Das Grabmal Carl Wilhelm Goettlings

LNDW 2022: Antikenrezeption auf dem Johannisfriedhof und dem Nordfriedhof – Taschenlampenführung!

Begleiten Sie uns auf einem nächtlichen Rundgang über den Johannis- und den Nordfriedhof und erleben Sie die Umbrüche und das Nachwirken klassizistischer Bestattungskultur über das gesamte letzte Jahrhundert und darüber hinaus.
Das Grabmal Carl Wilhelm Goettlings
Foto: D. Graen
Diese Veranstaltung ist beendet.
Veranstaltung beendet
Beginn
Ende
Veranstaltungsarten
Führung
Lange Nacht
Orte
Moderatoren
Manuela Tiersch
Marcolf Baliga
Veranstaltungssprache
Deutsch
Barrierefreier Zugang
ja, Veranstaltung im Freien
Öffentlich
ja
Grabmal der Familie Hase Grabmal der Familie Hase Foto: D. Graen

Einige Grabmale auf den Jenaer Friedhöfen zeigen Spuren antiken bzw. antikisierenden Geistes- und Bildgutes. Maßgeblich verantwortlich ist hierfür der Ende des 18. Jahrhunderts in Europa vollzogene geistige Wandel, der durch die Rückbesinnung auf antike Ideale viele Aspekte des menschlichen Lebens neu prägte. Statt der ausschweifenden barocken Formensprache zeichneten sich die Grabmale nun durch einen auf antike Vorbilder zurückgreifenden Stil aus, der Ausdruck für die fortschrittliche und humanistische Geisteshaltung der Verstorbenen sein sollte. Mit der Einführung der Friedhofsreformen am Ende des 19. Jahrhunderts wandelt sich das Bild der Bestattungskultur von der Rezeption antiker Motive hin zum standardisierten Grab des 20. Jahrhunderts.

  • Treffpunkt: 21:30 Uhr, Eingang Johannisfriedhof
  • Taschenlampen nicht vergessen!