Entwurf und Druck einer 1,75 Lire-Briefmarke

Antikenrezeption unter der Herrschaft Mussolinis

apl. Prof. Dr. Annegret Plontke-Lüning
Entwurf und Druck einer 1,75 Lire-Briefmarke
Bild: Corrado Mezzana
Diese Veranstaltung ist beendet.
Veranstaltung beendet
Beginn
Ende
Veranstaltungsart
Vortrag
Ort
Referent/in
apl. Prof. Dr. Annegret Plontke-Lüning (Universität Jena)
Veranstaltungssprache
Deutsch
Barrierefreier Zugang
nein
Öffentlich
ja

Das heutige Bild des antiken Rom ist noch immer geprägt von der massiven Umgestaltung der Stadt während der faschistischen Herrschaft unter dem »Duce« Benito Mussolini (1922-1943). Mussolini sah großes geschichtspolitisches Kapital  in der Instrumentalisierung der römischen Vergangenheit für seine Herrschaft. Er orientierte sich v.a. am ersten römischen Kaiser Augustus, dessen Bauten und Kunst er in den Dienst seiner Politik einzubeziehen suchte. Mit einer rücksichtslosen Neuplanung des Stadtzentrums sollten antike Bauten freigestellt werden, die »Mostra Augustea della Romanità« 1937/38 sollte das Bild der römischen Antike im faschistischen Sinn neu formulieren. In der Peripherie entstanden neue, an der Antike orientierte Baukomplexe wie die Expo 1942 und der Sportkomplex des Foro Italico.