Jessica Kahl, M.A.

Wissenschaftliche Mitarbeiterin 

Kontakt

Jessica Kahl
Jessica Kahl
Foto: Anne Günther (Universität Jena)

Telefon: +49 3641 9-44813

Fax: +49 3641 9-44802 (über Sekretariat)

Zimmer: 3.02

E-Mail: jessica.kahl@uni-jena.de

Sprechstunde: Nach Vereinbarung per E-Mail.

Informationen zur Abgabe von Hausarbeiten

  • Vita

    2. Februar 1990

    geboren in Berlin

    Juni 2009

    Abitur am Hedwig-Bollhagen Gymnasium Velten

    2010-2017

    Studium der Alten Geschichte und Altorientalistik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena

    Juli 2013

    Aufnahme in die Studienstiftung des deutschen Volkes

    2014-2016

    Tutorin am Lehrstuhl für Alte Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena

    seit April 2017

    wissenschaftliche Mitarbeiterin und Promotionsstudentin am Lehrstuhl für Alte Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena

  • Publikationen

    Aufsätze

    als Jessica Kaufmann

    • 50 + 58 = 1.48! Mathematik in Mesopotamien, in: Stein, Peter (Hrsg.), Hilprecht-Sammlung Vorderasiatischer Altertümer. Frau Professor Hilprecht Collection of Babylonian Antiquities, Jena 2017, 96-99.
    • Bauinschriften aus der Ur III-Zeit, in: Stein, Peter (Hrsg.), Hilprecht-Sammlung Vorderasiatischer Altertümer. Frau Professor Hilprecht Collection of Babylonian Antiquities, Jena 2017, 78-81.

    Rezensionen

    • RezensionExterner Link zu Foster, Margaret, The Seer and the City. Religion, Politics, and Colonial Ideology in Ancient Greece, Oakland 2017, in: H-Soz-Kult, 25.11.2019.

Projekte

  • Überregionale Heiligtümer als Knotenpunkte aristokratischer Aktivität in der archaischen Zeit

    Während der archaischen Zeit kann im gesamten griechischen Kernland der monumentale Ausbau und die Erweiterung vieler Heiligtümer bzw. sogar die Entstehung neuer Heiligtümer beobachtet werden. Wer für diesen Ausbau verantwortlich ist, wurde bisher nicht umfassend erforscht. Vor dem Hintergrund aktueller Überlegungen (u. a. Jan B. Meister, ‚Adel‘ und gesellschaftliche Differenzierung im archaischen und frühklassischen Griechenland, Stuttgart 2020) zur archaischen Gesellschaft scheint es angebracht, dieser Frage auf den Grund zu gehen.

    Dabei wird im Kleinen begonnen: Korinth und das nahegelegene, überregional bedeutsame Heiligtum in Isthmia dienen als Fallbeispiel. Schon die räumliche Nähe der beiden Orte macht klar, dass es einen engen Kontakt zwischen ihnen gegeben haben muss. Dass der Ausbau Isthmias aus Korinth gesteuert wurde, gilt in der Forschung als sicher. Wer genau sich hier aber aus welchen Gründen und mit welchem Einsatz bemühte, wurde bisher nicht eingehender untersucht und muss genauer hinterfragt werden. Damit verbunden ist auch ein Blick auf die Geschichte Korinths in der Archaik mit besonderem Augenmerk auf die Bakchiaden und die Kypseliden als besonders gut erforschte Repräsentanten der korinthischen Elite.

    Zur besseren Einordnung des Befundes wird auch die nähere Umgebung – also die gesamte Korinthia – in die Studie einbezogen. Die Ebene zwischen Korinthischem Golf, Geraneiagebirge, Saronischem Golf, Oneion- und Arachnaiongebirge und den nordöstlichen Ausläufern des Kyllene- bzw. Oligyrtosgebirges, welche die Grenze zur restlichen Peloponnes darstellen, bildet aufgrund der naturräumlichen Grenzen ein ideales Untersuchungsgebiet. Auf Korinth, Isthmia und einige kleinere Siedlungen in diesem Gebiet liegt dabei der Schwerpunkt der Studie. Die Nachbarn Korinths, wie z. B. Sikyon, Megara und Epidauros, müssen aber immer wieder berücksichtigt werden, um die Beziehungen der Poleis untereinander nachvollziehen zu können und dadurch die gesamte Region besser zu verstehen.

    Im Kern ist die Arbeit somit ein Beitrag zur Geschichte Korinths in der Archaik. Anschließend wird geprüft werden müssen, inwiefern sich die Ergebnisse dieser Fallstudie auf andere archaische Poleis übertragen lassen, wodurch neue Impulse für die Erforschung der archaischen Gesellschaft insgesamt entstehen können.