3. Jenaer Fachtag Deutsch

Vielfalt im Deutschunterricht

Siegel Uni Jena in Regenbogenfarben im Vordergrund einer Veranstaltung

Foto: Nicole Nerger (Universität Jena)
Siegel Uni Jena in Regenbogenfarben im Vordergrund einer Veranstaltung
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Veranstaltungseckdaten

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Beginn
Ende
Veranstaltungsarten
Fachtagung
Ort
Rosensäle
Fürstengraben 27
07743 Jena
Google Maps – LageplanExterner Link
Organisiert von
Institut für Germanistische Literaturwissenschaft | Fachdidaktik Deutsch
Prof. Dr. Iris Winkler
weiterführender Link
Weitere Informationen
Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThILLM)
Manuela Metscher
Veranstaltungssprache
Deutsch
Veranstaltungswebseite
Mehr erfahrenExterner Link
Barrierearmer Zugang
nein
Öffentlich
nein
Anmeldung erforderlich
ja

Programm

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Ankommen
  • präsenz
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Eröffnung/Begrüßung
  • Großer Rosensaal, Fürstengraben 27, Jena

Prof. Dr. Iris Winkler (Friedrich-Schiller-Universität Jena)
Manuela Metscher (ThILLM)

  • präsenz
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Plenarreferat
  • Großer Rosensaal, Fürstengraben 27, Jena

Literarisches Lernen mit Comics und Graphic Novels: Lektüren zwischen Zugänglichkeit und Ästhetik

Dr. Marco Magirius (Akademischer Rat an der Professur für Deutschdidaktik an der Universität Erfurt)

  • präsenz
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(Kaffee-)Pause
  • präsenz
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Themenräume/Workshops
  1. Diversität und Heterogenität als Schlüsselkonzepte aktueller Literaturdidaktik: Schlaglichter für die Unterrichtspraxis (Dr. M. Magirius | Universität Erfurt)

  2. TRILL: KI-gestützte Leseförderung für Kinder mit besonderem sprachlichen Unterstützungsbedarf (JProf. Dr. A. M. Jünger | PH Weingarten / Prof. Dr. W. Bay | PH Ludwigsburg)

  3. Systematische Lesediagnostik und Leseförderung in der Primarstufe und Sek. I (Dr. G. Helm | Universität Jena) 

  4. Bildungssprachförderliches Lehrerhandeln in sprachlich heterogenen Schulklassen (Dr. I. Lange | Universität Hamburg)

  5. Lernwege öffnen, Unterricht steuern – Classroom-Management im Deutschunterricht (M. Krümmling & M. Seyfarth | Fachberaterin Deutsch/RS)
  • präsenz
  • anmeldepflichtig
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Schlussplenum
  • Großer Rosensaal, Fürstengraben 27, Jena

mit allen Referent:innen

  • präsenz
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Information

Anmeldung: www.schulportal-thueringen.deExterner Link 
ThILLM-Veranstaltungsnummer: 275100901

"Vielfalt im Deutschunterricht"

Im Deutschunterricht lernen Kinder und Jugendliche mit den unterschiedlichsten Voraussetzungen. Das Spektrum der Vielfalt ist breit, wie Lehrpersonen in ihrem Unterricht alltäglich erleben. Der diesjährige Fachtag greift einige der damit verbundenen zentralen Herausforderungen auf. Die Vorträge und Workshops verfolgen das gemeinsame Ziel, Möglichkeiten des konstruktiven Umgangs mit Vielfalt bei der Förderung fachlichen Lernens im Deutschunterricht aufzuzeigen. Geplant sind Angebote zu folgenden Themen:

  • Varianten der Diagnostik von Lesekompetenz
  • Potenziale von Mehrsprachigkeit im Deutschunterricht
  • KI als Mittel zur Schreibförderung
  • (Multimodale) Kinder- und Jugendliteratur für literarisch unerfahrene Lernende
  • Best practices – Beispiele für vielfaltssensiblen Deutschunterricht von Lehrpersonen für Lehrpersonen

Der Fachtag wird in Kooperation von ThILLM und der Professur für Fachdidaktik Deutsch an der Universität Jena durchgeführt. Er ist als Fortbildung für Thüringer Lehrpersonen anerkannt.

Hinweis
Für Ihre aktive Teilnahme an unseren Angeboten ist ein internetfähiges, mobiles Endgerät hilfreich.

Plenarreferat

Literarisches Lernen mit Comics und Graphic Novels: Lektüren zwischen Zugänglichkeit und Ästhetik
Dr. Marco MagiriusExterner Link (Akademischer Rat an der Professur für Deutschdidaktik an der Universität Erfurt)

Heterogene Lerngruppen stellen Lehrkräfte im Literaturunterricht vor besondere Herausforderungen. Ästhetisch anspruchsvolle Werke bieten viel Potenzial für literarisches Lernen – zugleich können sie literarisch unerfahrene Leser:innen schnell überfordern und sie so dauerhaft auf Abstand zur Literatur halten. Kommt der Literaturunterricht seinem Kompensationsauftrag aber nicht nach, bleiben Schüler:innen, die außerhalb der Schule kaum mit Literatur in Berührung kommen, womöglich lebenslang von literarischer Kommunikation und der damit verbundenen kulturellen Bildung ausgeschlossen.

Der Vortrag geht der Frage nach, wie sich mit Comics und Graphic Novels literarisches Lernen gerade für diejenigen Schüler:innen eröffnen lässt, denen der Zugang zur Literatur fehlt oder schwerfällt. An konkreten Beispielen wird gezeigt, wie Text-Bild-Verbünde literaturtypische gedankliche Operationen – das Füllen von Leerstellen, die Perspektivübernahme – auf besondere Weise nahelegen. Den Abschluss bilden konkrete Vorschläge für die Umsetzung im Unterricht.

Abstrakts Themensräume/ Workshops

  • 1 | Diversität und Heterogenität als Schlüsselkonzepte aktueller Literaturdidaktik: Schlaglichter für die Unterrichtspraxis

    Dr. Marco MagiriusExterner Link (Akademischer Rat an der Professur für Deutschdidaktik an der Universität Erfurt)

    Der aktuelle literaturdidaktische Diskurs wird von Begriffen bestimmt, die die Vielfalt von Lerngruppen betreffen. Eine inklusive Literaturdidaktik versteht Inklusion dabei in einem weiten Sinne und nimmt Heterogenitätsdimensionen wie Gender, soziale Schicht, Behinderung und Migrationsgeschichte in den Blick. Eine diversitätsorientierte Literaturdidaktik richtet den Blick darüber hinaus auf „Kategorisierungen, die sich aufgrund von homogenisierenden Tendenzen bei der Planung und Gestaltung von Deutschunterricht ergeben können“ (Dannecker/Schindler).
    Im Workshop diskutieren wir anhand konkreter Unterrichtsmodelle, welche Konsequenzen solche Diskurspositionen für die Praxis tatsächlich haben können. Vorgestellt und zum Teil ausprobiert werden Modelle, bei denen die Auseinandersetzung mit Vielfalt und mit vielfältigen Deutungen zu einer genaueren Textwahrnehmung führt. Der Fokus liegt dabei auf den Sekundarstufen I und II.
    Bitte um Ergänzung der Annotation

  • 2 | TRILL: KI-gestützte Leseförderung für Kinder mit besonderem sprachlichen Unterstützungsbedarf

    JProf. Anna Maria JüngerExterner Link (PH Weingarten)
    Prof. Dr. Wolfgang BayExterner Link (PH Ludwigsburg)

    Lautleseverfahren haben sich als wirksamer Ansatz zur Förderung der Leseflüssigkeit etabliert und gewinnen zunehmend an Bedeutung in schulischen Curricula. Gleichzeitig zeigt sich, dass Lernende mit besonderem sprachlichen Unterstützungsbedarf von standardisierten Fördermaßnahmen nicht immer in gleichem Maße profitieren.
    Hier setzt das Projekt TRILL (Tailored Reading Interventions for Linguistically Challenged Learners) an. Im Zentrum steht eine adaptive Förderung der Leseflüssigkeit, die diagnostische Informationen nutzt, um mithilfe großer Sprachmodelle (LLMs, z. B. ChatGPT) passgenaue Lesetexte für unterschiedliche sprachliche Lernvoraussetzungen zu erstellen.
    Im Workshop werden zunächst zentrale Grundlagen der Leseflüssigkeitsförderung und der Text-Leser:innen-Passung vorgestellt. Anschließend wird der TRILL-Ansatz anhand konkreter Beispiele erprobt und diskutiert. Dabei geht es auch um die Frage, welche Potenziale und Grenzen der Einsatz generativer KI für eine adaptive Leseförderung bietet.

  • 3 | Systematische Lesediagnostik und Leseförderung in der Primarstufe und Sek. I

    Dr. Gerrit Helm (Friedrich-Schiller-Universität Jena)

    Leseförderung wird dann besonders wirksam, wenn sie an den konkreten Herausforderungen individueller Lernenden ansetzt. Im Workshop gehen wir der Frage nach, wie sich Lesefertigkeiten und Lesefähigkeiten auf Wort-, Satz- und Textebene differenziert und systematisch erfassen und in konkrete Lesefördermaßnahmen überführen lassen. Am Beispiel der digitalen Plattform KOMPASS wird gezeigt, wie aus den Ergebnissen individuelle Leseprofile und konkrete Förderschwerpunkte abgeleitet werden. Die Teilnehmenden erhalten Gelegenheit, ausgewählte Diagnoseergebnisse selbst zu interpretieren und daraus Förderideen zu entwickeln. Dabei erarbeiten sie mit und ohne KI-Unterstützung passgenaue Fördermaterialien und -Szenarien für die schulische Leseförderung.

  • 4 | Bildungssprachförderliches Lehrerhandeln in sprachlich heterogenen Schulklassen

    Dr. Imke LangeExterner Link (Universität Hamburg, Fakultät für Erziehungswissenschaft)

    In dem Workshop geht es um den Brückenschlag zwischen Alltags- und Bildungssprache in sprachlich heterogenen Klassen. Ausgangspunkt ist ein Übersetzungsmodell, das Sprachen und Register verbindet. Sie erhalten konkrete Anregungen und Impulse, wie Sie die Mehrsprachigkeit der Schüler:innen in den Deutschunterricht einbeziehen können. Außerdem können Sie Ihre Erfahrungen einordnen und Ideen weiterentwickeln.

  • 5 | Lernwege öffnen, Unterricht steuern - Classroom-Management im Deutschunterricht

    Marie Krümmling, Maren Seyfarth (Fachberaterinnen Deutsch/RS)

    Im Deutschunterricht treffen Schülerinnen und Schüler mit sehr unterschiedlichen Lernvoraussetzungen aufeinander. Geöffnete Unterrichtsformen bieten die Chance, dieser Vielfalt gerecht zu werden – vorausgesetzt, sie werden durch ein wirksames Classroom-Management begleitet. Der Workshop zeigt anhand praxiserprobter Beispiele, wie Hilfesysteme und kooperative Methoden selbstständiges Lernen fördern, die gegenseitige Unterstützung der Lernenden stärken und die Lehrkraft im Unterricht entlasten. Ziel ist es, den Deutschunterricht so zu gestalten, dass individuelle Lernwege ermöglicht und gleichzeitig klare Strukturen sowie eine positive Klassengemeinschaft erhalten bleiben.

Kontakt

Institut für Germanistische Literaturwissenschaft | Fachdidaktik Deutsch

Ritterhaus
Fürstengraben 18
07743 Jena

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