Keilschrifttafeln, Tonnägel, Ziegelstempel und andere Objekte

Seminar für Altorientalistik

vertreten durch Herrn Prof. Krebernik und seine Mitarbeiter
Keilschrifttafeln, Tonnägel, Ziegelstempel und andere Objekte
Foto: Sara Köhler

Die Altorientalistik war bis 2015 dem Institut für Sprachen und Kulturen des Vorderen Orients untergeordnet. Durch die Vereinigung des alten Institutes mit der Indogermanistik und der Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie wurde die Altorientalistik, wie auch das Seminar für Orientalistik in das Institut für Orientalistik, Indogermanistik, Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie eingegliedert. 

Am Seminar vertreten Herr Prof. Krebernik und seine Mitarbeiter das Studienfach Altorientalistik. Näheres dazu erfahren Sie hier.

Die Forschung der Altorientalistik in Jena konzentriert sich – neben anderem – vor allem auf das 3./2. Jt. v. Chr.,  sowie auf Schrift-, Sprach- und Religionsgeschichte (Prof. Krebernik).

Forschungsprojekte

Auf einer Pressekonferenz zur "Langen Nacht der Wissenschaften", die am 29.11.2013 in Jena stattfinden wird, zeigt Dr. Kai Lämmerhirt vom Institut für Sprachen und Kulturen des Vorderen Orients der Universität Jena am 25.10.2013 eine fast viertausend Jahre alte Keilschrifttafel. Rund 1.000 Uni-Angehörige haben für dieses Ereignis knapp 120 spannende Experimente, Vorträge, Präsentationen und Führungen für die ganze Familie vorbereitet.
Etymological Dictionary of Akkadian(EDA)
(seit 2013)
CC0
Die altmesopotamischen Götterlisten
(seit 2018)

Fachgeschichte

Die Altorientalistik – traditionell "Assyriologie" genannt – kann in Jena auf eine alte Tradition zurückblicken. Eberhard Schrader (1836 – 1908), der die Disziplin in Deutschland einführte, war hier von 1873 bis 1875 Professor für Altes Testament. Im Gasthof „Zur Sonne“ überzeugte er 1873 den gerade aus Leipzig eingetroffenen Friedrich Delitzsch (1850 – 1922), der hier seine indologischen Studien weiterverfolgen wollte, sich von ihm in die Assyriologie einführen zu lassen. Delitzsch bekleidete in der Folge die erste Professur für Assyriologie in Deutschland (1877 außerordentlicher, 1885 ordentlicher Professor in Leipzig, 1893 Breslau, 1899 Nachfolger Schraders in Berlin). 1909 bis 1909 hatte Delitzschs Schüler Arthur Ungnad (1879 – 1947) in Jena eine außerordentliche Professur für orientalische Sprachen inne.

1925 hinterließ der aus Sachsen-Anhalt stammende Gelehrte Hermann Vollrat(h) Hilprecht seine orientalische Sammlung, die hauptsächlich Keilschifttexte umfasste, der Universität Jena. Sie sollte seinem letzten Willen gemäß "Frau Professor Hilprecht Collection of Babylonian Antiquities" heißen, wird aber meist abgekürzt "Hilprecht-Sammlung" genannt.

1993 wurde der letzte Kustos der Sammlung, J. Oelsner, auf den neu eingerichteten Lehrstuhl für Altorientalistik berufen. 1996 wurde dieser Bestandteil des neu gegründeten "Instituts für Sprachen und Kulturen des Alten Orients" (ISKVO), das die Fächer Altorientalistik, Semitistik und Islamwissenschaft umfasste.

Ende 2015 ging das ISKVO im "Institut für Indogermanistik, Orientalistik, Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie" auf. Die Altorientalistik hat seither innerhalb des Instituts den Status eines "Seminars".

Literatur:

  • J. Oelsner, Zur Geschichte der "Frau Professor Hilprecht-Sammlung Vorderasiatischer Altertümer im Eigentum der Friedrich-Schiller-Universität Jena", in: E. Kluwe; J. Sliwa (Hgg.), Zur Geschichte der Klassischen Archäologie Jena - Kraków (Wiss. Beiträge der Friedrich-Schiller-Universität Jena 1985) 46-53.
  • Ders., Altorientalistik in Jena. Teil 1: MDOG 139 (2007) 71-81; Teil 2: MDOG 140 (2008) 75-88; Teil 3(Schluss): MDOG 141 (2010) 11-20.

Sekretariat

Birgit Tauch
Raum D 303
Zwätzengasse 4
07737 Jena
Telefon
+49 3641 9-44870
Fax
+49 3641 9-44872
Öffnungszeiten:
Dienstag: 8:30 bis 14:00 Uhr
Mittwoch: 13:00 bis 16:00 Uhr
Freitag: 8:30 bis 14:00 Uhr
Diese Seite teilen
Die Uni Jena in den sozialen Medien:
Ausgezeichnet studieren:
  • Logo der Initiative "Total E-Quality"
  • Logo des Best Practice-Club "Familie in der Hochschule"
  • Logo des Projekts "Partnerhochschule des Spitzensports"
  • Qualitätssiegel der Stiftung Akkreditierungsrat - System akkreditiert
Zurück zum Seitenanfang