Wintersemester 18/19

WiSe

Wintersemester 2018-2019
Wintersemester 18/19
Foto: ARCOSUR
Cono Sur im interdisziplinären Fokus Cono Sur im interdisziplinären Fokus Foto: ARCOSUR
Angélica Videla Oyarzo: "Discursos sobre la Patagonia chilena: territorio, agua, Estado y sociedad austral" Inhalt einblenden
Angélica Videla Oyarzo in der FSU Jena Foto: ARCOSUR

Das chilenische Patagonien ist in den letzten Jahren immer wieder in den Fokus der Weltöffentlichkeit gerückt und das nicht nur wegen seiner wunderschönen Natur und idealen Orten für die Entwicklung des Outdoor-Tourismus und Abenteuersport, sondern eben auch als wichtigster Schauplatz eines Sozial- und Umweltkonflikts Chiles in der jüngsten Vergangenheit. Dieser besteht im Widerstand gegen die mindestens fünf großen zentralen Wasserkraftwerke an den Flüssen Baker und Pascua in der Region von Aysén, dessen Sprachrohr die weltweit agierende Umweltbewegung “Patagonia sin Represas” (deutsch: Patagonien ohne Staudamm) ist. Dadurch hat sich Patagonien für die chilenische Gesellschaft zu einer Art kulturellem Artefakt entwickelt, das für sie zum einen weit entfernt, weitläufig und unbekannt ist, andererseits jedoch einen integralen Bestandteil der territorialen Identität Chiles darstellt. Was ist das chilenische Patagonien? Was sind seine soziokulturellen und territorialen Merkmale? Was ist seine Geschichte?

Ausgehend von diesen Fragen und einem Erfahrungsbericht werden die verschiedenen materiellen und diskursiven Praktiken aufgezeigt, die historisch zur Stabilisierung und Destabilisierung sozialer Konstruktionen über das chilenische Patagonien beigetragen haben. Dabei wird zudem betrachtet wie sich diese auf territoriale, soziale und identätsstiftende Gesichtspunkte auswirkten, bei denen dieVorstellungvon einem Naturparadies auf die Schwierigkeiten der Abgeschiedenheit und Exklusion trifft sowie auf das Phänomen, als eine der letzten Regionen an daschilenische Staatsgebiet angegliedert zu werden.

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Fabián Almonacid: "Represión y resistencia a las dictaduras cívico-militares en la Patagonia chilena y argentina" Inhalt einblenden
Fabian Almonacid in der FSU Jena Foto: ARCOSUR

In diesem Vortrag werden die Repressaliender chilenischen und argentinischen Militärdiktaturen in Patagonien thematisiert. Als ein Teil einer staatlichen Politik, die versuchte jegliche soziale, gewerkschaftliche und parteiliche Abweichungen zu beseitigen, gibt es in der Region Patagonien zahlreiche Belege für die staatliche Unterdrückung toleriert durch die lokale Bevölkerung. Darüber hinaus soll die Ablehnung, die den Diktaturen in Patagonien entgegengebracht wurde, besprochen werden, sowie der soziale und militante Wiederstand hervorgehoben werden, der zur Schwächung der Diktaturen beitrug.

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Javier Soto: "Xampurría, el lof de los que no tienen lof, de Javier Milanka Olivares. Identidad transterritorial y escritura mestiza en el Wallmapu" Inhalt einblenden
Javier Soto uns Claudia Hammerschmidt in der FSU Jena Foto: ARCOSUR

Xampurria, el lof de los que no tienen lof, von Javier Milanka analysiert aus der transnationalen und transterritorialen Sicht eines Mapuche in Wallmapu (ursprüngliches, historisch territoriales Gebiet der Mapuche) die Problematik rund um das Thema Identität und fragt: Was bedeutet es ‚Xampurria’ zu sein und berücksichtigt dabei die verschiedenen Weltanschauungen im Süden Chiles und Argentiniens, Patagonien und Wallmapu.

 

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Laura Méndez: "Apuestas dialógicas. Derechos Humanos, mujeres indígenas e interculturalidad" Inhalt einblenden
Laura Méndez und Claudia Hammerschmidt in der FSU Jena Foto: ARCOSUR

Was sind die aktuellen Herausforderungen und Diskussionspunkte der politischen Agenda der Menschenrechte in Bezug auf die indigenen Frauen im äußersten Süden Lateinamerikas?

In diesem Bericht stellt Laura Méndez eine Antwort aus einer historischen und relationalen Perspektive auf diese Fragestellung vor – ausgehend von der Analyse der Spannungsfelder, Fluchtpunkte und Übereinstimmungen zwischen den international anerkannten Menschenrechten und den Stimmen der indigenen Frauen, insbesondere der Mapuche Frauen aus Patagonien, im Kontext einer organisierten Identitätsgemeinschaft und den interkulturellen Herausforderungen.

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Anahí Rayen Mariluan: "El canto mapuche. Eso que se dice de a muchos aunque el pájaro sea uno solo" Inhalt einblenden
Anahí Rayen und Liliana Ancalao in der FSU Jena Foto: ARCOSUR

Dieser Vortrag betrachtet anhand eines ül (authentischer Gesang der Mapuche) und die Übersetzung eines Informanten an den Sammler. Das Fallbeispiel stellt das Klanguniversum der Mapuche als Mittel der Multikommunikation dar. Das Beispiel ist Teil einer Aufnahme aus der Sammlung des Antrophos Instituts. Dort werden Klänge einer Welt aufbewahrt, dieimmer mehr gebraucht werden. Dieses Wiederauflebenlassen der Klänge ist ein kollektives Recht, sowie auch und vor allem ein politisches Instrument, eine Wiedererinnerung durch die Neuinterpretation.

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Liliana Ancalao: "Inantükun mapuzungun - rastreo la lengua de la tierra" Inhalt einblenden
gemeisame Vorträge der Liliana Ancalao und Anahí Mariluan Foto: ARCOSUR

Mittels der Suche nach den Wurzeln der Sprache der Mapuche, soll dieser Vortrag einen Beitrag leisten, um Elemente, die für die Konstruktion der Identität der Mapuche wichtig sind, aufzuzeigen. Dabei wird der territorialen Herkunft, Tugum, und der familiären Herkunft, Tupalme, auf den Grund gegangen. Der Weg für linguistischen Nachforschungen ist die Vorstellung verschiedener Dichter der Mapuche und ihrer Werke, durch den nicht nur die Identität rekonstruiert, sondern auch ein Beitrag zur von den Mapuche ausgehenden Dekolonialisierung der Sprache geleistet werden soll.

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Ana Butto: "Huellas fotográficas de los pueblos originarios patagónico-fueginos durante la conformación del Estado-nación argentino" Inhalt einblenden
Ana Butto und Claudia Hammerschmidt Foto: ARCOSUR

In dieser Vorstellung werden die fotografischen Abbildungen der Ureinwohner Patagoniens und Feuerlands während der Gründungs- und Expansionszeit der argentinischen Nation (20.-21. Jahrhundert) beleuchtet. Diese Fotos werden als Index einerdargestellten Realität verstanden, in welcher sowohl der Fotograf als auch die Fotografierten auftreten und so die Aktion der Indigene retten.

Die Austellung ist eine Sammlung von 1841 Fotografien: 353 von Angehörigen der Mapuche, 336 der Tehuelches, 513 der Selk´nam (oder Onas). 428 der Yámana (auch Yagán gennant) und 211 der Alakaluf  (auch Kawesqar genannt). Der Zustand der Fotografien wurde quantitativ und qualitativ auf drei Ebenen analysiert: Die Fotografie, die Individuen und der kulturelle Wert der Fotografien, um die Übernahme kultureller westlicher Praktiken oder die Aufrechterhaltung indigener Praktiken durch die verschiedenen indigenen Völker zu analysieren und diskutieren. So soll mit diesen Bildern vor allem gezeigt werden, dass die Prozesse des interkulturellen Kontakts und des staatlichen Handelns in den verschiedenen Völkern der Ureinwohner unterschiedlich waren. Diese unterschiedlichen Kontaktprozesse lassen uns verstehen, dass auch die aktuellen ethnischen Wiederauflebens Prozesse divers sind.

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Adrián Moyano: "De Chile vinieron los espanioles y de Buenos Aires los genocidas: la desmentida puelche al estigma de la extranjería mapuche" Inhalt einblenden
Adrian Moyano Foto: ARCOSUR

Um die öffentliche Meinung vor der Wüstenkampagne (1878-1880 durchgeführte Militärkampagne der noch jungen argentinischen Nation gegen verschiedene indigene Völker) für sich zu gewinnen, konstruierteder argentinische Staat gezielt das Stigma der Mapuche-Ausländer, um die Besetzung ihres Territoriums zu rechtfertigen. Doch das kritische Lesen alter spanischer Chroniken lässt uns auf die Anwesenheit der Bevölkerung, die die Sprache Mapundungun –die Sprache der Mapuche– sprach, im Gebiet des aktuellen, rechtlichen Staates Argentien schließen, lange bevor das Projekt der Vereinigten Provinzen am Río de la Plata aufkam. In der Mitte des 17. Jahrhunderts ging das Vizekönigreich Peru (Chile war damalsTeil dieses Spanischen Vizekönigreichs) nicht über den Flus Bio bió und den Gebirgszügen der Anden hinaus. Von dort aus gab es nur sehr wenige spanische Einfälle in die heute als Pampa und Patagonien bekannten Regionen. Erst Ende des 19. Jahrhunderts verlor das Volk der Mapuche seine Souveränität als Mapuche-Nation und wurde Opfer eines Völkermordes, dessen politische und rechtliche Auswirkungen bis heute anhalten.

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Luciana Mellado: "Tres notas sobre el mito mapuche de Tren Tren y Kai Kai" Inhalt einblenden
Jorge Andrés Maldonado Vigoroux: "Poesía, escuela y Derechos Humanos en la Patagonia" Inhalt einblenden
Jorge Maldonado Vigoroux in der FSU Jena Foto: ARCOSUR

Diese Präsentation hinterfragt, wie junge Menschen in den argentinischen Schulen lernen. Die Schule ist ein Ort der Kontrolle über Körper und Denken und an dem Gewalt und Grenzen übertragen, reproduziert und bestätigt werden. Basierend auf der Betrachtung von Gedichten patagonischer Autoren soll diese Vorstellung zeigen, wie diese Kontrollen überwunden werden können, indem der Fokus des Lernens auf Themen gelegt werden, die mit dem Respekt und der Förderung der Menschenrechte assoziiert sind.

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Elvira Narvaja de Arnoux: "La muerte de Rafael Nahuel en las noticias de la prensa argentina" Inhalt einblenden
Elvira Narvaja de Arnoux in der FSU Jena Foto: ARCOSUR

Am 25. November 2017 wurde ein 21-jähriger Jugendlicher aus der Gemeinschaft der Mapuche rücklings bei einem Einsatz der Gruppe “Albatros” der Polizeieinsatzkräfte ermordet.Dieses Ereignis geschah im Rahmen einer Räumung der Mapuchegemeinschaft Lafken Winkul Mapu, am Mascardi-See, die besetzt worden war. Das Geschehene zeigt die Vorgehensweise der repressiven Kräfte gegen die Sozialproteste und gab den Anstoß für einen Diskurs zum Thema staatliche Politik in Bezug auf die ursprünglichen Gemeinschaften. Der Vortrag wird anschneiden wie der Journalismus den Vorfall und die verschiedenen Stimmen aufnimmt: die der Gemeinschaft, der staatlichen Behörden, der Minister und Funktionäre, der Kirche und sozialer Organisationen.

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Jorge Spíndola: "Poéticas del Az Mapu. Hacia una crítica decolonial de la literatura mapuche" Inhalt einblenden
Jorge Spindola in der FSU Jena Foto: ARCOSUR

Dieser Vortrag reflektiert aus einer dekolonialen Perspektive die aktuelle Relevanz der Mapucheliteratur und ihrer Erforschung. Die Mapucheliteratur und ihre relativ unabhängigen Vorgänge gehen die Herausforderung an, eine Welt sichtbar zu machen, die bis heute fast nicht wahrnehmbar oder in der nationalen Literaturkritik gefangenen ist, sowohl in Argentinien als auch in Chile. Es wird hier die Notwendigkeit einer Kritik dargelegt,die sich von der klassischen Moderne und den Disziplinarmaßnahmen der modernen kolonialistischen Nation distanziert, um sich an ihrer Stelle anderen Erkenntnissen zu öffnen, die durch diese Literatur wiederaufleben. Letztendlich geht es um einen inter-epistemischen Vorschlag, basierend auf der Notwendigkeit und Sachdienlichkeit einer eigenen Literatur- und Kulturkritik, die der Mapuche-Kultur entspringt, um die andere Welt und ihre Unterschiede wirklich sichtbar zu machen.

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Ana Ramos: "Derechos Humanos en perspectiva cosmopolítica. Experiencias del Pueblo Mapuche" Inhalt einblenden
Ana Ramos in der FSU Jena Foto: ARCOSUR

Dieser Vortragbehandelt die Stigmata, die die Wissenschaft gegenüber den indigenen Völkern allgemein und dem Volkder Mapuche im speziellen hervorbringt. Ausgehend von einer kosmopolitischen Sichtweise, fokussiert der Vortrag sich auf den Diskurs zwischen dem Volk der Mapuche und verschiedenen Menschenrechtsorganisationen und berücksichtigt dabei besonders die letzte Mapuche-Proklamation von November 2018.

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Christian Wentzlaff-Eggebert: "Was auf den Postkarten fehlt. Arnold Stadler in Pico Grande." Inhalt einblenden
Christian Wentzlaff und Claudia Hammerschmidt in der FSU Jena Foto: ARCOSUR

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Lutz Matschke: "CHICA o PATAGONIA, su nombre en el viento. Origen del viento Patagonia" Inhalt einblenden
Lutz Matschke in der FSU Jena Foto: ARCOSUR

Fälschlicherweise nimmt man an, dass Magallanes 1520 den Namen der Region Patagonien verwendet, um die großen Füße oder Abdrücke der eingeborenen Tehuelches zu beschreiben. Weder Riesenfüße noch Giganten, die in kultureller Asymmetrie zu den Expeditionsteilnehmern immer größer wurden, führen zu diesem Ortsnamen.

Ein deutscher Kartograph, der die imaginären Inseln Robison Crusos für David Defoe und die aus Gullivers Reisen für Jonathan Smith illustrierte, erschafft das MagalanickLand oder Patagonien: das Land der mystischen Giganten Patagoniens. 177 Jahre nach dem ersten tehuelchisch-spanischem Zusammentreffen an der Küste von San Julián wird der weltweitbekannte Name Patagonien in eine Karte eingetragen.

Die Nachforschungen und Zusammenstellungen der Daten basieren auf drei Hauptpunkten: Der Südwind als Generator des menschlichen Zusammentreffens. Die Umsegelungen und die „Kunst der Schifffahrt“; die südamerikanische Kartographie des 16.und 17. Jahrhunderts; und der patagonische Riesenwuchs. Der patagonische Rieseimhöfischen Roman des16. Jahrhunderts.

Nicht minder interessant ist der katographische Regionsname Chica, der über 280 Jahre verwendet wurde unddessenVerhältnis zum ökonomischen Motor der Schifffahrer:die (Tier-)Arten.

Beim Analysieren der venezianischen Kartographie findet man die Verknüpfungdes Namens Chica mit dem Voighe, dem andinen-patagonischem Zimtbaum.

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Fotos

Foto: ARCOSUR
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