Blumengebinde liegen am 10.04.2005 an einer Gedenktafel auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald

Franziska Mendler

Wissenschaftliche Assistentin
Blumengebinde liegen am 10.04.2005 an einer Gedenktafel auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald
Foto: Jan-Peter Kasper (Universität Jena)

Zur Person 

  • Vita

    Franziska Mendler

    Foto: Tobias Adam
    • 09/2017 - 08/2018: Freiw. Soziales Jahr/Kultur in der Bildungsabteilung der Gedenkstätte Buchenwald

    • 2018 - 2024: Studium an der Friedrich-Schiller-Universität Jena (Lehramt Regelschule Anglistik/Geschichte).
      Staatsexamensarbeit zum Thema „Sinti:zze und Rom:nja im KZ Buchenwald“ 

    • seit 09/2018: Freie Bildungsreferentin in der Gedenkstätte Buchenwald

    • seit 04/2021: Wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl „Geschichte in Medien und Öffentlichkeit“ des Historischen Instituts der Friedrich-Schiller-Universität Jena

    • 11/2021 - 09/2025: Wissenschaftliche Assistentin im vom BMBF/BMFTR-geförderten Projekt „Gedenken ohne Wissen? Die sowjetischen Speziallager in der postsozialistischen Erinnerungskultur“ an der Gedenkstätte Buchenwald (Teilprojekt des Verbundprojektes „Diktaturerfahrung und Transformation: Biographische Verarbeitungen und gesellschaftliche Repräsentationen in Ostdeutschland seit den 1970er Jahren“, 2019 - 2025)

    • seit 05/2024: Freie Bildungsreferentin im Museum Zwangsarbeit im Nationalsozialismus (Weimar)

    • 05/2025 - 09/2025:   Assistenz bei der Vorbereitung und Organisation der Konferenz „Lager zwischen Kriegsende und Besatzungspolitik“, 24. – 26. September 2025 in Weimar
  • Publikationen

    Kuratierte (Online-)Ausstellungen

    •  „Jugend im KZ Buchenwald und Mittelbau-Dora“ (2021), Online-Ausstellung unter Leitung von Jens-Christian Wagner und Daniel Schuch https://www.jugend-im-kz.de/Externer Link
      (Mitautorin und Verantwortliche für Publikationsrechte und Scans, Lektorat der englischen Übersetzung)
    • „Rosa Winkel. Als homosexuell verfolgte Häftlinge in den KZ Buchenwald und Mittelbau-Dora“ (2023), studentische Wanderausstellung unter Leitung von Jens-Christian Wagner und Daniel Schuch, Eröffnung am 27. Januar 2023 im Thüringer Landtag
      (Mitautorin, Beschaffung von Publikationsrechten und Scans, Eröffnung der Ausstellung am 8. März 2025 in Marburg)
    • „Die Novemberpogrome 1938 in Thüringen“ (2023), Webseite von Studierenden und Initiativen und Einzelpersonen in Thüringen) unter Leitung von Jens-Christian Wagner https://juedisches-leben-thueringen.de/pogrome-1938Externer Link
      (Lektorat einzelner Beiträge und einpflegen in die Webseite)
    • „Zwangsarbeit in Jena“ (2024), Webseite von Studierenden unter Leitung von Jens-Christian Wagner https://www.zwangsarbeit-in-jena.de/Externer Link
      (Mitautorin, Lektorat und Erstellung der Webseite)
    • „(K)Ein Ort des Schweigens. Das Sowjetische Speziallager Nr. 2 in Buchenwald 1945-1950“ (2025), Wanderausstellung der Gedenkstätte Buchenwald
      (Kuration und Koordination der studentischen Ausstellung zus. mit Julia Landau, Franz Waurig und Jens-Christian Wagner) https://www.buchenwald.de/geschichte/online-ausstellungen/specialcamp2Externer Link

    Beiträge in Zeitschriften, Lexika und Sammelbänden

    • Buchenwald, in: Enzyklopädie des NS-Völkermordes an den Sinti und Roma in Europa. Hg. von Karola Fings, Forschungsstelle Antiziganismus an der Universität Heidelberg, Heidelberg 4. September 2025, https://encyclopaedia-gsr.eu/lemma/buchenwald-de-1-0/Externer Link
    • Welche Erfahrungen machten minderjährige KZ-Häftlinge? Neues pädagogisches Material zur Online-Ausstellung Jugend im KZ Buchenwald und Mittelbau-Dora, in: Reflexionen. Jahresmagazin der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora 3 (2023), S. 46-49.
    • Denkmal an ein Denkmal. Geschichte und Kontroversen des Gedenkzeichens auf dem ehemaligen Appellplatz, in: ebd, S. 122-127.
    •  „Gedenkstein passt nicht mehr“? Erinnerungszeichen an die nationalsozialistische Gewaltherrschaft und an sowjetische Verhaftungen in Tannroda, in: Ganzenmüller, Jörg/Landau, Julia/Waurig, Franz (Hrsg.): Transformation des Gedenkens. Lokales Erinnern an sowjetische Verhaftungen der Nachkriegszeit, Köln 2024, S. 134-141.
    • Grenzüberschreitung. Ost-West-Erinnerung an Verhaftungen in Küllstedt, in: ebd., S. 156-161.
    • (zus. mit Julia Landau und Franz Waurig) „Wie erinnern?“. Arbeitsmaterialien für Recherchen vor Ort, in: ebd., S. 194-196.
    • (zus. mit Franz Waurig) Transformation des Gedenkens. Neuer Sammelband zur Erinnerung an sowjetische Verhaftungen und Speziallager erschienen, in: Reflexionen. Jahresmagazin der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora 5 (2025), S. 80-83.
    • (zus. mit Julia Landau und Franz Waurig) Nach dem Krieg. Stadtrundgang zu Spuren der sowjetischen Besatzungszeit in Weimar, in: Gerbergasse 18, Ausgabe 3/2025, S. 23-25.
    • (Mitwirkung) Nach dem Krieg. Spuren der sowjetischen Besatzungsmacht in Weimar 1945-1950, Weimar 2022 (Hrsg. von Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora).
    • (Mitwirkung) Rosa Winkel. Als homosexuell verfolgte Häftlinge in den KZ Buchenwald und Mittelbau-Dora, Begleitband zur Wanderausstellung, Weimar/Jena 2023 (Hrsg. von Jens-Christian Wagner und Daniel Schuch).

    Kleinere Beiträge

    Bildungsmaterial

    • Jugend im KZ Buchenwald und Mittelbau-Dora. Pädagogisches Material, Weimar 2022 (Hrsg. von Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora)
    • „Wie erinnern?“ Sowjetische Verhaftungen 1945 - 1950 in der regionalen Erinnerungskultur und Geschichtspolitik, Reichenbach/Vogtland, Weimar 2022 (Hrsg. von Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora) 

    In Vorbereitung

    • „Ich habe immer den festen Willen in mir gehabt.“ Sinti:ze und Rom:nja im KZ Buchenwald: Selbstbehauptung und (Grenzen von) Solidarität, in: Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte (Hrsg.): Widerstand revisited. Neue Perspektiven auf Gegner:innen des Nationalsozialismus, Beiträge zur Geschichte der nationalsozialistischen Verfolgung, Heft 7 (Erscheinung vrsl. Herbst 2026).
  • Vorträge/Medienauftritte
    • Zeitgeschichtliche Kolloquium der Friedrich-Schiller-Universität Jena, 13. November 2024
      Buchvorstellung: Transformation des Gedenkens. Lokales Erinnern an sowjetische Verhaftungen der Nachkriegszeit (zus. mit Franz Waurig)
    • Workshop „Widerstand revisited. Neue Perspektiven auf Gegner:innen des Nationalsozialismus“ der Gedenkstätten Buchenwald und Neuengamme, Weimar 22. März 2025
      „Ich habe immer den festen Willen in mir gehabt.“ Sinti:ze und Rom:nja im KZ Buchenwald: Selbstbehauptung und (Grenzen von) Solidarität
  • Forschungsschwerpunkte
    •  Geschichte und Nachgeschichte des KZ Buchenwald
    • Verfolgung von Sinti:zze und Rom:nja im Nationalsozialismus
    • Zwangsarbeit im Nationalsozialismus
    • Geschichte und Erinnerung an das Sowjetische Speziallager Nr. 2
    • Erinnerungs- und Gedenkkultur, Public History

    Geplante Dissertation zum Thema „Sinti:zze und Rom:nja als Häftlinge in den KZ Buchenwald und Mittelbau-Dora: Verfolgung, Überlebensstrategien und Kampf um die Erinnerung“ (AT)

  • Dissertationsprojekt

    Dissertationprojekt zum Thema „Sinti:zze und Rom:nja als Häftlinge in den KZ Buchenwald und Mittelbau-Dora: Verfolgung, Überlebensstrategien und Kampf um die Erinnerung“ (AT)

    In meinem Dissertationsprojekt beschäftige ich mich mit der Häftlingsgruppe der Sinti:zze und Rom:nja in den KZ Buchenwald und Mittelbau-Dora.

    Im Mittelpunkt steht dabei die Frage nach dem Wechselverhältnis von Vernichtung und Arbeit: Es soll untersucht werden, inwieweit sich aufgrund der Ökonomisierung des KZ-Systems ab 1942 die Lebens- und Arbeits- und damit auch Überlebensbedingungen von Sinti:zze und Rom:nja in den zwei Konzentrationslagern änderten. Zentral hierfür sind die Deportationswege von Sinti:zze und Rom:nja in das KZ Buchenwald und Mittelbau-Dora. Zu zeigen ist, wie diese in die Verfolgungsgeschichte während der Zeit des Nationalsozialismus als auch in die Geschichte der Lager eingeordnet werden können.

    Neben der Rekonstruktion der Einlieferungsschübe sind auch die Lebens- und Arbeitsbedingungen und damit die individuellen Erfahrungen der Verfolgten essenziell, die abhängig vom Zeitraum der Einlieferung waren. Hierbei wird den Fragen nachgegangen, welche Überlebensstrategien und Formen von Selbstbehauptung Sinti:zze und Rom:nja entwickelten und inwieweit sie Unterstützung durch andere Häftlinge erhielten.

    Das Projekt möchte nicht nur die direkte KZ-Zeit, sondern auch die Zeit nach 1945 in den Blick nehmen. Die Lebenswege und die anhaltende Verfolgung von Sinti:zze und Rom:nja nach 1945 und deren Auswirkungen auf Entschädigungsleistungen möchte die Studie anhand konkreter Lebensgeschichten von Buchenwald und Mittelbau-Dora Überlebenden deutlich machen. Dabei ist auch ein Blick auf die Rolle von Überlebenden als Akteur:innen in der Gedenkstättenarbeit zu werfen.