Master Geschichte und Politik des 20. Jahrhunderts

Studiengangsverantwortliche: apl. Prof. Dr. Annette Weinke

Allgemeine Informationen

Im Zentrum des Masterstudiengangs Geschichte und Politik des 20. Jahrhunderts steht die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den historischen Problemlagen und politischen Herausforderungen des vergangenen Jahrhunderts. Sie werden im Laufe des Studiums mit zentralen Entwicklungen, Wandlungsprozessen und Erfahrungen des 20. Jahrhunderts vertraut gemacht: zum Beispiel mit den die Epoche prägenden Erfahrungen von Diktatur, Krieg und Gewalt, aber auch mit der Geschichte der (Wieder-)Errichtung demokratischer Gesellschaften und der Etablierung europäischer und transatlantischer Kooperationsstrukturen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs.

Das Studium dauert einschließlich der Masterarbeit zwei Jahre und schließt mit der Verleihung des akademischen Grades "Master of Arts" ab.

Was Ihnen geboten wird:

  • ein interdisziplinärer Zugriff auf die Entwicklungen und Erfahrungen des 20. Jahrhunderts - und damit Chancen, die Gegenwart besser zu verstehen;
  • vielfältige Möglichkeiten, geistes- und sozialwissenschaftliche Fächer und Interessen zu kombinieren;
  • ein forschungsnahes Studium im Umfeld national und international vernetzter Projekte;
  • Kontakt mit hochrangigen auswärtigen Gastprofessorinnen und -professoren;
  • nach dem Abschluss die Möglichkeit zur Promotion

Kurz: ein in Deutschland einzigartiges Studienprogramm.

Was Sie lernen:

  • Quellen und Forschungsliteratur zielorientiert zu erschließen und auszuwerten;
  • unterschiedliche fachliche Zugänge und Methoden zu erkennen und anzuwenden;
  • Forschungsergebnisse zu analysieren;
  • eigene wissenschaftliche Fragestellung zu entwickeln;
  • Ihre Arbeitsresultate in fachliche und außerwissenschaftliche Kontexte einzuordnen.

Kurz: Sie lernen, sich auf dem Feld der Geschichte und Politik des 20. Jahrhunderts eigenständig wissenschaftlich zu betätigen.

Was Sie mit dem Master machen können:

Ein im Studiengang Geschichte und Politik des 20. Jahrhunderts erworbener Master qualifiziert für viele Berufsfelder. Sehr gute Chancen bieten sich insbesondere in den vielfältigen Aufgabenbereichen der historisch fundierten Politikberatung, also in Parteien, Verbänden, internationalen Organisationen, bei NGOs und in großen Unternehmen. Interessant sind unsere Absolventen aber auch für die Medien (Verlage, Zeitungen. Rundfunk, Fernsehen), den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit und Dokumentation (Museen, Bibliotheken, Archive, Denkmalpflege) sowie für die geschichtsvermittelnde Praxis (Erwachsenenbildung, politische Bildung).

 

Weitere Informationen zum Masterstudiengang

Studienaufbau und Leistungen Eintrag erweitern

Das Studienangebot des Masterstudiengangs Geschichte und Politik des 20. Jahrhunderts ist modular aufgebaut. Die Module setzen sich aus Vorlesungen, Seminaren, Übungen und anderen Lehr- und Lernformen zusammen. Ein Modul erstreckt sich über ein oder zwei Semester. Während des Studiums werden insgesamt 120 Leistungspunkte (LP) nach dem "European Credits Transfer and Accumulation System" (ECTS) erbracht. Pro Studienjahr sind in der Regel 60 Leistungspunkte zu erwerben. Die Masterarbeit schließt das Studium ab.

Das Studienprogramm umfasst insgesamt 10 Module, davon 3 Pflicht- und 7 Wahlpflichtmodule. Mit Ausnahme des Moduls Masterarbeit, auf das 30 LP entfallen, werden die Module mit jeweils 10 LP gewichtet. Im individuellen Vertiefungsbereich werden Fremdsprachenkenntnisse erweitert.

Das Studium beginnt im Wintersemester und dauert zwei Jahre. Den Modulkatalog finden Sie hier.

Musterstudienplan

ECTS / Module

50 / Interdisziplinärer Bereich (Pflichtmodule)
10 / Einführung in die Geschichte und Politik des 20. Jahrhunderts
10 / Forschungskolloquium Geschichte und Politik des 20. Jahrhunderts
30 / Masterarbeit Geschichte und Politik des 20. Jahrhunderts

30 / Bereich Geschichte (Wahlpflicht: Seminar + zwei weitere Module)
10 / Seminar Geschichte des 20. Jahrhunderts
10 / Vorlesung Geschichte des 20. Jahrhunderts
10 / Vorlesung Wirtschafts- und Sozialgeschichte
10 / Übung Geschichte des 20. Jahrhunderts
10 / Übung Wirtschafts- und Sozialgeschichte
10 / Seminar Geschichte des 20. Jahrhunderts

20 / Bereich Politikwissenschaft (Wahlpflicht: 2 Module)
10 / Politische Systeme I / II
10 / Politische Theorie und Ideengeschichte
10 / Außenpolitik und Internationale Beziehungen I / II
10 / Europäische Studien I / II / III
10 / Interationale Organisationen und Globalisierung I / III

10 / Bereich Soziologie, Jüdische Geschichte (Wahlpflicht: 1 Modul)
10 / Gesellschaftstheorie
10 / Jüdische Geschichte und Kultur

10 / Individueller Vertiefungsbereich (Wahlpflicht: 1 Modul): Sprachenangebote des Sprachenzentrums finden Sie hier.

120 / Summe

Hier [pdf, 129 kb] finden Sie vier Varianten, wie man GP20 studieren kann.

Die Lehrenden Eintrag erweitern

Die Schwerpunkte des Masterstudiengangs Geschichte und Politik des 20. Jahrhunderts liegen im Bereich der Neueren Geschichte und der Politischen Wissenschaft. Zum Fächerspektrum gehören aber auch die Soziologie und die Wirtschaftswissenschafts- und Sozialgeschichte; außerdem können aus einer Reihe geistes- und sozialwissenschaftlicher Disziplinen einzelne Module hinzugewählt werden.

Im Rahmen des Universitätsverbunds wirkt das Simon-Dubnow-Institut für jüdische Geschichte und Kultur der Universität Leipzig an dem Studiengang mit. Eine enge Kooperation besteht darüber hinaus mit der in Weimar ansässigen Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Die Vertreter der beteiligten Fächer:

  • PD Dr. Jochen Böhler || Osteuropäische Geschichte
  • Prof. Dr. Carola Dietze || Geschichte Nordamerikas
  • Prof. Dr. Michael Dreyer || Politische Theorie und Ideengeschichte
  • Dr. Arndt Engelhardt || Dubnow-Institut / Leipzig-Institut für Jüdische Gesch. und Kultur
  • Prof. Dr. Stefanie Middendorf || Neueste Geschichte/Zeitgeschichte
  • Prof. Dr. Jörg Ganzenmüller || Europäischer Diktaturenvergleich
  • Dr. Jan Gerber || Dubnow-Institut / Leipzig-Institut für Jüdische Gesch. und Kultur
  • Prof. Dr. Thomas Kroll || Geschichte Westeuropas
  • PD Dr. Olaf Leiße || Europäische Studien
  • Prof. Dr. Gisela Mettele || Geschlechtergeschichte
  • Dr. Jörg Oberthür || Allgemeine und Theoretische Soziologie
  • Prof. Dr. Torsten Oppelland || Vergleichende Regierungslehre
  • Prof. Dr. Joachim von Puttkamer || Geschichte Osteuropas
  • Prof. Dr. Hartmut Rosa || Allgemeine und Theoretische Soziologie
  • Dr. Daniel Stahl || Neuere und Neueste Geschichte
  • Prof. Dr. Jens-Christian Wagner || Geschichte in Medien und Öffentlichkeit / Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau Dora
  • apl. Prof. Dr. Annette Weinke || Neuere und Neueste Geschichte
  • Prof. Marion Reiser || Politisches System der Bundesrepublik Deutschland
  • Prof. Rafael Biermann || Internationale Beziehungen
  • JunProf. Christian Kreuder-Sonnen || Internationale Organisationen
Bewerbung Eintrag erweitern

Voraussetzung für die Aufnahme in den Studiengang Geschichte und Politik des 20. Jahrhunderts ist ein mit mindestens "gut" absolvierter Hochschulabschluss (Bachelor, Magister, Lehramt oder Diplom) in Geschichte, Politikwissenschaft oder einer affinen (Teil-)Disziplin.

Der konsekutive Studiengang baut auf den Kern- und Ergänzungsfächern (120 und 60 Leistungspunkte) Geschichte, Politikwissenschaft oder einem benachbarten geistes- oder sozialwissenschaftlichen Fach auf.

Bewerben können sich Absolventen einer Universität oder rechtlich gleichgestellter Hochschulen aus dem In- und Ausland.

Die Auswahl der Studierenden für das Wintersemester erfolgt in einem individuellen Online-Bewerbungsverfahren. Es wird eröffnet durch ein persönliches Bewerbungsschreiben.

Die Bewerbungsfrist endet am 15. September.

 

Die Antragsunterlagen umfassen:
  • ein Bewerbungsschreiben, das die Motivation für das Studium und studiengangsbezogene Fähigkeiten und Fertigkeiten zum Ausdruck bringt (max. 6000 Zeichen);
  • einen aussagefähigen tabellarischen Lebenslauf, falls vorhanden mit Nachweisen über Studienaufthalte im Ausland, eigene wissenchaftliche Publikationen, Lehrerfahrungen, u.ä.;
  • die beglaubigte Kopie eines ersten Studienabschlusszeugnisses (Bachelor, Magister oder Diplom) mit mindestens der Note "gut" und mindestens 60 Leistungspunkten in Geschichte, Politikwissenschaft oder einem benachbarten geistes- bzw. sozialwissenschaftlichen Fach. Das Zeugnis sollte die erbrachten Studienleistungen mit Semesterwochenstundenzahl und ETCS-Credits dokumentieren; es kann auch eine vorläufige Bescheinigung der Studienleistungen eingereicht und die beglaubigte Kopie des Zeugnisses nachgereicht werden;
  • der Nachweis von Kenntnissen des Englischen auf B2-Niveau. Diese können dann mit dem Abiturzeugnis nachgewiesen werden, wenn eine Abiturprüfung vorliegt.

Weitere Informationen zur Bewerbung finden Sie hier.