2019

Vorlesungen

2019
Foto: ARCOSUR

Wintersemester 2020/21

Einführung in die spanische und hispanoamerikanische Literaturwissenschaft Inhalt einblenden

Die Einführungsveranstaltung stellt grundlegende textanalytische Verfahren für alle drei großen Gattungen anhand ihrer Anwendung auf ausgesuchte Textbeispiele aus der spanischen und lateinamerikanischen Literatur vor. So soll ein Instrumentarium zur ersten Annäherung an literarische Textsorten bereitgestellt und das Bewusstsein für die traditionelle Spezifizität der Gattungen geschärft werden. Darüber hinaus wird ein kurzer Überblick über die heterogenen Ansätze der Literaturtheorie vermittelt.

Dienstag, 16-18 Uhr

Romanistisches Kolloquium Literaturwissenschaft (Spanisch, Französisch) Inhalt einblenden

Das literatur- und kulturwissenschaftliche Forschungskolloquium bietet allen ExamenskanditatInnen (MA) und Promovierenden (Lehrstuhl Hammerschmidt) die Gelegenheit, ihre Arbeiten und Forschungsvorhaben zu präsentieren und gemeinsam und in Einzelgesprächen zu diskutieren. Die sich aus dem Zusammenhang der Projekte ergebenden theoretischen Fragestellungen werden dabei vertieft und vermitteln so Einblicke in aktuelle Forschungsrichtungen und -methoden. Darüber hinaus informieren international renommierte GastreferentInnen der Literatur- und Kulturwissenschaft über ihre aktuellen Forschungen und/oder stellen ihre theoretischen Konzepte und Postionen vor.

Dienstag, 18-20 Uhr

 

Sommersemester 2020

Einführung in die spanische und hispanoamerikanische Literaturwissenschaft Inhalt einblenden

Die Einführungsveranstaltung stellt grundlegende textanalytische Verfahren für alle drei großen Gattungen anhand ihrer Anwendung auf ausgesuchte Textbeispiele aus der spanischen und lateinamerikanischen Literatur vor. So soll ein Instrumentarium zur ersten Annäherung an literarische Textsorten bereitgestellt und das Bewusstsein für die traditionelle Spezifizität der Gattungen geschärft werden. Darüber hinaus wird ein kurzer Überblick über die heterogenen Ansätze der Literaturtheorie vermittelt.

Dienstag, 16-18 Uhr

Romanistisches Kolloquium Literaturwissenschaft (Spanisch, Französisch) Inhalt einblenden

Das literatur- und kulturwissenschaftliche Forschungskolloquium bietet allen ExamenskanditatInnen (MA) und Promovierenden (Lehrstuhl Hammerschmidt) die Gelegenheit, ihre Arbeiten und Forschungsvorhaben zu präsentieren und gemeinsam und in Einzelgesprächen zu diskutieren. Die sich aus dem Zusammenhang der Projekte ergebenden theoretischen Fragestellungen werden dabei vertieft und vermitteln so Einblicke in aktuelle Forschungsrichtungen und -methoden. Darüber hinaus informieren international renommierte GastreferentInnen der Literatur- und Kulturwissenschaft über ihre aktuellen Forschungen und/oder stellen ihre theoretischen Konzepte und Postionen vor.

Dienstag, 18-20 Uhr

VL: Funktionalisierungen des Allegorischen in der argentinischen Literatur des 20. Jahrhunderts Inhalt einblenden

Die Allegorie gilt gemeinhin als ein der Moderne entgegengesetzter Darstellungsmodus und Inbegriff theologischer Verdichtungsformen (vgl. den mittelalterlichen Rosenroman oder allegorische Barockromane wie den Criticón). Doch gerade engagierte Schreibweisen im lateinamerikanischen und speziell argentinischen Roman des 20./21. Jahrhunderts greifen - durchaus auch im Rückbezug auf Walter Benjamins Aufwertung allegorischen Schreibens als prädestinierter Auseinandersetzung mit einer auseinandergebrochenen Welt - immer wieder auf allegorische Strukturen, Figuren und Stilmittel zurück. Diese werden einerseits zur Verdichtung ästhetischer und autorschaftstheoretischer Problematisierungen, andererseits aber auch als (post)moderner Modus politischen und höchst engagierten, geschichtsrevisionistischen Schreibens funktionalisiert.
Diesen Erscheinungsformen eines 'neuen' allegorischen Romans will sich die Vorlesung anhand ausgesuchter Romanbeispiele des 20. Jahrhunderts widmen

Mittwoch, 14-16 Uhr

Wintersemester 2019/2020

Einführung in die spanische und hispanoamerikanische Literaturwissenschaft Inhalt einblenden

Die Einführungsveranstaltung stellt grundlegende textanalytische Verfahren für alle drei großen Gattungen anhand ihrer Anwendung auf ausgesuchte Textbeispiele aus der spanischen und lateinamerikanischen Literatur vor. So soll ein Instrumentarium zur ersten Annäherung an literarische Textsorten bereitgestellt und das Bewusstsein für die traditionelle Spezifität der Gattungen geschärft werden. Darüber hinaus wird ein kurzer Überblick über die heterogenen Ansätze der Literaturtheorie vermittelt.

Dienstag, 16-18 Uhr

Romanistisches Kolloquium Literaturwissenschaft (Spanisch, Französisch) Inhalt einblenden

Das literatur- und kulturwissenschaftliche Forschungskolloquium bietet allen ExamenskanditatInnen (MA) und Promovierenden (Lehrstuhl Hammerschmidt) die Gelegenheit, ihre Arbeiten und Forschungsvorhaben zu präsentieren und gemeinsam und in Einzelgesprächen zu diskutieren. Die sich aus dem Zusammenhang der Projekte ergebenden theoretischen Fragestellungen werden dabei vertieft und vermitteln so Einblicke in aktuelle Forschungsrichtungen und -methoden. Darüber hinaus informieren international renommierte GastreferentInnen der Literatur- und Kulturwissenschaft über ihre aktuellen Forschungen und/oder stellen ihre theoretischen Konzepte und Positionen vor.

Dienstag, 18-20 Uhr

Nueva literatura patagónica - del patagonialismo a la rearticulación de Derechos Humanos en la literatura intercultural actual Inhalt einblenden

In der Patagonienforschung wurde in den letzten Jahren der (lange geleugnete) Zusammenhang von Genozid an der indigenen Urbevölkerung (2. Hälfte d. 19. Jhd.) und den Militärdiktaturen in Argentinien und Chile (2. Hälfte d. 20. Jhd.) als wesentliches Identitätsmerkmal des transnationalen Raums Patagonien nachgewiesen, das als 'Narbe', Lücke und kontinuierlicher Referenzpunkt die interkulturelle neue Literatur Patagoniens auf beiden Seiten der Kordilleren prägt (vgl. v.a. die aktuelle interkulturelle mapuche-Literatur, aber auch die interkulturell orientierte Thematik und Schreibweise von Autoren ohne indigenen Hintergrund wie Luisa Peluffo, Juan Pablo Riveros oder Ricardo Costa).

Mit Bezug auf diesen Kontext will die Vorlesung den Zusammenhang von emergenter neuer patagonischer Literatur, interkulturellem (interethnischem) Schreiben, Erinnerungskultur und Menschenrechten im transnationalen Raum Patagonien, auch unter Rückgriff auf Ergebnisse der Forschungsarbeiten benachbarter Disziplinen wie Anthropologie/Ethnologie und Geschichte vorstellen. 

Im Mittelpunkt steht dabei die Herausarbeitung der paradigmatischen Modellfunktion literarischer Ausdrucksformen als Medium ästhetischer Erinnerungskultur und Gesellschaftskorrektiv, das den politisch höchst relevanten Forderungen nach Aufarbeitung von Menschenrechtsverletzungen und Repräsentation der Verschwundenen in transnationalen, multiethnischen, postkolonialen und postdiktatorialen Räumen nachkommt.

Die VL steht in engstem Zusammenhang mit der Forschungsarbeit des DAAD-geförderten Thematischen Netzwerks "Transnationaler Wandel am Beispiel Patagoniens", das ich seit 2015 leite (www.patagonia.uni-jena.de) . 

Sie greift auf Forschungsergebnisse des Projekts sowie auch speziell auf Vorträge und Einzelveranstaltungen zum Thema zurück, die die Kolleginnen und Kollegen aus acht am Projekt beteiligten argentinischen und chilenischen Universitäten zu diesem Anlass gehalten haben und die größtenteils über das MMZ der FSU aufgenommen werden konnten.

Die VL präsentiert die aktuellen Ergebnisse mehrjähriger interuniversitärer, internationaler und interdisziplinärer Forschungsarbeit und dient deren Verankerung in der Lehre der FSU.

Mittwoch, 14-16 Uhr

Sommersemester 2019

Einführung in die spanische und hispanoamerikanische Literaturwissenschaft Inhalt einblenden

Die Einführungsveranstaltung stellt grundlegende textanalytische Verfahren für alle drei großen Gattungen anhand ihrer Anwendung auf ausgesuchte Textbeispiele aus der spanischen und lateinamerikanischen Literatur vor. So soll ein Instrumentarium zur ersten Annäherung an literarische Textsorten bereitgestellt und das Bewusstsein für die traditionelle Spezifizität der Gattungen geschärft werden. Darüber hinaus wird ein kurzer Überblick über die heterogenen Ansätze der Literaturtheorie vermittelt.

Gruppe 1: Dienstag, 16-18 Uhr

Gruppe 2: Mittwoch, 14-16 Uhr

Spanische Literatur des Siglo de Oro Inhalt einblenden

Das 'Siglo de Oro' oder 'Goldene Zeitalter' bezeichnet die wohl wichtigste Epoche der spanischen Literaturgeschichte: das 16. und 17. Jahrhundert. Die Vorlesung will einen nach Gattungen sortierten Überblick über die großen Texte des spanischen Siglo de Oro vermitteln, ästhetische und ideologische Positionen von Renaissance und Barock erläutern und gleichzeitig die Techniken der Roman-, Lyrik- und Dramenanalyse durch paradigmatische Anwendungen vertiefen.

Mittwoch, 12-14 Uhr

Romanististisches Kolloquium Literaturwissenschaft (Spanisch, Französisch) Inhalt einblenden

Das literatur- und kulturwissenschaftliche Forschungskolloquium bietet allen ExamenskandidatInnen (MA) und Promovierenden (Lehrstuhl Hammerschmidt) die Gelegenheit, ihre Arbeiten und Forschungsvorhaben zu präsentieren und gemeinsam und in Einzelgesprächen zu diskutieren. Die sich aus dem Zusammenhang der Projekte ergebenden theoretischen Fragestellungen werden dabei vertieft und vermitteln so Einblicke in aktuelle Forschungsrichtungen und -methoden. Darüber hinaus informieren international renommierte GastreferentInnen der Literatur- und Kulturwissenschaft über ihre aktuellen Forschungen und/oder stellen ihre theoretischen Konzepte und Positionen vor.

Dienstag, 18-20 Uhr

Ringvorlesung "ARCOSUR im interdisziplinären Fokus: Identidades subalternas en el Cono Sur entre visibilización y múltiples crisis" Inhalt einblenden

Die Ringvorlesung, organisiert durch das Internationale Zentrum transdisziplinärer Studien über Argentinien und den Cono Sur (ARCOSUR), stellt Spezialisten aus verschiedenen Disziplinen vor (u.a. Literaturkritik, kulturelle und interkulturelle Studien, Ethnologie, Anthropologie, Soziologie, soziale Geografie), welche sich mit Themen beschäftigen, die eng mit "Literatur und Kultur, Geschichte und Politik" im Cono Sur verbunden sind. In diesem Semester rechnen wir mit dem Besuch von führenden Dozierenden und Forschenden zum Thema Lateinamerika, welche Belange rund um "Untergeordnete Identitäten im Cono Sur zwischen Sichtbarmachung und multiplen Krisen" präsentieren werden. Das detaillierte Programm wird in der ersten Sitzung verteilt, welche am 17. April 2019 stattfinden wird. 

Mittwoch, 18-20 Uhr 

Wintersemester 2018/2019

Einführung in die französische Literaturwissenschaft Inhalt einblenden

Die Einführungsveranstaltung stellt grundlegende textanalytische Verfahren für alle drei großen Gattungen anhand ihrer Anwendung auf ausgesuchte Textbeispiele aus der französischen Literatur vor. So soll ein Instrumentarium zur ersten Annäherung an literarische Textsorten bereitgestellt und das Bewusstsein für die traditionelle Spezifizität der Gattungen geschärft werden. Darüber hinaus wird ein kurzer Überblick über die heterogenen Ansätze der Literaturtheorie vermittelt.

Dienstag, 16-18 Uhr

Schreiben als Medium der Erinnerung: Interkulturelle Literatur und Menschenrechte im transnationalen Raum Patagonien Inhalt einblenden

In der Patagonienforschung hat sich in den letzten Jahren der (lange geleugnete) Zusammenhang von Genozid an der indigenen Urbevölkerung (2. Hälfte d. 19. Jh.) und Militärdiktatur (2. Hälfte d. 20. Jh.) als wesentliches Identitätsmerkmal des transnationalen Raums Patagonien erwiesen, das als 'Narbe', Lücke und kontinuierlicher Referenzpunkt die interkulturelle neue Literatur Patagoniens sowohl in Chile wie auch in Argentinien prägt (vgl. v.a. die aktuelle interkulturelle mapuche-Literatur, aber auch die interkulturell orientierte Thematik und Schreibweise von Autoren ohne indigenen Hintergrund wie Luisa Peluffo, Juan Pablo Riveros oder Ricardo Costa).
Mit Bezug auf diesen Kontext will die Vorlesung den Zusammenhang von emergenter transnationaler patagonischer Literatur, interkulturellem (interethnischem) Schreiben, Erinnerungskultur und Menschenrechten im transnationalen Raum Patagonien, auch unter Rückgriff auf Ergebnisse der Forschungsarbeiten benachbarter Disziplinen wie Anthropologie und Geschichte, vorstellen. Im Mittelpunkt steht dabei die Herausarbeitung der paradigmatischen Modellfunktion literarischer Ausdrucksformen als Medium ästhetischer Erinnerungskultur und Gesellschaftskorrektiv, das den politisch höchst relevanten Forderungen nach Aufarbeitung von Menschenrechtsverletzungen und Repräsentation der Verschwundenen in transnationalen, multiethnischen, postkolonialen und postdiktatorialen Räumen nachkommt.

MA; Mittwoch, 12.00 bis 14.00 Uhr

Wintersemester 2017/2018

Allegorisches Schreiben in der argentinischen Literatur des 20. Jahrhunderts Inhalt einblenden

Die Allegorie gilt gemeinhin als ein der Moderne entgegengesetzter Darstellungsmodus und Inbegriff theologischer Verdichtungsformen (vgl. den mittelalterlichen Rosenroman oder allegorische Barockromane wie das Criticón). Doch gerade engagierte Schreibweisen im lateinamerikanischen und speziell argentinischen Roman des 20./21. Jahrhunderts greifen - durchaus auch im Rückbezug auf Walter Benjamins Aufwertung allegorischen Schreibens als prädestinierter Auseinandersetzung mit einer auseinandergebrochenen Welt - immer wieder auf allegorische Strukturen, Figuren und Stilmittel zurück. Diese werden einerseits zur Verdichtung ästhetischer und autorschaftstheoretischer Problematisierungen, andererseits aber auch als (post)moderner Modus politischen und höchst engagierten, geschichtsrevisionistischen Schreibens funktionalisiert.

Diesen Erscheinungsformen eines 'neuen' allegorischen Romans will sich die Vorlesung anhand ausgesuchter Romanbeispiele des 20. jahrhunderts widmen.

Mittwoch, 12 bis 14 Uhr; EAP, SR 401

Sommersemester 2017

"Leopoldo Marechal y su recepción 'secreta' en la literatura argentina" Inhalt einblenden

El seminario parte del supuesto de que la escritura de Leopoldo Marechal (1900-1970), un autor largamente silenciado por la crítica argentina, tiene un rol precursor dentro de la narrativa latinoamericana. Entendemos el adjetivo "precursor" en el sentido que le otorga Borges a la palabra en su famoso ensayo "Kafka y sus precursores" (Otras Inquisiciones) en cuanto a su reversibilidad; es decir, entendiendo no sólo su importancia para las escrituras posteriores, sino también considerando cómo su huella cambia el modo en que puede ser leída la literatura argentina a partir de la publicación de la novela marechaliana Adán Buenosayres (1948). El seminario concluirá con un coloquio internacional al que todxs lxs particpantes serán invitadxs participar en calidad de oyentes. Así tendrán la ocasión de formar parte directa de un proyecto de investigación en curso y tendrán la oportunidad de conocer a grandes especialistas internacionalmente reconocidos de la literatura argentina en Jena.

Martes, 16-18h Uhr (con Carolin Voigt, M.A.)

Forschungskolloquium Romanistik Literaturwissenschaft (Spanisch, Französisch) Inhalt einblenden

Das literatur- und kulturwissenschaftliche Forschungskolloquium bietet allen ExamenskandidatInnen und Promovierenden (Lehrstuhl Hammerschmidt) die Gelegenheit, ihre Arbeiten und Forschungsvorhaben zu präsentieren und gemeinsam zu diskutieren. Die sich aus dem Zusammenhang der Projekte ergebenden theoretischen Fragstellungen werden dabei vertieft und vermitteln so Einblicke in aktuelle Forschungsrichtungen und -methoden. Darüber hinaus informieren international renommierte GastreferentInnen der Literatur- und Kulturwissenschaft über ihre aktuellen Forschungen und stellen ihre theoretischen Konzepte und Positionen vor.

Dienstag, 18:00-19:30 Uhr

Wintersemester 2016/2017

La construcción y destrucción de foundational fictions en la novela latinoamericana del siglo XIX y XX Inhalt einblenden

Der lateinamerikanische Roman stellt seit seinen Anfängen im 19. Jahrhundert die amerikanische Identität bezüglich der indigenen Präsenz und der europäischen Kolonialisierung in Frage. Einerseits, wie es Doris Sommer in Foundational Fictions (1991) hervorhebt, dient die Gattung als fundamentale Fiktion der Nation aufgrund der idealisierten Projektion der Vereinigung zwischen Liebhabern verschiedener ethnischer Gruppen oder verschiedener sozialer Klassen. Andererseits, spätestens zu Beginn des 20. Jahrhunderts, wirft die mögliche Konstitution und Festigung der kollektiven Identität Zweifel auf und weist auf den utopischen und/oder fälschenden Charakter einer solchen Forderung und seiner gefährlichen politischen Dimension hin. Die Vorlesung beschäftigt sich mit dieser Oszillation zwischen der Konstruktion und Destrukion fundamentaler Mythen der lateinamerikanischen Romane, indem sie zugleich eine Geschichte der Gattung und ihrer Ästhetik problematisiert (19. Und 20. Jahrhundert).

Mittwoch, 12 bis 14 Uhr; EAP, SR 401

Sommersemester 2016

Poesía y lugares ¿Cómo ven los poetas los territorios Sur-Patagonia de Chile? Inhalt einblenden

Es handelt sich hierbei um eine Vorlesung mit panoramischem Charakter, in welcher man sich auf eine “poetische Reise” durch das Gebiet von Valdivia im Norden bis nach Punta Arenas in Süden begiebt, also der Ort, der in Chile als Südpatagonien bezeichnet wird. Wir werden mit einer begrenzten Auswahl von Autoren arbeiten, deren Werke zwischen 1960 und heute veröffentlicht wurden. Ziel ist es, die verschiedenen Arten zu untersuchen, wie Territorien in die Dichtung eingegangen sind, indem bestimmte Landschaftsbilder, Personen, Vorstellungen und Erinnerungen erschaffen werden, die fast immer unterschiedliche Spannungen zwischen Tradition und Moderne, sowie poetische (und manchmal auch politische) Utopien gegen die Logik des Fortschritts und der Globalisierung bewirken.

Die deutsche Besiedlung des chilenischen Südens (19. Jahrhundert) und ihre Folgen (Delia Domínguez, Clemente Riedemann, Jaime Huenún); die Inseln von Chiloé als Metapher für einen unlösbaren Konflikt zwischen Tradition/lokaler Erinnerung und Moderne/Veränderung der Identität (Rosabetty Muñoz, Jorge Velásquez); Patagonien als Raum/Gebiet territorialer und moralischer Grenzen zwischen Zivilisation und Barbarei (Ivonne Coñuecar, Juan Pablo Riveros, Pavel Oyarzún), sind Themen, die in diesem Kurs durch eine Auswahl poetischer Texte der genannten Autoren behandelt werden. Das Ziel dieses Kurses ist die Beschreibung und Analyse der Visionen des Territoriums, auf welches sich die Dichter in ihren Texten stützen. Die Vorlesung wird zusammen mit Prof. Sergio Mansilla der “Universidad Austral de Chile” (Valdivia) auf Spanisch gehalten. Im Rahmen des thematischen Netzwerks "Cambio transnacional, desigualdad social, intercambio intercultural y manifestaciones estéticas: el ejemplo de la Patagonia" werden fünf Stipendien für einen Forschungsaufenthalt in Chile vergeben (Kosten für Reise und Unterkunft sind abgedeckt). Für Bewerber dieses Stipendiums ist der Besuch sowohl von der Vorlesung als auch des Seminars über die patagonische Literatur verpflichtend.

(MA); Mittwoch, 16 bis 18 Uhr; MA; zus. mit Prof. Dr. Sergio Mansilla, Universidad Austral de Chile (Valdivia)

Marcel Proust im lateinamerikanischen Roman und Film Inhalt einblenden

Marcel Prousts siebenbändiger Roman À la recherche du temps perdu (1913-1922/1927) kann gleichzeitig als Höhe- und Endpunkt einer idealistischen Ästhetik betrachtet werden, die die Über-Setzung eines seelisch-geistigen Innen in ein materielles Außen über Kunst qua Symbol für möglich erachtete. Damit markiert der Text auch den Übergang in eine Ästhetik, in der sich die moderne Schreibproblematik als Verselbständigung der Zeichen durch die Eigendynamik von Sprache vollzieht, ein Textaußen nicht mehr abbildbar erscheint und der 'Autor' an Autorität über sein 'Produkt' verliert. Als Höhe-, End- und Wendepunkt einer langen europäischen Schreibtradition und kanonischer Text des modernen Romans hat Prousts Recherche schon früh die internationale Literatur beeinflusst und speziell den lateinamerikanischen Roman in seiner Auseinandersetzung mit Europa, insbesondere Frankreich, tief geprägt.

Die Vorlesung möchte einerseits der Spannung zwischen idealistischer Ästhetik und moderner Schreiberfahrung als gescheiterter Repräsentation nachgehen und so die Suche nach der verlorenen Zeit als Schwellenphänomen des Übergangs erfahrbar machen. Andererseits soll anhand markanter Beispiele die Rezeption dieses Prototyps modernen Schreibens im lateinamerikanischen Roman und Film nachgezeichnet und in Zusammenhang mit der ambivalenten Rezeption europäischer Literatur in Lateinamerika betrachtet werden.

BA; Mittwoch, 12 bis 14 Uhr; EAP, SR 401

Einführung in die Spanische und Lateinamerikanische Literaturwissenschaft Inhalt einblenden

Die Einführungsveranstaltung stellt grundlegende textanalytische Verfahren für alle drei großen Gattungen anhand ihrer Anwendung auf ausgesuchte Textbeispiele aus der spanischen und lateinamerikanischen Literatur vor. So soll ein Instrumentarium zur ersten Annäherung an literarische Textsorten bereitgestellt und das Bewusstsein für die traditionelle Spezifizität der Gattungen geschärft werden. Darüber hinaus wird ein kurzer Überblick über die heterogenen Ansätze der Literaturtheorie vermittelt.

BA; Donnerstag, 10 bis 12 Uhr und Mittwoch 14 bis 16 Uhr

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