Was wir machen

Mitarbeiter_innen an der Professur für Sprechwissenschaft

Mitarbeiter_innen der Sprechwissenschaft im Videochat Foto: Professur für Sprechwissenschaft

Hier finden Sie zu den Mitarbeiter_innen an der Professur für Sprechwissenschaft und Phonetik

Forschungsprojekte an der Professur für Sprechwissenschaft

Aufbau eines Experimentsettings
Forschungsprojekt: Geschlecht in Kinderstimmen
Vater und Baby schauen ein Buch an
Akustisch-phonetische Variabilität in kind- und erwachsenen-gerichteter Sprache bei jungen Eltern (AVarE)

Forschung im Fach Sprechwissenschaft und Phonetik in Jena

Unsere Forschungsfelder umfassen sowohl sprechwissenschaftliche als auch phonetische Themengebiete. Wir untersuchen akustische, artikulatorische und perzeptuelle Aspekte der Sprache und bearbeiten dabei soziolinguistische, dialektologische und rhetorische Fragestellungen.

Elektromagnetische Artikulographie Inhalt einblenden
EMA mit Versuchsperson Foto: Professur für Sprechwissenschaft

Um die Bewegungen der Zunge beim Sprechen möglichst präzise abzubilden, nutzen wir Aufnahmen mit dem Elektromagnetischen Artikulographen (EMA, NDI-Wave). Kleine Spulen werden dabei auf die Zunge, die Lippen und den Unterkiefer geklebt, um alle horizontalen und vertikalen Aktivitäten zu dokumentieren.

Ultraschall Inhalt einblenden
Ultraschall Foto: Professur für Sprechwissenschaft

Das Ultraschallgerät ist ein weiteres bildgebendes Verfahren, das wir anwenden, um die artikulatorischen Bewegungen zu analysieren. Wir bringen dafür den Schallkopf unter dem Kinn der Versuchsperson an. Die hochfrequenten Schallwellen werden an den Grenzflächen zwischen Gewebe und Luft reflektiert und erzeugen so ein sichtbares Bild der Zungenkontur während des Sprechens. In Kombination mit akustischen Aufnahmen liefern uns die Bilder wertvolle Rückschlüsse.

Dissertationen

laufende Dissertationen Inhalt einblenden
Bücher stehen im Regal Foto: Professur für Sprechwissenschaft

Die Entwicklung von Geschlecht in der präpubertären Stimme. Eine Langzeitstudie.
(Riccarda Funk)

In meiner Dissertation untersuche ich die akustischen und perzeptuellen Korrelate von Geschlecht in Kinderstimmen (DFG-Projekt 440882807). Ich möchte herausfinden, warum Kinder bereits vor der Pubertät wie „Jungen“ oder „Mädchen“ klingen, obwohl sie sich anatomisch und physiologisch kaum voneinander unterscheiden. Außerdem interessiert mich, welche Rolle die Geschlechtsidentität der Kinder hierbei spielt und wie sich die Kinder im Verlauf der Zeit stimmlich entwickeln. Dazu nehme ich dieselben Kinder einer ersten, zweiten und dritten Klasse auf, untersuche die Tonaufnahmen akustisch und führe verschiedene Perzeptionsexperimente durch.  

"Sprecherziehung für Trans*"
(Alexis Krüger)

Es bedeutet für Transmenschen eine große Herausforderung, mit der biologisch gegebenen Stimme das wahrgenommene (aber nicht körperlich manifeste) Geschlecht auszudrücken. Die Anpassung der Tonhöhe allein hilft nicht weiter. In meiner Arbeit aggregiere ich die Interessen der an meinem Sprechtraining teilnehmenden Transmenschen, die Möglichkeiten der Sprechprofessionalisierung und die Perzeptionsunterschiede von Trans- und Cismenschen, um das stimmtherapeutische Angebot für Trans* zu verbessern.

3sat "nano" hat über Krügers Forschungsprojekt berichtet. Den Beitrag vom 06.06.2019 können Sie hier sehen.

"Zeitzer Zungen - /r/ als soziophonetische Variable?"
(Christina Otto)

In meinem Dissertationsprojekt untersuche ich die soziophonetische Variation des salienten und prototypischen Merkmals im Ostmitteldeutschen: die pharyngalisierte /r/-Vokalisierung (z. B. in Sport [ʃpɔˤt]). Wie wird /r/ im Ostthüringischen artikuliert und kann man das mit Ultraschall und akustischer Analyse erfassen, quantifizieren und kategorisieren? Zum anderen untersuche ich, wie die Verwendung des Merkmals aufgrund von sozialen Faktoren, wie z. B. regionale Identität des Sprechers, aber auch Einstellungen und Stereotype gegenüber dem Dialekt, variiert und wie das Merkmal von verschiedenen Sprechergruppen wahrgenommen wird.

abgeschlossene Dissertationen Inhalt einblenden

„Wie wichtig ist die Lehrerstimme? Der Einfluss sprecherisch-stimmlicher Merkmale auf das Hörverstehen“
(Kerstin Schuck)

(2018, Betreuer Prof. Adrian Simpson, Prof. Peter Gallmann)

Die Dissertation beschäftigt sich grundlegend mit der Frage, ob sprecherische und stimmliche Auffälligkeiten zu Verarbeitungsschwierigkeiten von gesprochenen Texten bei Schülerinnen und Schülern führen. In einer umfangreich angelegten empirischen Studie wurden dafür die Merkmale einer erhöhten Sprechstimmlage und eines Sigmatismus mit verschiedenen Texten zum Hörverstehen untersucht.

"Reformulierungsverfahren im Mediationsprozess"
(Hans Nenoff)

(2018, Betreuer: Prof. Adrian Simpson, Prof. Anja Stukenbrok)
Diese Dissertation beschäftigt sich auf Basis empirisch-gesprächslinguistischer Methoden mit den verschiedenen Formen von Reformulierungsverfahren im Mediationsprozess. Diese Reformulierungsverfahren werden in Bezug auf ihr Auftreten und den Nutzen für den Prozess systematisch beschrieben.

"Social Markers of Sexual Orientation and Gender in Speech and Look: A Combination of Producer- and Recipient-Centered Approaches"
(Sven Kachel)

(2018, Betreuer: Prof. Melanie Steffens, Prof. Adrian Simpson)

"Phonetische Interferenzen vietnamesischer Deutschlerner - Eine Untersuchung und Maßnahmen"
(Le Xuen Giao)

(2015, Betreuer: Prof. Adrian Simpson, Prof. Peter Gallmann)

"Der Einfluss von Hatha-Yoga auf den Erwerb sensomotorischer Fertigkeiten in der Ausbildung der Sängerstimme"
(Martina Georgi)

(2013, Betreuer: Prof. Adrian Simpson, Prof. Wolfgang Auhagen)

"Vergleich objektiver Verfahren zur Untersuchung der Nasalität im Deutschen“
(Ramona Benkenstein)

(2006, Betreuer: Prof. Adrian Simpson)

"Nasalität im Stimmklang professioneller Sprecher"
(Romy Baumgarten)

(2006, Betreuer: Prof. Adrian Simpson; Prof. Baldur Neuber)

"Persuasion und Prosodie. Eine empirische Untersuchung zur Perzeption prosodischer Stimuli in der Werbung"
(Beate Redecker)

(2006, Betreuer: Prof. Adrian Simpson; Prof. Baldur Neuber)

"Phonetische und linguistische Aspekte der Akzentimitation im forensischen Kontext"
(Sara Neuhauser)

(2011, Betreuer: Prof. Adrian Simpson)
Forensisch-phonetische Analysen kommen immer dann zum Einsatz, wenn lautsprachliche Äußerungen im Kontext einer Straftat stehen. Sie werden durch eine Reihe von Störeinflüssen erheblich erschwert, z.B.  durch die bewusste Verstellung von Merkmalen der Stimme, Sprache oder Sprechweise eines Sprechers. Diese Arbeit untersucht die Imitation fremdsprachiger Akzente als eine mögliche Verstellungsart.

Die Form und Variation bestimmter phonetischer Merkmale im Deutschen gesprochen mit einem imitierten französischen Akzent von deutschen Muttersprachlern und mit einem authentischen Akzent von französischen Muttersprachlern werden auf Basis eines umfangreichen Korpus systematisch analysiert. Über Perzeptionsexperimente wird außerdem die Fähigkeit deutscher Hörer untersucht, imitierte und authentische fremdsprachige Akzente zu identifizieren und nach ihrer Authentizität zu beurteilen.

"I processi di dittongazione nei dialetti dell’italia meridionale";
(Giovanni Abate)

Engl. transl.: “Diphthongization processes in the dialects of Southern Italy. An experimental approach"

(2010, Betreuer: Prof. Adrian Simpson)
This work presents and discusses acoustic data on the phenomenon of diphthongization in some Italo-Romance dialects, by investigating the relationships between prosodic structure and formant dynamics of vowel segments.

Diese Seite teilen
Die Uni Jena in den sozialen Medien:
Ausgezeichnet studieren:
  • Logo der Initiative "Total E-Quality"
  • Logo des Best Practice-Club "Familie in der Hochschule"
  • Logo des Projekts "Partnerhochschule des Spitzensports"
  • Qualitätssiegel der Stiftung Akkreditierungsrat - System akkreditiert
Zurück zum Seitenanfang