Luftaufnahme vom Veitsberg 2012

Pfalz Salz

Forschungen zur Königspfalz
Luftaufnahme vom Veitsberg 2012
Foto: Seminar für Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie

Königspfalz Salz

www.pfalz-salz.de

Die Vorarbeiten

Seit 2009 finden im Neustädter Becken (Unterfranken, Rhön-Grabfeld) Untersuchungen der Friedrich-Schiller-Universität Jena statt, deren Ergebnisse bislang in drei Promotionen und einer Bachelorarbeit bis Mitte 2018 aufgearbeitet wurden (vgl. die Projektbeschreibungen "Reiterkrieger - Burgenbauer", "Binnenhäfen - Karlburg" und "Veitsberg"). Nach Abschluss dieser ersten Projektphase wird neben weiterführenden Forschungen nun an einer musealen Präsentation der Ergebnisse in Bad Neustadt gearbeitet (vgl. https://www.pfalz-salz.de/). Unterstützt und gefördert wird das Projekt wie schon zuvor durch die Stadt Bad Neustadt a.d. Saale und die Gemeinden Salz und Hohenroth.

 

Kartierung frühmittelalterlicher Besitzverhältnisse im Bereich der Pfalz Salz Kartierung frühmittelalterlicher Besitzverhältnisse im Bereich der Pfalz Salz Grafik: P. Wolters

Das Forschungsgebiet

Wo sich heute die Stadt Bad Neustadt sowie die Gemeinden Salz, Niederlauer und Hohenroth befinden, lag zwischen dem Ende des 8. Jahrhunderts und dem Jahr 1000 das Kerngebiet der Pfalz Salz. In der Zusammenschau der bislang bekannten archäologischen Fundplätze und der Schriftquellen des 8. - 11. Jahrhunderts lässt sich der aus dem fiscus Salz entstehende Pfalzkomplex als vielteiliges, ortsübergreifendes Gesamtgefüge rekonstruieren. Nachweisbar sind spätestens im 9. Jahrhundert mehrere Haupt- und Nebenhöfe (Salz und Heustreu/villa Houstrowe), eine Talsiedlung (villa Salza/Mühlstatt) sowie mindestens eine Kirche (sicher belegt für uilla branda basilicam In honore Sti. Martin/Brend). Möglicherweise existierte jedoch noch eine weitere, bislang nicht lokalisierte Pfalzkirche innerhalb dieses Gebietes. Des Weiteren finden sich der ausgedehnte Königsforst (silvas innumerabilis/Salzforst) und eine Befestigung, bei der es sich nicht nur um das fortifikatorische, sondern vermutlich auch um das repräsentative Zentrum des Pfalzgebietes handelt (castellum Saltce/Veitsberg).

Insgesamt dürfte das Königsgut jedoch ein wesentlich größeres Gebiet umfasst haben. Die schriftliche Überlieferung des Frühmittelalters zeigt eine auffällige Lücke, was die Orte im Bereich des späteren Amtes Neustadt betrifft. Die Kartierung der Pertinenzen Fuldas und Würzburg, frühmittelalterlicher Besitzverschiebungen im Bereich des Amtes Kissingen und des fiscus Mellrichstadt sowie der Wildbannbeschreibungen von Fulda (1059) und Mellrichstadt (1031) zeigen gleichsam im Negativ die mögliche Ausdehnung des gesamten königlichen Besitzes.

Frühmittelalterliche Siedlungstopographie und Fundplätze im Neustädter Becken (Digitales Geländemodell (1m-Raster) Frühmittelalterliche Siedlungstopographie und Fundplätze im Neustädter Becken (Digitales Geländemodell (1m-Raster) Grafik: © Bayerische Vermessungsverwaltung 2009; Kartographie nach L. Werther, ergänzt P. Wolters

Das Projekt

Mithilfe archäologisch-historischer, geoarchäologischer, sedimentologischer und geophysikalischer Methoden sollen weitere Einblicke in die (Kultur-)Landschaftsentwicklung gewonnen werden. In bislang weitgehend unerforschten Bereichen des Pfalzgebietes sind Prospektionsarbeiten wie Begehungen, Bohrungen und auch geophysikalische Messungen geplant. Die historischen Quellen leisten ebenfalls einen wesentlichen Beitrag, die ehemaligen Besitzgrenzen des Königsgutes herauszuarbeiten und in der Zusammenschau mit den (geo-)archäologischen Kenntnissen Aufschlüsse zu zentralen und peripheren Siedlungselementen und deren Nutzung zu liefern.

Daneben werden die bereits bekannten Siedlungselemente im Rahmen spezieller Fragestellungen weiter untersucht, um die bestehenden Erkenntnisse zu verfeinern und Wissenslücken zu schließen. Ergänzend sollen die bisherigen Auswertungen der Forschungen vollständig publiziert und die jeweils aktuellen Untersuchungsergebnisse möglichst zeitnah in Sonderausstellungen des in Bad Neustadt geplanten Museums münden.

Ausgrabungskampagne 2021 Inhalt einblenden
Nach 8 Jahren Pause konnten zwei neue Flächen (hellrot) ins Auge gefasst werden Nach 8 Jahren Pause konnten zwei neue Flächen (hellrot) ins Auge gefasst werden Foto: Seminar für Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie

Kampagne 2021

Nach acht Jahren Pause, kam es in diesem Jahr, vom 19. Juli bis zum 27. August, zu einer Fortsetzung der archäologischen Untersuchungen auf dem Veitsberg. Die Grabungen fanden wie schon in den Jahren zuvor im Rahmen einer Lehrgrabung mit Studierenden der Universität Jena und mit logistischer Unterstützung der Universität Bamberg, Lehrstuhl für Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit, und in mit dem Kooperation Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege, der Stadt Bad Neustadt sowie den Gemeinden Hohenroth und Salz statt.

Zwischen 1983 und 1985, dann wieder 2006 und jüngst von 2010-2013 wurden hier Grabungen durchgeführt. Im Fokus der Forschungen standen bislang Fragen zur Gesamtform und -größe der Anlage. Insgesamt hat die Kernanlage einen annähernd rechteckigen Grundriss, der von einer etwa zwei Meter breiten Mörtelmauer mit Seitenlängen bis zu 130 m mit begleitendem Graben umspannt wird. In der westlichen Ecke konnte ein Rundbau mit über 15 m Durchmesser ergraben werden und es wird vermutet, dass auch in den anderen Ecken Turmartige Einbauten standen. Im Norden und im Westen wird die Anlage von einer halbrunden Vorburg umschlossen. Von der Innenbebauung war bislang kaum etwas bekannt.

Daher war die Spannung vor dieser Grabungskampagne umso größer, da nun genau im Zentrum, im Bereich der in Luftbild und Geomagnetikplan deutlich erkennbaren Rotunde, gegraben werden sollte. Eine zweite Fläche wurde im Bereich der ebenfalls im Luftbild und im Magnetikplan erkennbaren dunklen Verfärbung geöffnet, die eine Kellergrube erwarten ließ.

In der Fläche im Zentrum zeigten sich sämtliche aus dem Luftbild, der Altgrabung von 1983 und dem Magnetikplan bekannten Befunde: Reste des steinernen Rundbaus im Zentrum, ein Palisadengraben und der große, kreisförmige Graben. Seit 1983 war dieser Befund stets stark diskutiert worden. Einige Wissenschaftler waren der Meinung, es müsste sich bei dem Rundbau um die überlieferte Veitskapelle handeln, andere vermuteten trotz fehlender Datierungshinweise eine hochmittelalterliche Turmhügelburg. Nach der Grabung und beim momentanen Arbeitsstand ist die zweite These zutreffend. Der ergrabene Befund mit zentralem Gebäude, Palisade und Graben ist eine geradezu idealtypische hochmittelalterliche Turmhügelburg. Allerdings deutet viel darauf hin, dass der runde Steinbau im Zentrum bereits Teil der frühmittelalterlichen Anlage war und Palisade und Graben eine spätere Ergänzung darstellen – möglicherweise nach der Schenkung des castellum Saltce (das wahrscheinlich mit dem Veitsberg gleichzusetzen ist) im Jahr 1000 an das Bistum Würzburg. Unter Umständen stellt diese Turmhügelburg dann eine Interimslösung dar, die bis zur Errichtung der Salzburg im 12. Jahrhundert als Wehreinrichtung des Bistums in der Region diente.

Dass es sich bei diesem Befund nicht um einen Sakralbau handelt, ist nicht nur wegen der Befestigung mit Palisade und Graben auszuschließen, sondern vor allem, weil sich die erwartete Kellergrube in der zweiten Fläche unerwarteter Weise zu einem Kirchenbau entwickelte. Nachdem sich Mitte August in einem der abgetieften Quadranten eine rechtwinklig abbiegende Struktur zeigte, in der übrigen Fläche jedoch weder Anfang noch Ende des Befundes erkennbar waren, wurde drei Tage später nochmal der Bagger geholt, um diesem Rätsel auf die Spur zu kommen. Nach einem knappen Tag Baggerarbeiten zeigte sich bereits recht deutlich ein aufsehenerregender Befund: an einem ca. fünf Meter breiten und 6 m langen Rechteckbau schließen kleeblattförmig drei halbrunde Strukturen an. Der Rechteckbau scheint in die Umfassungsmauer einzubinden. Genau an dieser Stelle sind tatsächlich auch noch mindesten sieben Lagen Originalmauerwerk erhalten.

Ein derartiger Grundriss ist sehr ungewöhnlich und kann momentan am ehesten mit einer sogenannten Drei-Konchen-Kirche in Verbindung gebracht werden. Sollte sich diese Interpretation bestätigen, so wäre das eine kleine Sensation. Eine solche Drei-Konchen-Kirche konnte auch in der Kaiserpfalz Ingelheim als ältester Sakralbau ergraben werden und ist heute noch, sogar mit ähnlichen Ausmaßen wie der Befund auf dem Veitsberg, in Müstair zu bewundern, die Heiligkreuzkapelle. Dieser Grundriss ist ursprünglich eine antike Bauform, die vor allem im byzantinischen Kirchenbau tradiert wurde, aber gerade in der Karolingerzeit auch wieder im fränkischen Reich zur Anwendung kam.

Gleichzeitig scheint es nach einer ersten Sichtung der Funde möglich zu sein, dass es sich um die lange gesuchte, im Jahr 1284 schriftlich überlieferte Veitskapelle handelt. Die capella in monte sancti Viti apud Novam civitatem ist in der Überlieferung Ursache einer Auseinandersetzung zwischen dem Zisterzienserkloster Bildhausen und dem Stift St. Peter und Alexander zu Aschaffenburg. Der Würzburger Bischof Berthold II. musste in diesem Jahr seine Schenkung der Kapelle an Bildhausen wiederrufen, da Aschaffenburg den Nachweis führen konnte, dass diese ab ilIis temporibus quorum non extat memoria, also „seit unvordenklichen Zeiten“ zur Mutterkirche Brend gehöre. Und die war ja im Jahr 974 als Teilschenkung im Zuge der Auflösung der Pfalz von Otto II. an Aschaffenburg übertragen worden.

Im Fundmaterial des untersten Grabungshorizontes im Sakralbau liegt neben der üblichen frühmittelalterlichen Keramik auch Keramik des 12. und 13. Jahrhunderts vor. Bislang fand sich auf dem Veitsberg fast ausschließlich Fundmaterial des Frühmittelalters, das ein Ende der Anlage um 1000 wahrscheinlich machte. Die hoch- bis spätmittelalterliche Keramik, die sich nun in der Verfüllung des Kirchenbaus fand zeigt, dass zumindest dieser Teil der Anlage über das Frühmittelalter hinaus genutzt wurde. Ende des 15. Jahrhunderts berichten die Schriftquellen, dass eine baufällige Kapelle auf dem Veitsberg bei Neustadt besteht – eindeutig spätmittelalterliche Funde fehlen bislang jedoch.

Mühlstattgrabung 2019 Inhalt einblenden
Ferienspaß während der Mühlstattgrabung 2019 Ferienspaß während der Mühlstattgrabung 2019 Foto: Seminar für Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie

Mühlstattgrabung 2019

Am 5. August eröffneten Petra Wolters und Lukas Werther mit 6 Studierenden der Universitäten Jena und Tübingen die diesjährige Grabungskampagne. Nachdem die nach den Luftbildern geplante Untersuchungsfläche im Gelände abgesteckt war, befreite ein Bagger der Bauhofgemeinschaft Brend-Saale die Fläche vom Oberboden.

Exakt wie im Luftbild erkennbar, zeigten sich nach dem Planumsputz die Umrisse dreier Grubenhäuser als graubraune Flecken. Das östliche, in der Mitte der Grabungsfläche gelegene, konnte dann im Laufe der vierwöchigen Grabung genauer untersucht werden. Hierfür unterteilten die Ausgräber das Areal in vier Quadranten, von denen zwei schräg gegenüberliegende in Schichten abgetieft wurden, um so ein durchgehendes Profil zu erhalten.

Neben der Erkenntnis, dass die in den Luftbildern erkennbaren Strukturen tatsächlich sehr exakt die Befundlage im Untergrund abbilden, waren auch die zahlreichen Pfostengruben, die auf eine ebenerdige Bebauung hinweisen, bis dato unbekannt. Zudem stellte sich heraus, dass die Erhaltung der Befunde trotz aktiver landwirtschaftlicher Nutzung, immer noch sehr gut ist.

In der letzten Grabungswoche wurde die Sohle des Grubenhauses in fast einem Meter Tiefe erreicht. Neben zahlreichem anderem Fundmaterial, wurde hier auch eine kleine Emailscheibenfibel des 8./9. Jahrhunderts entdeckt. Am Donnerstag, dem 29.08.2019 konnte die Grabungsdokumentation abgeschlossen, die letzten Bodenproben entnommen und das Werkzeug für den Abtransport zusammengepackt werden.

Die zwei übrigen Quadranten sowie die bislang nicht ausgegrabenen Grubenhäuser wurden mit einer schützenden Schicht Stroh abgedeckt, die gleichzeitig bei potentiellen künftigen Untersuchungen das Wiederauffinden erleichtert. Am Freitag, dem 30. August holten die Bauhöfe Salz/Hohenroth und Bad Neustadt das Grabungsmaterial und die Container wieder ab, die Grabungsfläche wurde wieder mit dem Bagger verfüllt und nun sieht alles wieder aus, als wäre nie etwas gewesen.

Wie schon bei den Grabungen auf dem Veitsberg standen die Gemeinden Salz und Hohenroth und die Stadt Bad Neustadt den Ausgräbern mit Rat und Tat zur Seite. Öffentliche Grabungsführungen am 15. August fanden wieder großen Anklang und lockten über 100 Besucher auf die Fläche. Weitere Informationen auf www.pfalz-salz.de abgerufen werden.

Limnogeologische Untersuchungen Inhalt einblenden
Untersuchungen im Hohenrother See. Ziehen von Bohrkernen durch Geographen der Universitäten Jena und Greifswald Untersuchungen im Hohenrother See. Ziehen von Bohrkernen durch Geographen der Universitäten Jena und Greifswald Foto: Seminar für Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie

Limnogeologische Untersuchungen

Um die Ausgrabungen im Pfalzgebiet Salz in einen größeren umweltgeschichtlichen Kontext zu setzen, wurden in enger Zusammenarbeit des Seminars für Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena mit den Lehrstühlen für Physische Geographie der Universitäten Jena und Greifswald diverse Sedimentkerne im Hohenrother See gewonnen. Ziel dieser Untersuchungen an den zum Teil fünf Meter mächtigen Sedimentablagerungen ist es, unter zu Hilfenahme verschiedener Laboranalysen (z. B. Pollenanalysen) das Aussehen, den Zustand und die Veränderung der umgebenden Landschaft in der Vergangenheit zu rekonstruieren. Weiterhin sollen DNS-Analysen zeigen, ob und wenn ja wann der Hohenrother See zur Fischzucht zur Versorgung der Königspfalz Salz genutzt wurde.

Erste vorläufige Ergebnisse dieser Untersuchungen deuten darauf hin, dass am heutigen Hohenrother See bereits vor mehreren tausend Jahren ein Moor existierte. Vor etwa 2000 Jahren entstand der See möglicherweise durch Abtorfung durch den Menschen. Zukünftige Analysen werden den anthropogenen Einfluss auf die Landschaft um den Hohenrother See zeigen (Anbau verschiedener Feldfrüchte) und welche Auswirkungen (Erosion und Eintrag) dies auf das Seesystem hatte.

Veitsberg

Forschungsprojekt Inhalt einblenden
Luftbild des Veitsberges, im Hintergrund Hohenroth Luftbild des Veitsberges, im Hintergrund Hohenroth Foto: Seminar für Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie

Forschungsprojekt "Veitsberg"

Der im Rahmen des Projektes untersuchte früh- und hochmittelalterliche Siedlungskomplex "Salz" an der Fränkischen Saale liegt im nördlichen Unterfranken im Landkreis Rhön-Grabfeld. Durch seine verkehrsgeographische Lage, fruchtbare Böden und weitere Standortfaktoren wie solehaltige Quellen kommt der Region bereits in merowingischer Zeit eine wichtige Bedeutung zu. Ein reich ausgestattetes Gräberfeld mit deutlichen Bezügen nach Westen wirft ein Licht auf die fränkische Erschließung des Raumes im 6. Jahrhundert. Im 8. Jahrhundert wird in der historischen Überlieferung mit der villa und der basilica Sti. martini in Brend sowie der Einrichtung des fiscus (Königsgutbezirk) und darauf aufbauend des palatium (Pfalz) Salz ein großer königlicher Güterkomplex fassbar. Über ein Dutzend Herrscheraufenthalte in karolingischer und ottonischer Zeit zeigen die Bedeutung dieser bislang nicht lokalisierten Pfalz und werfen gleichzeitig ein Licht auf ihr Siedlungsumfeld und wirtschaftliches Hinterland. Durch eine diachrone und interdisziplinäre Analyse des Raumes mit seinen verschiedenen Siedlungselementen  sollen die Entwicklung und die vielfältigen Transformationsprozesse von der Merowingerzeit bis in das Hochmittelalter beleuchtet werden. 

Der Veitsberg: Forschungsstand und Fragestellungen

Im Mittelpunkt der Untersuchung des Siedlungskomplexes Salz steht die Befestigung auf dem Veitsberg. Die Anlage  befindet sich auf einem Sporn der nordwestlichen Randhöhe des Saaletales über dem heutigen Ort Salz. Der Fundplatz ist zwar schon seit dem frühen 20. Jahrhundert bekannt, wurde aber erst in den 1980er Jahren durch Luftbilder und nachfolgende Grabungen in seiner Bedeutung erkannt. Archäologische Untersuchungen im Innenraum der Befestigung in den Jahren 1983-1985 durch das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege unter Leitung von L. Wamser erbrachten eine mehrphasige Anlage des 8./9. bis 10. Jahrhunderts. Innerhalb einer massiven Trockenmauer, die im 10. Jahrhundert durch einen geschütteten Wall mit mächtigem vorgelagertem Graben überbaut wurde befanden sich Pfostenbauten, mehrteilige Rechteckbauten in kombinierter Pfosten-Schwellbalken-Bauweise sowie große Ofenanlagen. Neben Buntmetallverarbeitung sind auch weitere handwerkliche Tätigkeiten, darunter möglicherweise Salzsiederei, nachgewiesen. Im Zentrum der Befestigung befindet sich ein Rundbau, der aller Wahrscheinlichkeit nach zu einer hochmittelalterlichen Nachnutzung in Form eines Turmhügels gehört. Weitere Luftbildaufnahmen durch Befliegungen nach 1985 brachten zusätzliche Details zu Tage und zeigen neben zahlreichen Grubenhäusern im Innenraum auch eine bis dato unbekannt, der Hauptburg vorgelagerte Abschnittsbefestigung in Form eines Grabens. Dieser Außengraben wurde 2006 durch die Archäologische Arbeitsgruppe Rhön-Grabfeld unter Leitung von L. Bauer sondiert und erwies sich ebenfalls als frühmittelalterlich.
Auf dieser Grundlage stellten sich zahlreiche Fragen an den Fundplatz, denen im Zuge des Projektes nachgegangen werden soll:

Wie sind die einzelnen Elemente der Anlage und die verschiedenen Ausbauphasen genau zeitlich und funktional einzuordnen? Wann setzt die früheste Nutzung ein und wann ist das Nutzungsende festzumachen? Welche Strukturen lassen sich innerhalb von Vor- und Hauptburg über die bekannten Bauten hinaus nachweisen? Lassen sich neue Erkenntnisse zur wirtschaftlichen Bedeutung gewinnen? Welche Entwicklung nimmt der Gesamtkomplex und welche Erkenntnisse lassen sich daraus für die Frage nach der nicht lokalisierten Pfalz Salz gewinnen? Nicht zuletzt und besonders drängend stellt sich außerdem die Frage nach dem  Erhaltungszustand der einzelnen Bereiche des Bodendenkmals, das aktuell unter dem Pflug steht, und nach einem entsprechenden Schutzkonzept.

Das Umfeld: Forschungsstand und Fragestellungen

Ein großes Defizit der frühmittelalterlichen Burgenforschung stellt häufig die Einbindung der Anlagen in ihr Umfeld dar. Um die verbreitete burgenzentrierte Perspektive zu erweitern, wird im Rahmen des Projektes auch das Hinterland der Anlage intensiv untersucht. Zu Projektbeginn stand als Ausgangsbasis bereits eine gute archäologische Quellenbasis durch verschiedene Ausgrabungen mit frühmittelalterlichen Befunden (Siedlungen, Kirchen, Gräberfelder/Friedhöfe, weitere Burgen) sowie intensive Feldbegehungen durch Ehrenamtliche zur Verfügung. Auch der historische Forschungsstand ist insbesondere durch zahlreiche Studien von H. Wagner überdurchschnittlich gut.

Grabungskampagne 2013 Inhalt einblenden
Umfassungsmauer und Wegpflaster in der Südecke der Anlage auf dem Veitsberg Umfassungsmauer und Wegpflaster in der Südecke der Anlage auf dem Veitsberg Foto: Seminar für Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie

Kampagne 2013

Auch 2013 fand noch einmal eine dreimonatige Grabungskampagne statt, bei der sechs weitere Flächen (Schnitte 8-13) geöffnet wurden. Erstmals wurde nun auch auf der Ostflanke der Anlage gegraben. In Absprache mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege, wurde in weiten Teilen eine besonders befundschonende Grabungstechnik angewandt: Außer in der Erweiterung von Schnitt 3, östlich des Rundturmes, wurden alle anderen Schnitte als reine Oberbodenabträge und Planumsaufnahmen durchgeführt. Die jeweilige Befundinterpretation wurde dann durch Bohrsondagen untermauert. Aus den gleichen Gründen wurde auch der Vorburggraben nur im Verlauf des bereits 2006 geöffneten Schnittes ergraben, da die Altdokumentation deutlich zeigte, dass die Grabensohle nicht erreicht worden war.

Die Grabungskampagne erbrachte wesentliche Ergebnisse zum Aufbau und zur Abfolge der Befestigungen auf dem Veitsberg. Durch die Schnitte auf der Nordostseite ist die Umfassungsmauer nun wirklich auf allen vier Seiten archäologisch belegt und der kastellartige Grundriss hat sich bestätigt. Der bislang nur aus dem Luftbild bekannte "innere" Graben, konnte in Schnitt 12 nachgewiesen werden und vor allem in der Erweiterung von Schnitt 3. An dieser Stelle wird auch die stratigraphische Abfolge von Mauer und Graben mehr als deutlich.

Die Schnitte 9, 11 und 12 erbrachten nicht nur den wichtigen Nachweis für die  Umfassungsmauer an dieser Stelle, sondern lieferten auch völlig neue Erkenntnisse, hinsichtlich des großen Hauptburggrabens. Im Luftbild ist auch auf der Ostflanke deutlich ein Graben erkennbar, dessen Verfüllung in den beiden aufgedeckten Flächen erkennbar war. Der Grabenverlauf nimmt dabei deutlich Bezug auf die ergrabenen Mauerreste. Wie schon auf der West- und Nordseite der Anlage, liegt auch hier der Abstand zwischen Umfassungsmauer und Graben bei ca. 7,5 Metern. Mauer und Graben scheinen also einer Bauphase anzugehören. Noch unklar ist hingegen die Zugehörigkeit des Vorburggrabens, der sich als gut 2,5 Meter tiefer Spitzgraben herausstellte.

Auch die Südecke der Anlage wurde in diesem Jahr großflächiger untersucht, leider nicht mit dem Ergebnis eines weiteren Turmes. Lediglich große Mengen Steine deuten eine massive Steinbebauung an. Dafür zeigte sich allerdings die Umfassungsmauer um die Ecke ziehend in situ. Kurz nachdem die Mauer in Richtung Nordosten abbiegt, wird sie durch ein jüngeres Pflaster gestört.

Zu guter Letzt konnte die kreisrunde Form des Baukörpers in der Nordwestecke endgültig bestätigt werden: Auch wenn die Mauern größtenteils nur noch als Ausbruchgruben erkennbar waren, so wurde die insgesamt runde Form mit Rechteckfundament im Osten doch mehr als deutlich.

Nun müssen die Funde und Befunde detailliert ausgewertet werden, um die sich abzeichnenden drei Bauphasen genauer datieren zu können.

Grabungskampagne 2012 Inhalt einblenden
Umfassungsmauer und Rundbau in der Westecke der Anlage Umfassungsmauer und Rundbau in der Westecke der Anlage Foto: Seminar für Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie

Kampagne 2012

Im Zuge der dreimonatigen Grabungskampagne 2012 konnten einige Fragen bezüglich der Bauabfolge und der Gesamtform der Anlage geklärt werden. Die in den Luftbildern und dem LIDAR-Scan erkennbare rechteckige Gesamtform der Hauptburg konnte in diesem Jahr zumindest für die südwestliche Ecke archäologisch nachgewiesen werden (Abb. 1): auf über 20 m Länge zeigte sich auch hier die 2 Meter breite Umfassungsmauer die, wenn auch bislang nur knapp erfasst, wiederum nach Nordosten abbiegt und so eine weitere Ecke der mauerbewehrten Anlage markiert.

Auch in der seit 2010 untersuchten Nordwestecke der Hauptburg wurden weitere Erkenntnisse gewonnen: die bauliche Ausführung des Rundturmes schien bis dato sehr ungewöhnlich und rätselhaft. Im Südteil weist er einen äußerst aufwändigen Unterbau aus schräg gesetzten Steinen zwischen grob gesetzten Bruchsteinschalen auf, wohingegen im Ostteil eine sauber gesetzte Außenschale aus Quadern in ein mächtiges Kalkmörtelbett versetzt ist, das auf einem 2-lagigen, annähernd rechteckig auskragenden Fundament aufliegt. Dieser merkwürdige Mauerwerkswechsel von Trockenmauerwerk zu Mörtelmauertechnik lässt sich nun vermutlich durch einen älteren, unter dem östlichen Teil des Turmes verlaufenden Graben erklären, dessen Auffüllung wohl noch im Zuge der Bauarbeiten nachsackte und so zu einem Einsturz und teilweisem Neubau zumindest der Außenschale des Turmes in diesem Bereich führte. Die Stratigraphie der Bauhorizonte, die dieser lokalen Katastrophe vorausgehen, lässt zudem den Schluss einer gleichzeitigen Standzeit von Turm und Umfassungsmauer zu.

Im Schnitt durch den bislang nur topographisch erfassten Wallkörper zeigten sich vor allem im Ostprofil deutliche Schüttungen von umgelagertem anstehendem Material, das aus dem ebenfalls angeschnittenen Graben stammt. Sämtliche frühmittelalterliche Schichten liegen auf einem Lößhorizont, der mit urnenfelderzeitlicher Keramik durchsetzt ist.

Die Kleinfunde der Grabungskampagne sind nach wie vor in den Zeitraum vom 8. Jahrhundert bis um 1000 zu datieren. Nun, da erstmals auch im Innenbereich der Anlage gegraben wurde, hat sich das Fundspektrum mächtig erweitert: Neben der regionalen Keramik fand sich erstmals auch rheinländische Importkeramik; mehrere Messerklingen, verschiedenste Nägel, verzierte Knochenplättchen eines Dreilagenkammes aber auch ein Spielzeug in Form eines Schnurrknochens werfen Schlaglichter auf die Lebensumstände auf dem Veitsberg.

Grabungskampagne 2010-2011 Inhalt einblenden
Die ersten Flächen auf dem Veitsberg in der Westecke mit Umfassungsmauer und Rundturm. Im Hintergrund das Saaletal und das Dorf Salz. Die ersten Flächen auf dem Veitsberg in der Westecke mit Umfassungsmauer und Rundturm. Im Hintergrund das Saaletal und das Dorf Salz. Foto: Seminar für Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie

Kampagnen 2010-2011

Im Sommer 2010 wurde, nicht zuletzt um die stratigraphischen Defizite der Altgrabungen zu lösen sowie die Befunderhaltung des nach wie vor unter dem Pflug stehenden Geländedenkmals zu prüfen, eine vierwöchige Lehrgrabung der Universität Jena in der Nordwestecke der Anlage durchgeführt, die 2011 eine sechswöchige Fortsetzung fand.

Die Grabungen erbrachten Befunde, die der Interpretation als karolingerzeitliche Pfalzanlage weiter Vorschub leisten: In zwei rechtwinklig zueinander liegenden und so dem Wallverlauf folgenden Flächen mit insgesamt gut 100 m2 traten knapp unter der Oberfläche sehr gut erhaltene Baubefunde der frühmittelalterlichen Anlage zu Tage. Fast über die gesamte Länge beider Schnitte zieht sich das Fundament einer trockengesetzten zweischaligen Wehrmauer von etwa 2 m Breite, die die Hauptburg nach Nordwesten hin abriegelt. Wie die in der Magnetik und im Laserscan erkennbare Wall-Graben-Anlage biegt die ältere Wehrmauer zwischen Schnitt 1 und 2 etwa rechtwinklig ab. Innerhalb dieser Ecksituation konnte in Schnitt 1 ein mächtiger gerundeter Mauerzug mit einer Breite von bis zu 2,6 m aufgedeckt werden. Die Befundsituation in Ergänzung mit den Ergebnissen des Bodenradars lässt auf einen Rundturm mit mindestens 15 m Außendurchmesser schließen.

Innerhalb des Rundbaus und in dessen Abbruchhorizont eingetieft liegt eine große u-förmige Ofenanlage, wie sie in ähnlicher Form bereits 1985 ergraben und als Salzsiedeofen interpretiert wurde. Nach ersten archäobotanischen Untersuchungen ist aufgrund von Getreideresten jedoch auch eine Nutzung als Backofen denkbar. Gleich östlich des Turmfundaments und an die Wehrmauer anziehend, wurde eine große, mit Brandschutt verfüllte, frühmittelalterliche Grube angeschnitten, möglicherweise ein kellerartiger Einbau.

Das bislang geborgene keramische Fundmaterial der Grabungen 2010/11 und, soweit bislang bekannt auch das der Untersuchungen der 1980er Jahre und 2006, ist abgesehen von Spuren des spätmittelalterlich-neuzeitlichen Steinraubes dem 8. - 10. Jahrhundert zuzuordnen; hochmittelalterliche Funde fehlen gänzlich.

Den Niedergang der Anlage im 10. Jahrhundert beleuchtet ein Denar Herzog Heinrichs III. aus den Jahren 983-985, der auf der Abbruchschicht des "Rundturms" liegt. Weiter wichtige Hinweise können sich aus Analysen von Bodenproben ergeben: der bereits erfolgte Nachweis von Fischkonsum1 beleuchtet Fragen hinsichtlich der Ernährung und Umwelt und lässt darüber hinaus Rückschlüsse auf die Beziehung des Veitsberges zum Umland zu.

Den archäologischen Befunden zufolge wird die Anlage auf dem Veitsberg also in der Blütezeit der bislang nicht lokalisierten Pfalz Salz genutzt und ist daher landesgeschichtlich von höchster Bedeutung.

Vorrangiges Ziel der Untersuchungen 2012 ist es, die in Teilen ergrabene und durch naturwissenschaftliche Analysen (LIDAR, Magnetik, Bodenradar) erfasste Befestigungsanlage in ihrer Gesamtform näher zu bestimmen und die noch unklare chronologischen Abfolge von Turm/Mauer/Wall zu klären. Im Vorfeld der eigentlichen archäologischen Ausgrabung, fanden bereits in einigen Bereichen Bohrsondagen statt, die erste Hinweise auf Mörtelbebauung auch in der südlichen und östlichen Ecke der Anlage erbrachten.

Das perfekte Luftbild vom Veitsberg zeigt schon die wesentlichen Befestigungsmerkmale
Foto: Leidorf 26_6_2000
Und auch im LIDAR_Scan ist der rechteckige Grundriss deutlich erkennbar
Foto: Seminar für Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie
Wie alles auf dem Veitsberg begann... die erste Steine zeigen sich 2010 direkt unter...
Foto: Seminar für Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie
Am Ende der Grabung 2010 zeigten sich bereits deutlich Turm und Umfassungsmauer
Foto: Seminar für Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie
Die Befunde wurden 2010 mit Geovlies und Stroh gesichert
Foto: Seminar für Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie
Abnahme des Geovlieses bei Grabungsbeginn 2011
Foto: Seminar für Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie
Führungen und Programme für Kinder und Erwachsene wurden von Anfang an angeboten
Foto: Seminar für Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie
Die Grabungen waren Anlass einer Tagung im Frühjahr 2012
Foto: Seminar für Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie
2012 konnten weitere Teile des Rundbaus in der Westecke freigelegt werden
Foto: Seminar für Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie
Die Westecke aus der Luft
Foto: Seminar für Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie
Und auch die südliche Ecke konnte 2012 erstmals untersucht werden
Foto: Seminar für Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie
Im Grabenschnitt wird um die Wette gepickelt
Foto: Seminar für Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie
Publikationen Inhalt einblenden

P. Wolters, Die karolingisch-ottonische Königspfalz Salz. In: Als Franken fränkisch wurde. Archäologische Funde der Merowingerzeit. Iphofen 2021, 179-189.

P. Wolters, Der Veitsberg – Zentrum des Pfalzgebietes Salz. In: Als Franken fränkisch wurde. Archäologische Funde der Merowingerzeit. Iphofen 2021, 190-221.

P. Ettel/L. Werther/P. Wolters (Hrsg.), Siedlung - Landschaft – Wirtschaft. Aktuelle Forschungen im frühmittelalterlichen Pfalzgebiet Salz (Unterfranken). Interdisziplinäre Forschungen zur Königspfalz Salz Band I. Jenaer Schriften zur Vor- und Frühgeschichte Band 11, Jena & Langenweißbach 2021. zur Schriftenreihe

P: Wolters, Das castellum auf dem Veitsberg. In: Palatium. Studien zur Pfalzenforschung in Sachsen-Anhalt. Eine vergessene Pfalz. Helfta und der Süden Sachsen-Anhalts im Früh- und Hochmittelalter. Regensburg 2020, 229-251.

P. Ettel/P. Wolters, Burgen im frühmittelalterlichen Pfalzgebiet Salz. Heimatjahrbuch Rhön-Grabfeld 2018, 426-433.

P. Ettel/L. Werther/A. Wunschel/ P. Wolters, Die Pfalz Salz und das Neustädter Becken. Lebensraum für Könige. Jenaer Archäologische Forschungen 2 (Jena 2016).

P. Wolters, Der Veitsberg - Mittelpunkt der Pfalz Salz? Das Neustädter Becken als frühmittelalterlicher Zentralraum. In: Die Rhön. Geschichte einer Landschaft. Fulda 2015, 217-232.

L. Werther, Komplexe Systeme im diachronen Vergleich, Ausgewählte Aspekte der Entwicklung von drei süddeutschen Kleinräumen zwischen Früh- und Hochmittelalter, Monographien des Römisch-Germanischen Zentralmuseums 127 (Mainz 2015).

P. Ettel/P. Wolters, Die Burg(en) im frühmittelalterlichen karolingisch-ottonischen Pfalzgebiet Salz - neue Forschungen auf dem Veitsberg. In: P. Ettel, A.-M. Flambard Héricher, K. O'Conor (Hrsg.), Château et commerce. Actes du colloque international de Bad Neustadt an der Saale (Allemagne, 23-31 août 2014), Caen 2016, 147-152.

P. Wolters, Der Veitsberg - Mittelpunkt eines Zentralraumes? Neue Forschungen im Karolingisch-Ottonischen Pfalzkomplex Salz. In: Zentrale Orte und Zentrale Räume des Frühmittelalters in Süddeutschland. RGZM-Tagungen 18 (Mainz 2013) 59-73.

L. Werther, Der Königsgutkomplex Salz und das Neustädter Becken- Ein Frühmittelalterlicher Zentralraum im Wandel der Zeit. In: Zentrale Orte und Zentrale Räume des Frühmittelalters in Süddeutschland. RGZM-Tagungen 18 (Mainz 2013) 89-112.

P. Ettel/L. Werther/P. Wolters, Vorbericht zu den Untersuchungen 2009 bis 2012 in Königsgutbezirk und Pfalzgebiet Salz, Lkr. Bad Neustadt a. d. Saale. In: Beiträge zur Archäologie in Ober- und Unterfranken 8, 2013, 213-248.

P. Wolters, Pfalz oder Burg? - Die Befestigung auf dem Veitsberg. Ein Forschungsprojekt im karolingisch-ottonischen Pfalzkomplex Salz. In: Denkmalpflege Informationen Nr. 154 (März 2013),  11-12 (online).

P. Ettel/L. Werther/P. Wolters, Der Veitsberg - Forschungen im karolingisch-ottonischen Pfalzkomplex Salz. Archäologisches Jahr in Bayern 2011.

L. Werther/P. Wolters, Der Veitsberg - neue archäologische Forschungen in einem frühmittelalterlichen Zentralort. In: Heimatjahrbuch Rhön-Grabfeld 2012 (2011), 329-333.

P. Ettel/ L. Werther, Archäologische Forschungen im frühmittelalterlichen Siedlungskomplex Salz an der Fränkischen Saale. Frankenland 2, 2011, 79-90.

L. Werther, Tagungsbericht Zentrale Orte und Zentrale Räume des Frühmittelalters in Süddeutschland. 07.10.2011-09.10.2011, Bad Neustadt an der Saale. In: H-Soz-u-Kult, 02.12.2011, http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=3926>

P. Ettel/L. Werther, Archäologische Forschungen im frühmittelalterlichen Siedlungskomplex Salz an der Fränkischen Saale. In: Frankenland. Zeitschrift für fränkische Landeskunde und Kulturpflege 2/2011, 79-90.

P. Ettel/L. Werther, Ungarnburgen und Herrschaftszentren des 10. Jahrhunderts in Bayern. In: Burgen und Schlösser. Zeitschrift für Burgenforschung und Denkmalpflege 3/2010, 144-161.

Weiterführende Literatur Inhalt einblenden

L. Bauer, Kulturen der Vor- und Frühgeschichte im Umfeld der Salzburg. In: H. Wagner/J. Zeune (Hrsg.), Das Salzburgbuch (Bad Neustadt/Saale 2008) 13-37.

C. Ehlers (Hrsg.), Orte der Herrschaft. Mittelalterliche Königspfalzen (Göttingen 2002).

P. Ettel, Früh- und hochmittelalterlicher Burgenbau im Saaleraum. In: H. Flachenecker (Hrsg.), Pfalz -Ganerbenburg - Stadt. Funktionswandlungen eines zentralen Ortes. Vorträge einer gemeinsamen Fachtagung des Lehrstuhls für Fränkische Landesgeschichte an der Universität Würzburg und der Stadt Bad Neustadt. Beiträge zur Geschichte von Bad Neustadt 1 (2007) 47-84.

H. Gauly, Fiscus Salz. Lokalisierungen und historische Entdeckungen. Beiträge zur Geschichte von Bad Neustadt 2 (Bad Neustadt/Saale 2008).

J. Heinke, Mittelalterliche und neuzeitlichen Straßen und Wege in der Rhön und im Grabfeld und der angrenzenden Gebiete (Mellrichstadt 2012).

S. Gerlach, Frühgeschichtliche Befestigungsanlagen auf dem "Veitsberg" bei Bad Neustadt und Hohenroth. Vorzeitung. Mitteilungen der Archäologischen Arbeitsgruppe Rhön-Grabfeld 18/2001, 49f.

S. Gerlach, Ein fränkisches Gräberfeld bei Salz, Lkr. Rhön-Grabfeld. Erste archäologische Quellen zu den Ursprüngen des karolingischen "fiscus salz". Berichte der bayerischen Bodendenkmalpflege 2000/2001, 41/42, 2002, 195-202.

T. Mittelstraß, Neustadium, oppidum Franconiae parum munitum - Stadtkerngrabung in Bad Neustadt a. d. Saale. Das Archäologische Jahr in Bayern 1992, 1993, 155-158.

J. Scherbaum, Eine spätmerowingerzeitliche Siedlung an der ehemaligen Martinskirche in Brendlorenzen. Das Archäologische Jahr in Bayern 2011, 2012, 112-113.

J. Scherbaum, Grabungen an der Pfarrkirche "Mariä-Himmelfahrt" in Salz. Vorzeitung. Mitteiluingen der Archäologischen Arbeitsgruppe Rhön-Grabfeld 2000/2001, 18, 2001, 51-54.

H, Wagner, Neustadt a.d. Saale. München: Kommission für Bayerische Landesgeschichte (Historischer Atlas von Bayern / Teil Franken, 27).

H. Wagner, Zur Topographie von Königsgut und Pfalz Salz. In: L. Fenske (Hg.): Pfalzen - Reichsgut - Königshöfe. Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte 11,4  (Göttingen 1996), 149-183.

H. Wagner, Die Pfalz Salz. In: H. Flachenecker (Hrsg.), Pfalz - Ganerbenburg - Stadt. Funktionswandlungen eines zentralen Ortes. Vorträge einer gemeinsamen Fachtagung des Lehrstuhls für Fränkische Landesgeschichte an der Universität Würzburg und der Stadt Bad Neustadt. Beiträge zur Geschichte von Bad Neustadt 1 (2007), 25-46.

H. Wagner, Pfalz Salz und Salzburg - Symbole der Macht im frühen und hohen Mittelalter. In: H. Wagner/J. Zeune (Hrsg.), Das Salzburgbuch (Bad Neustadt/Saale 2008) 59-84.

L. Wamser, Neue Befunde zur mittelalterlichen Topographie des fiscus Salz im alten Markungsgebiet von Bad Neustadt a.d. Saale. Das Archäologische Jahr in Bayern 1984, 1985, 147-151.

Fördernde und mitwirkende Institutionen und Personen

  • Stadt Bad Neustadt an der Saale, Gemeinde Hohenroth, Gemeinde Salz (Drittmittelgeber)
  • Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege
  • Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters der Universität Tübingen, PD Dr. Lukas Werther
  • FSU Jena, Physische Geographie, Dr. Thomas Kasper
  • Universität Greifswald, Physische Geographie, Prof. Dr. Torsten Haberzettl
  • Universität Hohenheim, Pollenanalyse und Vegetationsgeschichte (Dipl. Dr. Maria Knipping)
  • FSU Jena, Dipl.-Biologin Barbara Zach, Archäobotanik
  • FAU Erlangen-Nürnberg, PD Dr. habil. Kerstin Pasda, Archäozoologie
  • FSU Jena, Dr. Hans-Volker Karl, Archäozoologie
  • Leibniz IPHT Jena, Geophysik, Dr. Sven Linzen
  • Curt-Engelhorn-Zentrum für Archäometrie gGmbH
Lehrstuhl Ur- und Frühgeschichte
Petra Wolters, Dr. des.
Projekt »Pfalz Salz«
Handy
+49 170 7579513
Fax
+49 3641 9-44892
Löbdergraben 24a
07743 Jena
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