbots for language learning. Computers & Education, 206, 104898. https://doi.org/10.1016/j.compedu.2023.104898Externer LinkExterner Link
- Karan, B., & Angadi, G. R. (2023). Potential Risks of Artificial Intelligence Integration into School Education: A Systematic Review. Bulletin of Science, Technology & Society, 43(3–4), 67–85. https://doi.org/10.1177/02704676231224705Externer LinkExterner Link
- Köller, O., Thiel, F., van Ackeren-Mindl, I., Anders, Y., Becker-Mrotzek, M., Cress, U., Diehl, C., Kleickmann, T., Lütje-Klose, B., Prediger, S., Seeber, S., Ziegler, B., Lewalter, D., Maaz, K., Reintjes, C., & Stanat, P. (2024). Large Language Models und ihre Potenziale im Bildungssystem. Impulspapier der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission der Kultusministerkonferenz. 31 pages. https://doi.org/10.25656/01:28303Externer LinkExterner Link
- Kultusministerkonferenz. (2024). Handlungsempfehlung für die Bildungsverwaltung zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz in schulischen Bildungsprozessen. Kultusministerkonferenz.
- Müller, H.-G., & Fürstenberg, M. (2023). Der Sprachgebrauchsautomat. Die Funktionsweise von GPT und ihre Folgen für Germanistik und Deutschdidaktik. Mitteilungen des Deutschen Germanistenverbandes, 70(4), Article 4. https://doi.org/10.14220/mdge.2023.70.4.327Externer LinkExterner Link
- Omae, Y., Furuya, T., Matsushita, M., Mizukoshi, K., Yatsushiro, K., & Takahashi, H. (2023). Artificial Intelligence Education in an Elementary School and Its Evaluation by Career Development, Motivation and Rubrics. Information and Technology in Education and Learning, 3(1), Trans-p002-Trans-p002. https://doi.org/10.12937/itel.3.1.Trans.p002Externer LinkExterner Link
- Philipp, M. (2015). Schreibkompetenz: Komponenten, Sozialisation und Förderung. A. Francke Verlag.
- Philipp, M., Krammer, S., Leichtfried, M., & Pissarek, M. (2021). FAKE?! Fake News als Kristallisationspunkt einer prozessbetonten, epistemischen Lesedidaktik mit digitalen Dokumenten. In Deutschunterricht im Zeichen der Digitalisierung. StudienVerlag.
- Schilcher, A., Glondys, M., & Wild, J. (2023). Leseunterricht in den Grundschulen in Deutschland. In N. McElvany, R. Lorenz, A. Frey, F. Goldhammer, A. Schilcher, & T. C. Stubbe (Hrsg.), IGLU 2021. Lesekompetenz von Grundschulkindern im internationalen Vergleich und im Trend über 20 Jahre (S. 179–196). Waxmann.
- Trust, T., Whalen, J., & Mouza, C. (2023). Editorial: ChatGPT: Challenges, Opportunities, and Implications for Teacher Education. Contemporary Issues in Technology and Teacher Education, 23(1), 1–23.
- Wittig, J., & Schneider, R. (2022). Kompetenzstufenbesetzungen in den Ländern. In P. Stanat, S. Schipolowski, R. Schneider, K. A. Sachse, S. Weirich, & S. Henschel (Hrsg.), IQB-Bildungstrend 2021 (S. 41–65). Waxmann.
- Zekaj, R. (2023). AI Language Models as Educational Allies: Enhancing Instructional Support in Higher Education. International Journal of Learning, Teaching and Educational Research, 22(8), Article 8. https://doi.org/10.26803/ijlter.22.8.7Externer LinkExterner Link
- Zhang, P., & Tur, G. (2023). A systematic review of CHATGPT use in K‐12 education. European Journal of Education, ejed.12599. https://doi.org/10.1111/ejed.12599Externer Link
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Erzählerische Vermittlung als Schwellenkonzept im Literaturunterricht (NarraTeach)
Dieses Projekt wird in Kooperation mit Prof. Dr. Dorothee WieserExterner LinkExterner Link (HU Berlin) durchgeführt.
Im Mittelpunkt des Projekts NarraTeach steht die Frage, wie narratologisches Wissen für den Literaturunterricht didaktisch so modelliert und aufbereitet werden kann, dass es das Verständnis erzählender Texte unterstützt. Damit greift das Projekt ein doppeltes Problem auf: Zum einen gibt es bislang keine übersichtliche, fachlich konsistente „Übersetzung“ narratologischen Wissens für die Praxis. Zum anderen bleiben Erzählanalysen in der Schule oft Selbstzweck.
In NarraTeach betrachten wir die erzählerische Vermittlung – also den Umstand, dass sowohl das Wie als auch das Was des Erzählens von der Erzählinstanz beeinflusst werden – als zentrales Merkmal von Narrationen. Wir nehmen an, dass die Reflexion erzählerischer Vermittlung das Verständnis von Erzählungen in Literatur wie im Alltag grundlegend verändert. Davon ausgehend schlagen wir ein didaktisches Modell erzähltheoretischen Wissens vor. Dieses setzt gängige Kategorien der Erzähltextanalyse in Relation zum übergeordneten Prinzip der erzählerischen Vermittlung. Es wählt statt abstrakter Termini hierarchisierte Untersuchungsfragen als Ausgangspunkt für Textanalysen. Letztere werden – über übliche Deskriptionen hinausgehend – unter dem Aspekt ihrer Verstehensrelevanz ausgewählt und gewichtet.
Das Projekt ist als Forschungszyklus angelegt, der theoretische, empirische und transferorientierte Ansätze verknüpft. Abgeschlossen sind die theoretische Grundlegung, die empirische Untersuchung von Fähigkeiten zur Erzähltextanalyse bei angehenden Lehrpersonen sowie die erste Entwicklung eines PraxisangebotsExterner LinkExterner Link. Aktuell steht die wissenschaftliche Begleitung und Untersuchung des Praxistransfers auf der Agenda.Projektbezogene Publikationen:
Wissenschaftliche Artikel:
- Winkler, Iris/Wieser, Dorothee (2025): Fähigkeiten zur Erzähltextanalyse in Abhängigkeit vom Aufgabensupport: Eine Studie mit Lehramtsstudierenden des Faches Deutsch. In: Zeitschrift für Sprachlich-Literarisches Lernen und Deutschdidaktik, 5. https://doi.org/10.46586/SLLD.Z.2025.12112Externer LinkExterner Link
- Wieser, Dorothee / Winkler, Iris (2025): Narratologisches Wissen für Lehrpersonen: Didaktische Modellierung eines literaturwissenschaftlichen Schwellenkonzepts. In: Zeitschrift für Sprachlich-Literarisches Lernen und Deutschdidaktik, 5. https://doi.org/10.46586/SLLD.Z.2025.12443Externer LinkExterner Link
Unterrichtsmodell:
- Wieser, Dorothee / Winkler, Iris (2025): Angewandte Erzähltheorie für die Unterrichtspraxis in der Sekundarstufe I. Von der didaktischen Modellierung zum ErzählNavigator. SLLD-U. https://doi.org/10.46586/SLLD.440Externer LinkExterner Link
Praxismaterial:
- Erzählnavigator. Erzählerische Vermittlung durchschauenExterner LinkExterner Link. Hrsg. v. Landesinstitut Brandenburg für Schule und Lehrkräftebildung (LIBRA). Ludwigsfelde: LIBRA 2025.
- Vorstellung des Erzählnavigators in einem Video für LehrpersonenExterner Link
Germanistische Mediävistik
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Ausgabe der Vierundzwanzig Alten Ottos von Passau nach der Handschrift Karlsruhe, Landesbibliothek, Cod. St. Georgen 64
Drittmittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft
Projektleiter: Prof. Dr. Jens Haustein
Zeitraum: bis 2020
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Edition der in Regenbogens 'Brief- und Grundweise' und 'Grauem Ton' überlieferten Lieder
Drittmittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft
Projektleiter: Prof. Dr. Jens Haustein, PD Dr. Martin Schubert (Uni Duisburg-Essen)
Zeitraum: bis 2023
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Edition der in Regenbogens Langem Ton überlieferten Lieder
Drittmittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft
Projektleiter: Prof. Dr. Jens Haustein, PD Dr. Martin Schubert (BBAW Berlin)
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'Gottes Wort deutsch. Der österreichische Bibelübersetzer'
Projekt im Rahmen des Akademieprogramms München, Augsburg und Berlin
Projektleiter: Prof. Dr. Jens Haustein, PD Dr. Martin Schubert (BBAW Berlin) und Prof. Dr. Freimut Löser (Universität Augsburg)
Zeitraum: bis 2027
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Mittelhochdeutsches Wörterbuch
Projekt im Rahmen des Akademieprogramms Mainz und Göttingen
Projektleiter: Prof. Dr. Jens Haustein (Herausgeber/Projektleiter), Prof. Dr. Kurt Gärtner (Trier, Herausgeber), Prof. Dr. Klaus Grubmüller (Göttingen, Herausgeber)
Zeitraum: bis 2025
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Neuedition der deutschen Schriften Heinrich Seuses
Drittmittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft
Projektleiter: Prof. Dr. Jens Haustein
Mitarbeitende: PD Dr. Wolfgang Beck, Franziska Lallinger MA, Sepehr Moeeni MA, Dr. Antje Willing
Zeitraum: 2021 bis 2032
Informationen zum Projekt:
Heinrich Seuse (um 1295/96–1366) ist einer der bedeutendsten deutschen Mystiker des späten Mittelalters, der weit über die deutschen Sprachgrenzen hinaus rezipiert wurde und bis in die heutige Zeit hinein bekannt ist. Seine deutschen Schriften – die Vita, das ‘Büchlein der ewigen Weisheit’, das ‘Büchlein der Wahrheit’ sowie Briefe und Predigten – liegen bislang nur in der 1907 veranstalteten Werkausgabe Karl Bihlmeyers vor. Diese hat den Anspruch, das ‘Exemplar’ zu edieren, also jene bereits im 14. Jahrhundert entstandene Werkausgabe, die angeblich von Seuse selbst autorisiert wurde, und in der die drei Hauptschriften sowie einige Briefe zusammengestellt waren.
Bihlmeyers Ausgabe ist in mehrfacher Hinsicht überholt: Zum einen ist die Autorisierung des ‘Exemplars’ durch Seuse in der Forschung durchaus umstritten, zumal es mit 15 Textzeugen nur einen Bruchteil der Gesamtüberlieferung (weit über 600 Handschriften) ausmacht. Zum anderen wertete Bihlmeyer für seine Ausgabe nur eine geringe Zahl der bekannten Textzeugen aus und ließ die unterschiedlichen Textfassungen der einzelnen Schriften weitgehend außer Acht.
Das Projekt wird die deutschen Schriften Heinrich Seuses unter Berücksichtigung der gesamten bekannten Überlieferung neu edieren, und zwar unabhängig vom Kontext des ‘Exemplars’. So wird der Forschung eine Textgrundlage geboten, die die verschiedenen Redaktions- und Rezeptionsstufen des Œuvres Heinrich Seuses angemessen berücksichtigt.
Die Edition erfolgt in hybrider Form: Die Ausgabe in Buchform wird der künftigen Forschung einen wissenschaftlich fundierten Referenztext als Forschungsbasis zur Verfügung stellen, während die digitale Edition darüber hinaus die textgeschichtlichen Materialien wie auch die kodikologischen Hintergründe und Zusammenhänge präsentieren soll.
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DFG-Netzwerk: Dinge in der Literatur des Mittelalters – historische Formen der Ding-Mensch-Relation
Drittmittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft
Projektleiter: Prof. Dr. Sophie MarshallExterner Link (Jun.-Prof., Antragstellerin); Dr. Justin VollmannExterner Link (Universität Stuttgart)
Zeitraum: 2020 – 2022
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Anomalibasierte quantitative Untersuchung von Stil und Gattung anhand des Stilmittelgebrauchs in mittelalterlicher Literatur
Drittmittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft
Projekt im Rahmen des SPP 2207 'Computational Literary Studies'
https://dfg-spp-cls.github.io/blog/TP-Anomaly-based_large-scale_analysis/Externer LinkProjektleiter: Prof. Dr. Sophie MarshalExterner Linkl (Jun.-Prof.); Prof. Dr.-Ing. Joachim DenzlerExterner Link (Lehrstuhl für Digitale Bildverarbeitung, Jena)
Laufzeit: 01/2020 – 12/2022
Neuere Deutsche Literatur
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Die vergessene DDR-Literatur. Zum Umgang mit der Arbeit der 'Zirkel schreibender Arbeiter' als Schreibraum und Erinnerungsgemeinschaft".
(Teil des Verbundprojekts "Diktaturerfahrung und Transformation"; Beteligte Institutionen: FSU Jena, Universität Erfurt, Stiftung Ettersberg und Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau Dora)
Förderinstitution: BMBF
Projektleiter: Gregor Streim
Mitarbeiterin: Annika Jahns
Zeitraum: 1.1.2019-31.12.2022
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Kulturelle Ikonen. Multimediale Verdichtungs- und Verbreitungsmuster
Mehr erfahrenFörderung durch Vizepräsidium der FSU
Projektleitung Dr. Paula Wojcik
Team: Sophie Picard, Dr. Hannes Höfer, Jacob Franke
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Historisch-kritische Wieland-Edition
Mehr erfahrenDrittmittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft
Projektleiter: Prof. Dr. Klaus Manger
Mitarbeiter: Dr. Hans-Peter Nowitzki, Dr. Peter-Henning Haischer, Clara Innocenti, Frank Zöllner
Zeitraum: bis 2020
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Zur akustischen Dimension von Lyrik
Das Gedicht im Ohr. Zur akustischen Dimension von Lyrik und zu einigen Stationen einer akustisch orientierten Geschichte der deutschsprachigen Lyrik
Projektleiter: Claudia Hillebrandt
Drittmittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG-Förderformat "Eigene Stelle")
Laufzeit: 36 Monate (01.04.2016 – 07.11.2021, inkl. Beurlaubungen wg. Elternzeit und Professurvertretung) -
DFG-Netzwerk: Lyrikologie
DFG-Netzwerk "Lyrikologie. Konturen eines Forschungsfeldes"
Projektleiterin: Claudia Hillebrandt
Drittmittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft -
Die 'Sammlung Kratschmer/Würtz' und die Jugendlyrik der DDR
Mehr erfahrenExterner LinkProjektbild
Foto: Gregor StreimDrittmittelgeber: DFG
Laufzeit: 02/2021-01/2024
Mitarbeiterin: Rebecca Franke
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Digitale Edition der Tagebücher Max Brods
- Projektleitung: Alice Stašková, Prof. Dr./ Sandra Richter, Prof. Dr. (seit 11/2023)
- Projektmitarbeit: Clemens Dirmhirn, Dr.
- Ehemalige: Roland S. Kamzelak, Prof. Dr. (bis 11/2023 (†))
- Projektpartner:
- National Library of Israel
- Deutsches Literaturarchiv Marbach
- Drittmittelgeber: DFG
- Laufzeit: 36 Monate (Projektbeginn: Juni 2023)
Abgeschlossene Forschungsprojekte
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Das Jenaer Romantikertreffen: Dokumentation und Analyse
Das Jenaer Romantikertreffen (11.-14./15. November 1799): Dokumentation und Analyse
Projektleiter: Prof. Dr. Dirk von Petersdorff
Projektmitarbeiterin: Christiane Klein, M.A.
Drittmittelgeber: Thyssen Stiftung
Laufzeit: 24 Monate (01.01.2013 – 31.12.2014)
Das Treffen der Akteure der frühromantischen Gruppe, das im November 1799 in Jena stattfand, wird in allen einschlägigen Literaturgeschichten genannt und gilt als wichtiges Ereignis in der Entwicklung der Romantik als literarischer Strömung. Erstaunlicherweise ist dieses Treffen bisher nicht mit den zur Verfügung stehenden Quellen dokumentiert worden; ebenso hat es noch keine Analyse der an diesem Punkt der Diskursentwicklung auftretenden Dynamiken und Konflikte gegeben. Das Projekt hat daher zwei Ziele:
1. Es sammelt und stellt die zeitgenössischen Zeugnisse zur Verfügung, die dieses Treffen thematisieren. Damit werden erstmals die Chronologie und die Handlungsabläufe im Zusammenhang sichtbar.
2. Es will erklären, warum es an diesem Punkt, der als Höhepunkt der frühromantischen Gruppendynamik gilt, zu einem Konflikt kommt, den die Gruppe intern nicht lösen kann. Dieser Konflikt ist nicht akzidentell, sondern trifft das romantische Programm an einer zentralen Stelle, wie zu zeigen sein wird. Da dieses Programm aber für die weitere Entwicklung der literarischen Moderne eine initiierende Funktion hat, kann die Analyse des Jenaer Konflikts auch auf ein Problem hinweisen, das in seiner Systematik im 19. und 20. Jahrhundert wiederholt auftritt.
Das Projekt "Das Jenaer Romantikertreffen (11. - 14./15. November 1799): Dokumentation und Analyse" wurde für den Zeitraum vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2014 von der Fritz Thyssen Stiftung gefördert. -
Liederbuch der Clara Hätzlerin, Neuedition
Projektleiter: Prof. Dr. Jens Haustein / Prof. Dr. Hans-Joachim Solms (Halle)
Drittmittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft -
Kritische Edition des sogenannten "Konvents-" und des sogenannten "Schwesternbuchs" von St. Katharina in St. Gallen
Kritische Edition und Kommentar des sogenannten "Konvents-" und des sogenannten "Schwesternbuchs" von St. Katharina in St. Gallen
Projektleiter: Prof. Dr. Jens Haustein / Prof. Dr. Achim Hack
Laufzeit: 24 Monate (01.04.2013 – 31.03.2015)
Drittmittelgeber: Thyssen StiftungMit dem sogenannten 'Schwesternbuch' und dem sog. 'Konventsbuch' aus St. Katharina in St. Gallen (heute in der Klosterbibliothek St. Katharina in Wil) sind zwei Quellen überliefert, die minutiösen Einblick in den Alltag eines Klosters der dominikanischen Ordensobservanz bieten. Während im 'Konventsbuch' die Wirtschaftsführung des Klosters seit dem Beginn des Priorats der Angela Varnbühler im Jahr 1476 bis zur Aufhebung des Klosters im Jahr 1528 detailliert dokumentiert ist, finden sich im 'Schwesternbuch' Abschriften von Briefen, die die St. Galler Schwestern nach Einführung und zur Etablierung der strengen Regelobservanz (1483) aus dem befreundeten Nürnberger Katharinenkloster erhalten hatten. Im Hauptteil des 'Schwesternbuchs' sind diese Briefe aus Nürnberg systematisch ausgewertet und zu einer Art Handbuch des observanten Konventslebens zusammengestellt worden.
Trotz wiederholter Beschäftigung mit diesen Quellen seitens der Bibliothekskunde, der Kirchengeschichte und der Geschichtswissenschaft sind beide bislang unediert. Die kritische Edition und Kommentierung von 'Konvents-' und 'Schwesternbuch', die nicht nur über das Alltagsleben, sondern auch über die künstlerische Ausstattung und Liturgie eines observanten Klosters Aufschluß geben, ist Gegenstand des historisch-germanistischen Projektes. -
Die Fassungen von Wolframs "Parzival"
Die Fassungen von Wolframs "Parzival" in Bezug zur Textgenese und zur französischen Vorlage. Eine Ausgabe in synoptischer Form
Projektleiter: Prof. Dr. Jens Haustein / PD Dr. Sonja Glauch (Universität Erlangen)
Drittmittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft
Der Artusroman 'Parzival' des Wolfram von Eschenbach gehört zu den bedeutendsten Dichtungen der höfischen Literatur um 1200. Die grundlegende Ausgabe von Karl Lachmann aus dem Jahr 1833 kann gegenwärtigen textkritischen Anforderungen nicht mehr genügen, da sie nur einen Bruchteil der heute bekannten Überlieferungsträger berücksichtigt und die Varianz des mittelalterlichen Textes unzureichend dokumentiert. Um der wissenschaftlichen Gemeinschaft eine solide Neuedition zur Verfügung zu stellen, erarbeitet das 'Parzival'-Projekt deshalb eine Gesamtausgabe nach Fassungen in elektronischer und gedruckter Form- Das Projekt der neuen 'Parzival'-Edition enthält drei Module, die aufeinander aufbauen: (1) Transkription sämtlicher Textzeugen und deren webbasierte Präsentation. (2) Synoptische Edition der vier Fassungen. (3) Konzentration der synoptischen Edition in einen einzelnen Referenztext auf Grundlage der Gesamtüberlieferung.
Im Anschluss an ein durch den Schweizerischen Nationalfonds (SNF) gefördertes Projekt (2008-2011) sowie ein D-A-CH-Projekt (2011-2014) wird nun ein weiteres Kooperationsgesuch beim SNF und bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eingereicht, das seinen Schwerpunkt auf die Textgenese der Dichtung und deren französischen Vorlage richtet. Bezüge zwischen der Überlieferung von Wolframs 'Parzival' und derjenigen von Chrétiens 'Roman de Perceval ou le Conte du Graal' einschließlich dessen Fortsetzungen sollen (u.a. in einem Habilitationsprojekt) erforscht und im Rahmen der Edition zur Darstellung gebracht werden. -
Mythophile und mythoklastische Moderne
Mythophile und mythoklastische Moderne. Konstellationen literarischer Mythos-Rezeption 1900-1950
Projektleiter: Matthias Löwe
Drittmittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG-Förderformat "Eigene Stelle")
Laufzeit: 36 Monate (01.04.2013 – 31.03.2016) -
Graduiertenkolleg "Modell Romantik"
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ProfaS – Promotionsprogramm
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Diagnostik von Lesekompetenz in der Sekundarstufe I
Im 2016 abgeschlossenen Dissertationsprojekt wurde das onlinebasierte Diagnoseverfahren „JuDiT-L 2.0“ entwickelt, das Deutschlehrkräfte bei der lernprozessbegleitenden Beobachtung und Förderung der Lesekompetenz ihrer Schülerinnen und Schüler unterstützen soll. Das Verfahren ermöglicht Lehrpersonen, die Lesefähigkeiten ihrer Lernenden kriteriengeleitet und prozessorientiert zu beobachten und ihre Diagnoseergebnisse sukzessive zu dokumentieren. Wesentliches Entwicklungsprinzip bei der Konzeption des Diagnosetools war die Einbindung der Perspektive(n) der Zielgruppe – Deutschlehrerinnen und Deutschlehrer der Sekundarstufe I. Anhand von Einzelinterviews wurde rekonstruiert, welche Sichtweisen Deutschlehrkräfte auf das Thema Diagnose von Lesekompetenz haben und wie diese das Diagnosetools „JuDiT-L“ nach der Erprobung bewerten. Auf diese Weise wurden fundierte empirische Einsichten über zentrale Bedingungen für den Einsatz eines praxisorientierten Diagnoseverfahrens im Deutschunterricht gewonnen, die im Weiteren dazu genutzt wurden, um Schlussfolgerungen für zukünftige Versionen des Diagnosetools abzuleiten. Mit der Idee einer „dritten Sprache“ zeigt die Studie über das Beispiel „JuDiT-L 2.0“ hinaus neue Kommunikationsstrategien für den Dialog zwischen Fachdidaktik und Lehrpersonen auf, die einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Verständigung zwischen Wissenschaft und Praxis darstellen.
Publikationen zum Projekt:
- Schmidt, Frederike (2018): Diagnose von Lesekompetenz aus Sicht von Lehrpersonen im Fach Deutsch.Externer LinkExterner Link Didaktische Rekonstruktion eines onlinebasierten Diagnoseverfahrens für die Unterrichtspraxis. Berlin [u.a.]: Peter Lang. (= Positionen der Deutschdidaktik 6)
- Schmidt, Frederike (2016): Mit der diagnostischen Brille sehen! Ausgewählte empirische Befunde zu Lehrendenperspektiven auf die Diagnose von Lesekompetenz. In: Zimmermann, Holger/Peyer, Ann (Hrsg.): Wissen und Normen – Facetten professioneller Kompetenz von Deutschlehrkräften. Frankfurt am Main: Peter Lang, S. 63-86.
- Schmidt, Frederike (2015): Den diagnostischen Blick schärfen: Vorstellungen und Orientierungen von Deutschlehrerinnen und Deutschlehrern zur Diagnose von Lesekompetenz. In: Bräuer, Christoph/Wieser, Dorothee (Hrsg.): Lehrenden im Blick. Empirische Lehrerforschung in der Deutschdidaktik. Wiesbaden: Springer VS, S. 89-109.
- Schmidt, Frederike (2013): Den Schüler im Blick – Zur Entwicklung und Erprobung eines Diagnosetools für Lesekompetenz in der Sekundarstufe I. In: Komorek, Michael/Prediger, Susanne (Hrsg.): Der lange Weg zum Unterrichtsdesign – Zur theoretischen Begründung und Umsetzung eines genuin fachdidaktischen Forschungs‐ und Entwicklungsprogramms. Münster: Waxmann, S. 257-272.
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Digitale Fortbildung Deutschdidaktik – individuell, flexibel, praxisnah
Digitale Fortbildung Deutschdidaktik – individuell, flexibel, praxisnah
Als Ergebnis unseres Projekts DiLe finden Sie hierExterner LinkExterner Link Online-Kurse zu Herausforderungen des Deutschunterrichts. Die Kurse richten sich an Lehrpersonen, die Verantwortung in der Ausbildung von Deutschlehrkräften tragen (z. B. VfA, fbL, Lehrende im Studienseminar) und/oder sich selbst fachdidaktisch fortbilden möchten.
Behandelt werden die Themen Lesekompetenz diagnostizieren, Textverstehen überprüfen, Rechtschreiben beurteilen und bewerten, Satzinterne Großschreibung mit Erklärvideos vermitteln sowie Fake News im Deutsch- und Sozialkundeunterricht. Jeder Kurs geht von einer konkreten Problemsituation im Unterricht aus und bietet nach dem Baukastensystem Videos, Arbeitsblätter und Präsentationen, mit denen Sie sich zeitlich und örtlich flexibel weiterbilden können.
DiLe wurde vom BMBF im Rahmen der Qualitätsoffensive Lehrerbildung gefördert.
Forschungsergebnisse aus DiLe haben wir hier veröffentlicht:
• Kirmse, Christiane/Krische, Jakob/Winkler, Iris (2023): „Digitale Lerngemeinschaften“ im Praxissemester. Wahrnehmung eines Angebots zur Theorie-Praxis-Relationierung in der Lehrkräftebildung für das Fach Deutsch. In: MiDU – Medien Im Deutschunterricht, 6(2), S. 1–16. https://doi.org/10.18716/OJS/MIDU/2023.2.10Externer LinkExterner Link
• Winkler, Iris/Kirmse, Christiane (2023): Fachdidaktische (Re-)Konstruktionen für die Lehrkräftebildung. Bedingungen, Beispiele, offene Fragen. In: von Heynitz, Martina/Steinmetz, Michael (Hrsg): Die Konstruktion stärken: Ein Handlungsfeld der Deutschdidaktik neu betrachtet. Berlin: Peter Lang, S. 203-219. -
Filmwissen von Schülerinnen und Schülern zum Film „Krabat“
In einer qualitativen empirischen Studie wurden die Rezeptions- und Verstehensprozesse von Lernenden nach der Erstrezeption des Films „Krabat“ (Kreuzpaintner 2008) untersucht. Als zentrale Erhebungsmethode wurden Filmgespräche mit Schülerinnen und Schülern des 6. und 7. Gymnasialjahrgangs (N=18) geführt. In der Studie zeigte sich, dass der Film „Krabat“ auf jugendliche Zuschauer durchaus die von den Filmemachern intendierte schaurige Wirkung entfaltet. Die Ergebnisse weisen darüber hinaus darauf hin, dass die Schülerinnen und Schüler in unserer Untersuchung über durchaus beachtliches informelles Filmwissen verfügen, welches sie sich i. d. R. induktiv und eher unbewusst in der außerschulischen Medienrezeption angeeignet haben. Dieses Wissen erweist sich für das Filmverstehen als ertragreich, wenngleich es aus fachdidaktischer Sicht auch noch weiter auszudifferenzieren ist. Eine zentrale Implikation unserer Studie ist daher, das informelle Filmwissen der Lernenden als Basis für die Ausbildung filmbezogener Kompetenzen zu nutzen.
Publikationen zum Projekt:
- Schmidt, Frederike / Winkler, Iris (2015): An informelles Filmwissen anknüpfen! Empirische Befunde zum Spielfilmverstehen von Schülerinnen und Schülern.Externer LinkExterner Link In: Didaktik Deutsch, H. 38, S. 80-96.
- Winkler, Iris/Schmidt, Frederike (2012): Das Unheimliche im Film – Zur Wirkung des Films Krabat auf Schülerinnen und Schüler. In: Dettmar, Ute/Oetken, Mareile/Schwagmeier, Uwe (Hrsg.) (2012): SchWellengänge. Zur Poetik, Topik und Optik des Fantastischen in Kinder- und Jugendliteratur und -medien. Frankfurt a. M.: Peter Lang Verlag. S. 231-254.
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Interdisziplinäre Forschung in der Deutschdidaktik – „Fremde Schwestern“ im Dialog
Eine Reihe wichtiger Forschungsfragen der Deutschdidaktik können nur in interdisziplinären Kooperationen bearbeitet werden. Modelle, Herausforderungen und Gelingensbedingungen interdisziplinärer Forschung in der Deutschdidaktik stellt ein 2016 von Iris Winkler und Frederike Schmidt herausgegebener Sammelband vor.
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JuDiT-L II
Im Projekt „Jugenddiagnosetool-Lesekompetenz II (JuDiT-L II)“ wurde ein onlinebasiertes Verfahren zur Diagnose von Lesekompetenz in der beruflichen Bildung entwickelt und durch Begleitforschung abgesichert.
Projektbeteiligte: Dr. Frederike Schmidt, Kooperationsprojekt mit Prof. Dr. Manfred Pfiffner, PH Zürich
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KoALa
Das Projekt „Kognitiv-emotionale Aktivierung durch Lernaufgaben im Literaturunterricht“ (KoALa) diente zur Vorbereitung einer größer angelegten Videostudie zu Qualität alltäglichen Literaturunterrichts. Im Rahmen von KoALa wurde in sechs 8. Gymnasialklassen (N = 6 Lehrpersonen; 107 Lernende) je eine Unterrichtseinheit zur Kurzgeschichte „Streuselschnecke“ von Julia Franck videografiert. Die Pilotdaten wurden u. a. dazu genutzt, das Konstrukt der kognitiven Aktivierung für den Literaturunterricht zu spezifizieren und über Lernaufgaben zu operationalisieren. Angeknüpft wurde dabei an den Diskurs zu qualitätvollem Literaturunterricht und an Befunde zu verstehensrelevanten Merkmalen von Textverstehensaufgaben. Das Projekt „Angebotsseitige Qualität im Literaturunterricht“ (QuaLITyA) baut auf diese Ergebnisse auf und entwickelt sie weiter.
Projektbezogene Publikationen (Auswahl):
- Hesse, Florian/Allerdt, Christine/Heinrich, Florian/Winkler, Iris (2020): Rollenwechsel. Schülerfragen als Indikatoren für Irritation und kognitive Aktivierung im Literaturunterricht. In: Freudenberg, Ricarda/Lessing-Sattari, Marie (Hrsg.): Zur Rolle von Irritation und Staunen im Rahmen literarästhetischer Erfahrung. Theoretische Perspektiven, empiriebasierte Beobachtungen und praktische Implikationen. Berlin: Peter Lang, S. 91–110.
- Winkler, Iris (2020): Cognitive activation in L1 literature classes. A content-specific framework for the description of teaching quality. In: L1-Educational Studies in Language and Literature, 20, pp. 1-32. https://doi.org/10.17239/L1ESLL-2020.20.01.03Externer LinkExterner Link
- Winkler, Iris (2017): Potenzial zu kognitiver Aktivierung im Literaturunterricht. Fachspezifische Profilierung eines prominenten Konstrukts der Unterrichtsforschung. In: Didaktik Deutsch, H. 43, S. 78-97.
- Winkler, Iris/Steinmetz, Michael (2016): Zum Spannungsverhältnis von deutschdidaktischen Fragestellungen und empirischen Erkenntnismöglichkeiten am Beispiel des Projekts KoALa. In: Krelle, Michael/Senn, Werner (Hrsg.): Qualitäten von Deutschunterricht. Stuttgart: Fillibach bei Klett, S. 37-56.
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Kooperative Planungsgespräche im Praxissemester im Fach Deutsch (KOPPRA-D)
Das Projekt KOPPRA-D zielte auf das unterrichtsbezogene Handeln von Deutschstudierenden während des Praxissemesters. Dabei lag der Schwerpunkt auf der Frage, wie die Studierenden fachliches Lernen planen und gestalten, wofür das Modell des kollegialen Unterrichtscoachings (Kreis/Staub 2013, 2017), d. h. das Coaching zwischen Studierenden, als Rahmen genutzt wurde. Auf Basis von 24 videografierten Planungsgesprächen untersuchten wir, welche Unterrichtsmerkmale die Studierenden zu Beginn und am Ende des Praxissemesters für Stunden fokussieren, deren Gegenstand Literatur (im weiten Sinne) ist. Aus fachdidaktischer Sicht bietet das Datenkorpus Möglichkeiten für lohnende Anschlussuntersuchungen in der Lehrerprofessionalisierungsforschung.
Bei KOPPRA-D handelt es sich um ein gemeinsam verantwortetes Projekt von Dr. Frederike SchmidtExterner LinkExterner Link und Florian HesseExterner LinkExterner Link.
Publikationen zum Projekt:
• Schmidt, Frederike/Hesse, Florian (i.Dr.): Gespräche von Praxissemesterstudierenden zur Planung von Unterrichtsstunden im Gegenstandsfeld Literatur. Erste Befunde zur Gestaltung und zu inhaltlichen Relevanzsetzungen. In: Heins, Jochen et al. (Hrsg.): Üben im Kontext sprachlicher und literarästhetischer Handlungsfähigkeit.
SLLD-B. Sprachlich-Literarisches Lernen und Deutschdidaktik.
• Trautmann, Sophie (2022): Unterrichtsplanung im Fach Deutsch im Praxissemester. Analyse anhand ausgewählter Beispiele im Projekt KOPPRA-D. Wissenschaftliche Hausarbeit zur Ersten Staatsprüfung.
Friedrich-Schiller-Universität Jena. -
LeBiS
Im Projekt LeBiS wurden Leseautobiographien Studierender im Fach Deutsch untersucht. Das aus dem Lehrkontext entstandene Projekt konzentrierte sich dabei vor allem auf die Rekonstruktion geteilter Überzeugungen (Fives/Buehl 2012) zum Lesen. Als Datengrundlage dienten 83 Leseautobiographien, sechs transkribierte Gruppendiskussionen über Ausschnitte einer Lesebiographie sowie ein Fragebogen zu Hintergrundvariablen der Teilnehmer:innen. Die Befunde sollen perspektivisch eine gezieltere Auseinandersetzung mit solchen Überzeugungen im Lehrkontext zu ermöglichen, wie sie auch in neueren Untersuchungen eingefordert wird (z.B. Mayer 2017).
LeBiS wurde gemeinsam verantwortet von Christiane KirmseExterner LinkExterner Link, Florian HesseExterner LinkExterner Link und Anna SeeberExterner LinkExterner Link.
- Publikationen und Vorträge:
Kirmse, C., Seeber, A., Hesse F. (2019): Beliefs in reading autobiographies of German L1 teacher students. ARLE-Konferenz 2019. 26.-28. Juni, Lissabon. - Hesse, Florian; Kirmse, Christiane & Seeber, Anna (2021): Potentiale von Leseautobiografien im Studium angehender Deutschlehrkräfte. In: Renata Behrendt und David Kreitz (Hrsg.): Autobiografisches Schreiben in Bildungskontexten. Konzepte und Methoden.Externer LinkExterner Link Bielefeld: wbv. S. 137–150.
- Publikationen und Vorträge:
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OVID-PRAX
Im Projekt „Onlinebasiertes Videofeedback im Praxissemester – Eine Interventionsstudie zum Theorie-Praxisbezug in der Lehre“ (OVID-PRAX) wurde die Wirksamkeit von Videofeedback im Rahmen der Lernbegleitung zum Praxissemester untersucht. Die quasi-experimentelle Studie, gefördert vom BMBF (2017-2020), verband die fachdidaktische und die erziehungswissenschaftliche Perspektive auf Deutschunterricht.
Projektbezogene Publikationen (Auswahl):
- Jähne, Miriam/Seeber, Anna/Winkler, Iris (2022): Das Praxissemester als Gelegenheit zum Erwerb fachdidaktischer Kompetenzen? Differenzielle Ergebnisse einer Interventionsstudie mit Deutschstudierenden zur Wirksamkeit onlinebasierten Videofeedbacks. In: Heins, Jochen/Kleinschmidt-Schinke, Katrin/Wieser, Dorothee/Wiesner, Esther (Hrsg.): Üben. Theoretische und empirische Perspektiven in der Deutschdidaktik. SLLD-B, 5.
- Winkler, Iris/Seeber, Anna (2020): Facetten literaturdidaktischer Kompetenz bei Deutschstudierenden vor und nach dem Praxissemester. Eine Interventionsstudie zur Wirksamkeit videobasierter Lernbegleitung. In: Didaktik Deutsch, H. 49, S. 23–49.
- Gröschner, Alexander/Klaß, Susi/Winkler, Iris (2019): Lernbegleitung von Langzeitpraktika – Konzeption und Designelemente einer hochschuldidaktischen Intervention mittels Unterrichtsvideos. In: Košinàr, Julia/Gröschner, Alexander/Weyland, Ulrike (Hrsg.): Langzeitpraktika als Lernräume. Historische Bezüge, Konzeptionen und Forschungsbefunde. Münster, New York: Waxmann, S. 85-101.
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ProfJL
Das Projekt „Kooperationsseminare Fachwissenschaft, Fachdidaktik, Unterricht“ zielte darauf, fachwissenschaftliche und fachdidaktische Lernangebote im Lehramtsstudium enger aufeinander abzustimmen. Das Projekt wurde vom BMBF im Rahmen der Qualitätsoffensive Lehrerbildung gefördert (2015-2018).
Publikationen:
- Winkler, Iris/Wieser, Dorothee (2017): Was, wie viel, wozu? Zur Rolle und zum Verhältnis von Fachwissenschaft und Fachdidaktik im LehramtsstudiumExterner LinkExterner Link. In: Mitteilungen des Deutschen Germanistenverbandes, 64, H. 4, S. 401-418.
- Zühlsdorf, Felix/Pettig, Fabian/Reinhardt Felix/Winkler Iris (2018): Kooperationsseminare als verbindende Lernräume. Fachwissenschaft, Fachdidaktik und Schule im Wechselspiel. In: Winkler, Iris/Gröschner, Alexander/May, Michael (Hrsg.): Lehrerbildung in einer Welt der Vielfalt. Befunde und Perspektiven eines EntwicklungsprojektsExterner LinkExterner Link. Bad Heilbrunn: Klinkhardt, S. 75-91.
- Zühlsdorf, Felix/Winkler, Iris (2018): Jenaer Kooperationsseminare aus Fachwissenschaft und Fachdidaktik. Ein Modell – viele VariantenExterner LinkExterner Link.In: Glowinski, Ingrid/Borowski, Andreas/Gillen, Julia/Schanze, Sascha/von Meien, Joachim (Hrsg.): Kohärenz in der universitären Lehrerbildung – Vernetzung von Fachwissenschaft, Fachdidaktik und Bildungswissenschaften. Potsdam: Universitätsverlag, S. 219-235.
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Writing with AI: Preparation, Support, Evaluation
Generative Artificial Intelligence (AI), and in particular the chatbot ChatGPT, is said to have the po-tential to change writing in a profound and disruptive way (Alier et al., 2024; Schindler, 2024). The basis for this assumption is the ever-increasing ability of AI to produce texts within seconds that sim-ulate text structure and coherence so well that even prospective teachers consider them to be ‘hu-man-made’ (e.g. Schicker & Akbulut, 2023, p. 178). It seems possible that AI/computer and human work together and co-actively (Steinhoff, 2023). However, this does not seem to make writing fun-damentally ‘faster’ or ‘easier’ (Förster, 2023, p. 7; Fyfe, 2023, p. 1402). Rather, writing in the ‘new’ context of AI requires the development of further (partial) skills (e.g. text criticism) (e.g. Rödel, 2023).
Against this background, the Standing Scientific Commission of the Conference (SWK) and UNESCO published recommendations for dealing with AI in the education sector. These recommendations suggest that generative AI should be regarded as a potential resource for teaching and learning. Moreover, the necessity for further training courses in this area is emphasised. The project ‘Schreiben mit KI im Lehramt’ (Writing with AI in teaching) aims to develop and implement a training pro-gramme in this field.Target Group:
The project ‘Schreiben mit KI im Lehramt’ is aimed at teacher students of all subjects. They are con-fronted with the changing situation of writing in a double role: on the one hand, they are learners themselves, especially in academic writing, which is a central form of learning and examination in their studies. Here, AI opens up new and previously unimagined spaces (Fyfe, 2023, p. 1402; Un-derwood, 2021). On the other hand, it is future teachers who are expected to support students in their writing acquisition, which is no less influenced by the perceived disruptive potential of AI appli-cations (Buck & Limburg, 2023).
Project Goal:
The project ‘Schreiben mit KI im Lehramt’ aims to support teacher students in meeting these new and complex challenges. In cooperation with the Writing Centre of the FSU Jena, an extracurricular course on writing will be designed, tested and empirically evaluated. The self-learning course consists of three (independent) modules, which primarily address teacher education students in their future teaching role and aim at “transfer effects” on their own (academic) writing. The students are instruct-ed to i) prepare, ii) support and iii) evaluate writing with the assistance of AI. The starting point is interdisciplinary, relevant writing tasks and learner texts from school practice. The modules consist of online and classroom components.
Project participants:
Dr. des. Gerrit Helm, project manager and main contact
Dr. des. Florian Hesse, project management
Prof. Dr. Iris Winkler, project managerMarie Anett Moser, student assistant
Kilian Dingeldey, student assistantProject-related publications:
- Helm, Gerrit & Hesse, Florian (eingereicht): Usage and beliefs of student teachers towards artificial intelligence in writing. Research in Subject-matter Teaching and Learning (RISTAL).
- Helm, Gerrit & Hesse, Florian (i.V.): Potenziale generativer KI für das sprachlich-literarische Lehren und Lernen im erstsprachlichen Unterricht. [Arbeitstitel].
Literature:
- Alier, M., García-Peñalvo, F.-J., & Camba, J. D. (2024). Generative Artificial Intelligence in Education: From Deceptive to Disruptive. International Journal of Interactive Multimedia and Artificial Intelligence, 8(5), 5. https://doi.org/10.9781/ijimai.2024.02.011Externer LinkExterner Link
- Buck, I., & Limburg, A. (2023). Hochschulbildung vor dem Hintergrund von Natural Language Proces-sing (KI-Schreibtools). die hochschullehre, 6.
- Förster, A. G. (2023). Mit KI übersetzen. leseforum.ch, 3.
- Fyfe, P. (2023). How to cheat on your final paper: Assigning AI for student writing. AI & Society, 38(4), 1395–1405. https://doi.org/10.1007/s00146-022-01397-zExterner LinkExterner Link
- Rödel, M. (2023). ChatGPT und Textkompetenz: Wie sieht die Zukunft des Schreibens in der Schule aus? Mitteilungen des Deutschen Germanistikverbands, 70(4), 373–381.
- Schicker, S., & Akbulut, M. (2023). ChatGPT – maschinelle und menschliche Textsortenkompetenz. In S. Schicker & L. Miškulin Saletović (Hrsg.), Sprachliche Handlungsmuster & Text(sorten)kompetenz (S. 169–197). Graz University Library Publishing. https://doi.org/10.25364/978390337426311Externer LinkExterner Link
- Schindler, K. (2024). Schreiben mit, durch und über KI – Herausforderungen und Chancen für das Schreiben in der Schule. ide, 2(2024).
- Steinhoff, T. (2023). Literalität oder Digitalität? Sowohl als auch! Überlegungen zu einer postdigitalen Deutschdidaktik am Beispiel des Lesens und Schreibens unter besonderer Berücksichtigung Künstlicher Intelligenz. leseforum.ch, 3.
- Underwood, T. (2021). Science fiction hasn’t prepared us to imagine machine learning. tedunder-wood.com. https://tedunderwood.com/2021/02/02/why-sf-hasnt-prepared-us-to-imagine-machine-learning/Externer Link