Phillip Lewis

Tutor WS 2026 - 2027

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  • Plutarchs Konzeption des ‚Reformers‘ im Vitenquartett

    Studiengang bis September/Oktober 2026:    Geschichte/Philosophie (B.A.)
    Studiengang ab Oktober 2026:                         Geschichte der Antike (M.A.)
    Betreuer:                                                               Prof. Dr. Timo Stickler / apl. Prof. Dr. Udo Hartmann

    Plutarchs Konzeption des ‚Reformers‘ im Vitenquartett

    Plutarch von Chaironeia (ca. 45-125 n. Chr.) porträtiert sowohl die spartanischen Reformkönige
    Agis IV. und Kleomenes III. als auch die Gracchen in seinem ‚Vitenquartett.‘ Alle Protagonisten
    der vier Viten werden für gewöhnlich als ‚Reformer‘ aufgefasst. Jedoch handelt es sich bei
    diesem Begriff um eine Projektion des modernen Forschungsdiskurses. Plutarch verwendet
    nämlich keine Begriffe, welche die vier Akteure im modernen Sinne als ‚Reformer‘
    charakterisieren – vielmehr bringt Plutarchs Darstellung ihr Bemühen um die
    Wiederherstellung einer vermeintlich ursprünglichen staatlichen Ordnung in einer Zeit der
    Krise zum Ausdruck.
    Eine Studie, die sich kritisch dem Aspekt des ‚Reformers‘ in Plutarchs Vitenquartett widmet,
    fehlt also bisher – diese Lücke soll durch das vorliegende Forschungsprojekt geschlossen
    werden. Es stellt sich die Frage, wie Plutarch im Vitenquartett auf Reformer und politische
    Wandlungen blickt, also unter welchen Bedingungen diese für ihn gelingen, warum sie
    scheitern und wie er das Handeln der Akteure bewertet.