Marechal

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Foto: ARCOSUR

Binationales Forschungsprojekt Das Marechal-Paradigma oder die dritte Position der argentinischen Literatur (DFG-CONICET-MINCyT)​

Laufzeit:04/2015-10/2019

Projektbeschreibung:

Die Leithypothese des transnationalen Projekts zum Marechal-Paradigma ist die Existenz einer neben Jorge Luis Borges und Roberto Arlt dritten Gründungsfigur der literarischen (Post)Moderne in Argentinien, die sich im Moment der Ausbildung eines literarischen Feldes zwischen dem elitären Kulturprogramm einer intellektuellen Simulationsästhetik im Sinne Borges und einer sozialkritischen defizitären Schreibweise im Sinne Arlts als allegorisch-parodistische dritte Position entwickelt.Dabei zeichnet sich, so die zweite Arbeitshypothese, Marechals Schreiben als stete Überkreuzung antimoderner, moderner und postmoderner Positionen aus und transzendiert somit die europäischen Parameter teleologischer Ordnungsmodelle.

Während das Forschungsprojekt auf argentinischer Seite den systematischen Nachweis des (thematisch und literarästhetisch begründeten) Marechal-Paradigmas durch Gegenüberstellung mit den Gründungsvätern der narrativen Moderne in Argentinien, Jorge Luis Borges und Roberto Arlt, führt, nimmt die deutsche Seite durch die diachrone Vermessung eines zum argentinischen Kanon alternativen literarischen Feldes den Nachweis der Existenz eines allegorisch-parodistischen Marechal-Paradigmas anhand der kontinuierlichen Rezeption Marechals seit 1965 und insbesondere im aktuellen argentinischen Roman mit seiner Rückkehr zu (neuen) Formen des Realismus vor.

Zwar lässt sich seit den 1990er Jahren eine Zunahme internationaler Übersetzungen, kritischer Editionen und fachwissenschaftlicher Aufsätze zu diesem aus politischen Gründen in Argentinien ungenügend rezipierten Autor verzeichnen; doch eine übergreifende Sicht auf die Zusammenhänge zwischen Marechal und seinen Zeitgenossen wie auch auf die verborgene, heimliche Tradition der Marechal-Rezeption fehlt ebenso wie eine Wirkungsgeschichte, die seinen Einfluss auf die nachfolgende Autorengeneration untersucht. Mit der Erarbeitung einer in diesem Sinne übergreifenden und umfassenden Sicht auf Leopoldo Marechal soll durch das beantragte Forschungsprojekt die Existenz des Marechal-Paradigmas nachgewiesen und damit eine Forschungslücke in der lateinamerikanischen Literaturgeschichtsschreibung geschlossen werden.

Beteiligte Personen:

Prof. Dr. Claudia Hammerschmidt: Projektleiterin (deutsche Seite)

Dr. Mariela Blanco (Universidad Nacional de Mar del Plata): Projektleiterin (argentinische Seite)

Carolin Voigt: wissenschaftliche Mitarbeiterin (deutsche Seite)

Für weitere Informationen besuchen Sie die Webseite des Forschungsprojekts "Marechal"

Marechal-Dossier: Sonderausgabe ​ "Homenaje a Leopoldo Marechal. Lecturas y (re)escrituras". - Cuadernos del Hipogrifo

Dossier_Marechal_Cuadernos del Hipogrifo_2020 Screenshot: Cuadernos del Hipogrifo_14_2020

Dezember, 2020

Wir freuen uns sehr, ihnen mitteilen zu können, dass die (aktuelle) online-Ausgabe der Zeitschrift Cuadernos del Hipogrifo Nr. 14, die Leopoldo Marechal gewidmet ist und eine Hommage anlässlich 120 Jahren nach seiner Geburt und 50 Jahren nach seinem Tod darstellt.

Für die Einführung dieser Publikation sind verantwortlich: Fernanda Elisa Bravo Herrera und Carlos Hernán Sosa und sie beinhaltet Fachartikel von Ana Davis González, Sabrina Gil, Marisa Martínez Pérsico, Mónica Montes-Betancourt, Eduardo Romano, Fernanda Elisa Bravo Herrera, Enzo Cárcano, Norma Carricaburo, Norman Cheadle, Claudia Hammerschmidt, María Rosa Lojo, Carlos Hernán Sosa, Natalia Ruiz de los Llanos, Juan Torbidoni, Mariela Blanco, Javier de Navascués und Ernesto Sierra. Außerdem sind zwei Interviews enthalten: eins mit María de los Ángeles, Präsidentin der Leopoldo Marechal-Stiftung, durchgeführt von Javier de Navascués; ein anderes mit  Ernesto Sierra, dem ehemaligen Direktor der Biblioteca de Casa de las Américas, durchgeführt von Marisa Martínez Pérsico.

Das Dossier schließt mit einer Serie von Rezensionen, von denen wir diejenigen über   von Prof. Claudia Hammerschmidt herausgegebene Publikationen hervorheben möchten: Eine Rezension von Sol Martincic über “El retorno de Leopoldo Marechal. La recepción secreta de un ‘poeta depuesto’ en la literatura argentina de los siglos XX y XXI” (London / Potsdam, INOLAS, 2018); und eine andere von Mónica Montes-Betancourt über “Leopoldo Marechal y la fundación de la literatura argentina moderna” (London / Potsdam, INOLAS, 2015).

Unter dem folgenden Link kann man auf die Zeitschrift zugreifen: Revista Cuadernos del Hipogrifo <http://www.revistaelhipogrifo.com/>

Die bibliographischen Daten der Publikation sind folgende: *Cuadernos del Hipogrifo. Halbjährlich erscheinende Zeitschrift für hispanoamerikanische und komparative Literatur* número 14 (2020). ISSN 2420-918X.

Die argentinische Zeitung La Nación interviewt Claudia Hammerschmidt

Claudia Hammerschmidt_Zeitung La Nación Foto: La Nación

26.06.2020, Buenos Aires

Claudia Hammerschmidt wurde vom Journalisten Germán Masserdotti für die argentinische Zeitung La Nación interviewt. Als anerkannte deutsche Expertin des Werkes Marechals beantwortete sie dabei Fragen über die Beziehung zwischen Leopoldo Marechal und Xul Solar.

In dem Artikel werden dabei die Forschung und die durchgeführten Aktivitäten im Rahmen des Projektes “Das Marechal-Paradigma oder die dritte Position der argentinischen Literatur” (DFG-CONICET-MINCyT)​ welches gemeinsam von Forscherteams der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Universidad Nacional Mar del Plata-CONICET (Argentina) bearbeitet wird und das jeweils von Prof. Claudia Hammerschmidt und Prof. Mariela Blanco geleitet werden, anerkannt. 

Unter diesem Link kann man auf den Artikel zugreifen: 

https://www.lanacion.com.ar/cultura/claudia-hammerschmidt-marechal-xul-solar-perseguian-gesto-nid2386211

50 Jahre nach dem Tod Leopoldo Marechals:"...brennt die Fackel weiterhin im deutsch-argentinischen Projekt "Das Paradigma Marechal oder die 'dritte Position' der modernen argentinischen Literatur", das gemeinsam von Claudia Hammerschmidt und Mariela Blanco geleitet wurde.

Marechal_Página 12 Foto: Página 12

21.06.2020, Buenos Aires

Hier kann man den kompletten Text von María Rosa Lojo in der argentinischen Zeitung Página 12 lesen

https://www.pagina12.com.ar/272463-leopoldo-marechal-50-anos-despues

Ausstellung in der  Biblioteca Nacional del Maestro in Buenos Aires:​"Pan-visiones porteñas. Leopoldo Marechal, Xul Solar y la 'recepción secreta de dos heterodoxos de la cultura argentina"

26.09.2019, Buenos Aires

Mariana Alcobre, Direktorin der Biblioteca Nacional del Maestro (BNM), eröffnete die Ausstellung "Pan-visiones porteñas. Leopoldo Marechal, Xul Solar y la 'recepción secreta de dos heterodoxos de la cultura argentina". Die Direktorin hieß die geladenen Gäste mit warmen Worten willkommen -- María de los Ángeles Marechal und das binationale deutsch-argentinische ForscherInnenteam des Marechal-Projektes (DFG-CONICET-MinCyT - 2015/2019), welches von Prof. Dr. Claudia Hammerschmidt der Friedrich-Schiller-Universität und Prof. Dr. Mariela Blanco der Universidad Nacional de Mar del Plata (UNdMP)  geleitet und gemeinsam mit den Forscherinnen Carolin Voigt (FSU Jena) und Sabrina Gil (UNMdP) bearbeitet wird. 

Bei der Ausstellung wurden die Ergebnisse jahrelanger Forschungsarbeit des Projektes "Das Marechal-Paradigma oder die 'dritte Position' der argentinischen literarischen Moderne" vorgestellt. Das Team schenkte der Biblioteca del Maestro zwei Bücher, welche durch das Projekt entstanden sind und erklärten den Inhalt der ausgestellten Poster.

Ausstellung von Postern im Rahmen des Marechal-Projekts

Eröffnung: 22.06.2019

Pan_Visiones Portenas_Proyecto Marechal Foto: C. Hammerschmidt

Buchrezension: El retorno de Leopoldo Marechal

El retorno de Leopoldo Marechal tapa Foto: ARCOSUR

Als Ergebnis des zweiten internationalen Kolloquiums, das vom 4.- 6. Juli 2017 in Jena unter dem Titel: „El retorno de Leopoldo Marechal. La recepción secreta de un `poeta depuesto` en la Literatura argentina de los siglos XX y XXI", stattfand, wurde 2018 unter der Herausgabe von Prof. Dr. Claudia Hammerschmidt ein Buch unter dem gleichen Titel veröffentlicht. Das Buch vereint Arbeiten von 16 AutorInnen unterschiedlicher Länder (Argentinien, Deutschland, Italien, Kanada, Kolumbien, Mexiko, Polen und Spanien), die sich auf das Werk des argentinischen Autoren Leopoldo Marechal spezialisiert haben. Der Autor des Romans „Adam Buenosayres“ und zahlreicher weiterer Werke erhält so posthum eine weitere Anerkennung – sowohl durch KritikerInnen als auch durch seine früheren WegbegleiterInnen des Martinfierrismo – seiner für lange Zeit zum Schweigen gebrachten Werke.

Kürzlich verfasste Rocio Colman Serra von der Universidad Nacional de Mar del Plata, Argentinien, eine lohnenswerte Rezension des Inhalts, Stils und Verdienst des Buches, das von Prof. Dr. Hammerschmidt herausgegeben wurde. Die Rezension ist in der Revista Reseñas/CeLeHis. Jahrgang 5, Nummer 13, August - November 2018 veröffentlicht. Sie kann unter folgendem Link abgerufen werden: https://fh.mdp.edu.ar/revistas/index.php/rescelehis/article/view/2846/2842

Sowohl das Buch als auch die Rezension stehen in der Bibliothek von ARCOSUR zur Verfügung.

Plakat_Internationale Tagung Marechal_2017
Claudia Hammerschmidt_Internationale Tagung Marechal
Foto: ARCOSUR
Claudia Hillinger_ Internationale Büro FSUJ_Internationale Tagung Marechal
Foto: ARCOSUR
Claudia Tomadoni_ARCOSUR_Internationale Tagung Marechal
Foto: ARCOSUR
Jorge Locane_Fernanda Bravo Herrera_Rose Corral. Internationale Tagung Marechal
Foto: ARCOSUR
Vorträge_Internationale Tagung Marechal
Foto: ARCOSUR
Vorträge im internationale Tagung Marechal
Foto: ARCOSUR
Internationale Tagung Marechal
Foto: ARCOSUR
Javier de Navascués_Claudia Hammerschmidt_Internationale Tagung Marechal
Foto: ARCOSUR
Internationale Tagung Marechal
Foto: ARCOSUR
María de los Ángeles Marechal_Internationale Tagung Marechal
Foto: ARCOSUR
Silvia Kroyer_ Argentinische Botschaft_ Internationale Tagung Marechal
Foto: ARCOSUR
Exkursion nach Weimar
Foto: ARCOSUR

Öffentlicher Vortrag von Carlos Gamerro im Rahmen des Forschungsprojekts “Marechal” (DFG-CONICET-MinCyT)

16.09.2015, Mar del Plata

Vortrag Gamerro_2016 Foto: UNMP

Workshop II/Graduierten-Blockseminar "Proyecciones de los 'paradigmas' Marechal y Borges: apropiaciones y polémicas en Gamerro y Saer"

September-Oktober 2016, Mar del Plata

Programm [pdf, 87 kb]

Seminar Gamerro_Saer_2016 Foto: UNMP

Öffentlicher Vortrag von Prof. Dr. Claudia Hammerschmidt im Rahmen des Forschungsprojekts “Marechal” (DFG-CONICET-MinCyT)

22.09.2015, Mar del Plata

La modernidad alegórica de Leopoldo Marechal Foto: UNMP
Universidad Nacional de Mar del Plata Foto: UNMP

Beginn des Forschungsprojekts DFG-CONICET-MinCyT. Erster Workshop 2015 

22.-24.09.2015, Mar del Plata

Erster Workshop 2015 des Forschungsprojekt Das Marechal-Paradigma oder die dritte Position der argentinischen Literatur (DFG –CONICET –MinCyT) mit der Unterstützung des CELEHIS –Facultad de Humanidades –Universidad Nacional de Mar del Plata

Weitere Information [pdf, 45 kb]

Vorgeschichte des Marechal Projekts

2013, Jena

Programm [pdf, 2 mb]

Internationale Tagung_Leopoldo Marechal_Plakat_2013 Foto: ARCOSUR
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