Stadttor, Babylon

Seminar für Altorientalistik

Sprachen und Kulturen des Alten Vorderen Orients
Stadttor, Babylon
Foto: Osama Sarm

Die Altorientalistik – traditionell „Assyriologie“ genannt – kann in Jena auf eine alte Tradition zurückblicken. Eberhard Schrader (1836–1908), der die Disziplin in Deutschland einführte, war hier von 1873 bis 1875 Professor für Altes Testament. Im Gasthof „Zur Sonne“ am Jenaer Marktplatz überzeugte er 1873 Friedrich Delitzsch (1850–1922) sich von ihm in die Assyriologie einführen zu lassen, der in der Folge die erste Professur für Assyriologie in Deutschland bekleidete (Leipzig, mit weiteren Stationen in Breslau und Berlin).

Eine Besonderheit des Seminars für Altorientalistik der Friedrich-Schiller-Universität Jena ist die Frau Professor Hilprecht Collection of Babylonian Antiquities, die der aus Hohenerxleben (Sachsen-Anhalt) stammende Gelehrte Hermann Vollrat(h) Hilprecht 1925 der Universität hinterließ. Sie bildet nicht nur die Grundlage für Forschungsprojekte und Gelegenheit zum wissenschaftlichen Austausch mit Kolleg:innen aus aller Welt, sondern spielt auch im Rahmen der Lehre eine hervorgehobene Rolle.

Das Studienangebot des Seminars für Altorientalistik umfasst den BA Sprachen und Kulturen des Vorderen Orients mit Schwerpunkt Altorientalistik und den MA Sprachen und Kulturen des Alten Vorderen Orients. Die Einbindung der Hilprecht-Sammlung ermöglicht es, Studierende früh an die Arbeit mit Originalen heranzuführen.

Tontafel aus der Hilprecht-Sammlung
Bachelor- und Masterstudium der Altorientalistik
Neuassyrisches Relief aus Nimrud (MMA 32.143.4)
des Seminars für Altorientalistik
MMA 31.13.1 Wandbild aus glasierten Ziegeln, Babylon
Projekte und Schwerpunkte
Ida Hilprecht (geb. Haufe) und Hermann V. Hilprecht
Tontafen in Kästchen
Grundlagen und Methoden der Restaurierung von Keilschrifttafeln
Babylon
Veranstaltungsreihe Sommersemester 2024

Sekretariat

Andrea Bauer

Öffnungszeiten:
Dienstag, Mittwoch, Donnerstag 7.30-14.30 Uhr