Meldung vom:
Zur Original-Meldung
Danny Grabe mit dem Alfred-Haverkamp-Förderpreis 2025 geehrt
Preisverleihung
Foto: Christoph CluseAm 8. Februar 2026 wurde Danny Grabe für seine Jenaer Dissertation "Ärzte, Glasbläser, Sklavenhändler? Berufe von Juden und ihre Funktionen zwischen Topos und Wirklichkeit in den christlichen Quellen des Frühmittelalters (506-1096)" mit dem Alfred-Haverkamp-Förderpreis 2025 ausgezeichnet. Der Preis wird alle zwei Jahre von der Gesellschaft zur Erforschung der Geschichte der Juden (GEGJ) für herausragende Arbeiten zur jüdischen Geschichte, Religion und Kultur verliehen. Im Namen der Jury würdigte Rotraud Ries in ihrer Laudatio vor allem die thematische, geographische und chronologische Breite der Arbeit, die den gesamten Bestand relevanter christlicher Quellen berücksichtigt und diese mit dem Befund der hebräischen Quellen aus jüdischer Feder kontrastiert. Danny Grabe zeigt in seiner Arbeit die vielfältige Berufswelt der Juden im frühen Mittelalter, die sich im Quellenmaterial der Zeit oft zwischen Realgeschichte und literarischer Fiktion bewegt. Die JurorInnen der GEGJ schätzen die Arbeit wegen ihres fächerübergreifenden Ansatzes, der die mittelalterliche Geschichte mit der Judaistik vereint, als wegweisend für zukünftige Arbeiten zum frühmittelalterlichen Judentum ein.
Danny Grabe reichte seine Disseration, die noch von Prof. Dr. Achim Hack betreut wurde, im Wintersemester 2023/24 ein. Der Alfred-Haverkamp-Förderpreis ist mit 2.000€ dotiert.