Camila Moreno in der FSU Jena

SoSe

Sommersemester 2019
Camila Moreno in der FSU Jena
Foto: ARCOSUR
RVL_SoSe_2019 RVL_SoSe_2019 Foto: ARCOSUR
Joaquín Polo: "Historias audiovisuales detrás de la(s) crisis: los rostros de ajuste" Inhalt einblenden
Joaquín Polo in der FSU Jena Foto: ARCOSUR

Der Vortrag stellt eine Reihe von ‚Mikro’-Dokumentarfilmen vor, die seit 2018 gedreht wurden. Sie stellen die alltägliche argentinische Realität im aktuellen Kontext der nach den Vorgaben des Internationalen Währungsfonds agierenden neoliberalen Politik heraus. Jeder dieser Mikrodokumentationen hat eine Dauer von drei bis vier Minuten, gedreht wurden sie für das argentinische Fernsehen und (soziale) Netzwerke mit großer Reichweite. Das Leitkonzept für die Produktion war es dem Leiden, der Arbeitslosigkeit und der Krise, die die Menschen in Argentinien täglich erleben, eine Stimme und ein Gesicht zu geben. Damit sollen zum einen Empathie und Bewusstsein erzeugt und zum anderen die soziale Realität sichtbar gemacht werden, die die großen Medien täglich versuchen zu verstecken.

Die Dokumentationen stellen Krisensituationen dar, und zeigen die Flucht in Religion und Glauben, Proteste gegen Entlassungen und Betriebsschließungen, Probleme der Stadtteilclubs, Tariferhöhungen, den Rückgang von Investitionen in Bildung usw.

Unter folgendem Link kann man die Präsentation abrufen: https://www.db-thueringen.de/receive/dbt_mods_00038682

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Camila Moreno: "Agroindustria y transformación digital: paisajes rurales e imaginarios emergentes de bioeconomía" Inhalt einblenden
Camila Moreno in der FSU Jena Foto: ARCOSUR

Die Expansion des Agrarsektors in Brasilien, wie auch in anderen Teilen Lateinamerikas, war ein Schlüsselfaktor für die Entwicklung des sogenannten “Neoextraktivismus”, da sich dessen Produkte fest in die Nahrungsmittelindustrie und die globale Wertschöpfungsketten, inklusive der Nachfrage aus China, integrierten.

So hat sich beispielsweise die Monokultur in des Sojaanbaus in Brasilien (fast ausschließlich genverändert) im letzten Jahrzehnt mehr als verdoppelt und umfasst nun eine Fläche von der Größe Deutschlands (35,8 Millionen Hektar/2019). Das Ausmaß und die Geschwindigkeit dieses Prozesses sind allgemein bekannt und nur ein Beispiel für die Rückkehr der Wirtschaft zum primären Wirtschaftssektor (und damit dem Rückgang der Industrie gemessen am BIP/Gefährdung sowie Rückkehr der Wirtschaften in Import-Export Falle) und der massiven Umwandlung der Landschaft, verbunden mit der Abholzung, dem Anhäufen des Besitzes von Grund und Boden und ländlicher Gewalt. In diesem Kontext stellt sich die Landwirtschaft selbst als “Hightech-Industrie” dar, in der die digitale Transformation die Zukunft der Landwirtschaft gestaltet und die ländlichen Lebensverhältnisse neu definiert.

Wir werden diese Umstände präsentieren und veranschaulichen und darüber diskutieren, wie dieses Narrativ und die aufkommenden Vorstellungen von ‚Biowirtschaft’ neue Herausforderungen mit sich bringen, die in der politischen Debatte über die sozioökologische Transformation und ihre Alternativen, berücksichtigt werden müssen.

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David Foitzick: "Representaciones estéticas e imaginarios sociales. Visibilizar y resignificar la pluriculturalidad: uno de los actuales desafíos del Cono Sur" Inhalt einblenden
David Foitzick Foto: ARCOSUR

In diesen Zeiten der Krise und der Infragestellung der gegenwärtigen Modelle des Zusammenlebens ist es notwendig, andere Lebensweisen zu betrachten, dies bedeutet mehr in Gemeinschaft mit der Natur verbunden zu sein, um zurück zur Kultivierung bestimmter Tugenden zu gehen, die es uns erlauben eine Gerechtere und auf Gleichheit basierende Gesellschaft aufzubauen.

Die Weltanschauung und Lebensphilosophien einiger Ureinwohner Lateinamerikas sprechen davon wurden diese doch in einigen Augenblicken in der Geschichte als Barbaren betrachtet. In der Mündlichkeit dieser subalternen Kulturen, ihren Mythologien und ihrer Literatur, werden andere Wege gefunden, um mit den aktuellen Krisen umzugehen. Es sind ferner andere Sichtweisen, die das Zusammenleben in der heutigen Zeit repräsentieren, verdeutlichen und daher die wesentlichen Herausforderungen annehmen.

Unter folgendem Link kann man die Präsentation abrufen:

Sabrina Gil: “Arte latinoamericano contemporáneo ante el antiguo problema de la representación de la violencia“ Inhalt einblenden
Sabrina Gil y Claudia Hammerschmidt Foto: ARCOSUR

Die Vorlesung thematisiert gegenwärtige Vorschläge lateinamerikanischer Künstler*innen Zur Frage, wie soziale Gewalt, Kriege und aktuelle Massaker, in einen Kontext übertragen werden können, in der der/die Betrachter*in von einer kontinuirlichen Bombardierung von Bildern und Informationen ausgesetzt ist und dadurch auch die Sensibilität verlieren kann.

Doris Salcedo, Regina Galindo, Alfredo Jaar und Juan Echavarría sind Künstler*innen die diese sozialen Konflikte ansprechen und durch Vermittlung von Sprache die Krise der Mobilisierungs- und Infragestllungskapazität aus eigener künstlerischer Praxis beleuchten.

Unter folgendem Link kann man die Präsentation abrufen:

Fabiola Zambrano: “Construcción discursiva del inmigrante alemán del siglo XIX en la literatura chilena“ Inhalt einblenden
Fabiola Zambrano in der FSU Jena Foto: ARCOSUR

Die deutsche Einwanderung im 19. Jahrhundert war ein einschneidendes Ereignis in der Bildung der chilenischen Geselschaft und Kultur in Süden des Landes und hatte folglich eine große Auswikung in der Bildung der Identität. Dieser charakterliche und interkulturelle Raum hat zu einer diskursiven Manifestation geführt, die in den unterschiedlichen Prozessen und Protoganisten mit einbezogen werden.

In diesem Vortrag wollen wir uns auf die Wiedererkennung einer Reihe von Wesenzügen konzentrieren, die den deutschen Einwander in Texten charakterisiert. Unserer Meinung nach repräsentativ für den litetarischen und biograpischen Charakter, der in Chile seit der zweiten Hälte des 19-Jahrhundert und bis heute geschrieben wurde. Wir unterstützen die These, dass es eine reihe von Texten gibt, die dazu beitragen den deutschen Einwanderer zu mystifizieren welche mit den Werten eines scheinbaren Zivilisationprojektes verbunden ist, jedoch auch eine Gruppe, die sich davon entfernt und die Mystifizierung durch Mittel wie Krankheit, Versagen und Ungerichtigkeit aufbricht und dadurch das Bild in einer Krise bringt.

Unter folgendem Link kann man die Präsentation abrufen:

Ana Troncoso: “Judí*s aleman*s y Wallmapu: Una reflexión metodológica sobre la representación audiovisual de tensiones identitarias“ Inhalt einblenden
Ana Troncoso und Claudia Hammerschmidt Foto: ARCOSUR

Aufgrund der Verfolgung während dem Nazi Regime (1936-1945) in Deutschland, suchten viele Deutsche Juden Zuflucht in Chile. Viele von Ihnen wohnen dort in deutschen Ansiedlungen, die bereits seit Mitte des 19.Jahrhunderts besiedelt wurden und heute stark von der Mapuche Bewegung in Frage gestellt werden.

Mithilfe einer Kameraethnografie analysiert die Forscherin das Potenzial für einen Rassismus der an den dortigen Gegebenheiten angepasst ist und seine Rolle in den vielfälltigen subalternen Positionen.

In dem Videobeitrag wird unter anderem auch diskutiert wie sich Deutsche Juden, die rassistisch indoktriniert sind und die in Chile seit ihrer Flucht in Chile leben audiovisuell darstellen lassen könnten. Ein zentraler Aspekt der Analyse werden ethische Fragen in der Videovostellung sein genauso wie eigene narrative Perspektiven der befragten Personen.

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Mariela Blanco: “ Borges conferencista. Reflexiones sobre antiperonismo, oralidad y redes intelectuales“ Inhalt einblenden
Mariela Blanco Foto: ARCOSUR

Die Forschungsgruppe die ich an der Unversität Nacional de Mar del Plata, “Escritura e invención” (Das Schreiben und Erdichtung?), begann 2015 mit der Aufgabe, die Reiseroute der Konferenzen zu rekonstruiren, die Jorge Luis Borges zwischen 1949 und 1955 in Argentinien und Montevideo durchführte. Diese Forschung wurde in drei Phasen unterteilt: Feldarbeit, Verarbeitung und Klassifizierung von Materialien und Analyse über diese welche gesammelt wurden. Die Arbeit wurde in Zusammenarbeit mit Forschern der Nationalbibliothek durchgeführt, der Institution, in der sich Das von uns entwickelte digitale Werkzeug befindet, um die Ergebnisse der ersten beiden Phasen zu zeigen: http://centroborges.bn.gov.ar/conferencias/

In diesem Beitrag werde ich die Details unserer Forschung vorstellen, wobei ich mich insbesondere auf das mündliche Format der Konferenzen und ihren diskursiven Besonderheiten sowie auf verschiedene Akteure konzentriere, die für die Organisation dieser Konferenzen verantwortlich waren. Diese Dynamik trägt zum funktionieren verschiedener intellektueller Netzwerke bei, von denen eine durch ihre heftige Opposition gegen den Peronismus geprägt ist.

Unter folgendem Link kann man die Präsentation abrufen:

Claudia Zapata: “ Crítica antipatriarcal y anticolonial en autoras indígenas de América Latina (1990 al presente)“ Inhalt einblenden
Natalia Cisterna: “ La literatura de autoras latinoamericanas y caribeñas como espacio de reflexión de la modernidad y la subalternidad de la mujer“ Inhalt einblenden
Alejandro Grimson: “El estallido de un imaginario europeísta: racialización de la irrupción obrera en Argentina, 1945“ Inhalt einblenden
Alejandro Grimson in der FSU Jena Foto: ARCOSUR

Im Rahmen der Debatten über Rassen- und Klassenidentifikationen wird die Verwendung zweier Schlüsselbegriffe analysiert, welche zur abwertenden Bezeichnung der Anhänger Peróns verwendet werden: „descamisados“ („hemdlose“) und „cabecitas negras“ („schwarze Köpfchen“). Die Mobilmachung vom 17. Oktober 1945 war der größte Protest von Arbeitern in Südamerika bis zu diesem Zeitpunkt. Er löste eine Debatte darüber aus, wer seine Protagonisten waren, und die Anti-Peronisten identifizierten sie hinsichtlich ihrer Klasse und ihrer Rasse. Die Reaktionen des Peronismus auf diese Begriffe waren sehr unterschiedlich: Bezüglich „descamisados“ erzeugte Perón eine Inversion der Bedeutung, während der Begriff „cabecita negra“ stillgeschwiegen wurde.
Daher soll diese Präsentation dazu beitragen, die Identitätsschnittpunkte zwischen Klasse, Rasse und Politik zu verstehen.

In diesen Links geben wir Ihnen einige Anregungen des Ausstellers zu Rassismus https://clacso.org.ar/clacsotv/conferencias_foros_debates.php?id_video=729 und den aktuellen politischen Entwicklungen in Lateinamerika rund um die neoliberalen Krisen und Transformationen https://www.youtube.com/watch?time_continue=55&v=mlHDfMICAqk

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Unter folgendem Link kann man die Präsentation in der FSU Jena abrufen:

Fotos

SoSe2019_Grimson
Foto: ARCOSUR
Plakat_RVL_SoSe_2019_MORENO
Foto: ARCOSUR
Plakat_RVL_SoSe_2019_POLO
Foto: ARCOSUR
Alejandro Grimson_Vortrag ARCOSUR CALAS_2019
Foto: ARCOSUR
Alejandro Grimson in der FSU Jena
Foto: ARCOSUR
Alejandro Grimson y Claudia Hammerschmidt in der FSU Jena
Foto: ARCOSUR
Alejandro Grimson_Vortrag_ARCOSUR / CALAS_Jena_2019
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Ana Troncoso und Claudia Hammerschmidt
Foto: ARCOSUR
Ana Troncoso in der FSU Jena
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Camila Moreno und Maria Backhouse
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Camila Moreno in der FSU Jena
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Camila Moreno in der FSU Jena
Foto: ARCOSUR
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