Ausgegraben. Angesammelt. Ausgestellt.

Projektseminar "Kuratorische Praxis: Die Frau Professor Hilprecht Sammlung in Jena"

Ausgrabung in Nippur (heute Irak)

Foto: Pennsylvania Museum (Digitale Reproduktion)
Ausgrabung in Nippur (heute Irak)

Projektseminar des Seminars für Kulturanthropologie/Kulturgeschichte 

Poster zur Ausstellung "Ausgegraben. Angesammelt. Ausgestellt."

Foto: Anne Seele

1925 vermachte der Alt-Orientalist und Deutsch-Amerikaner Hermann Volrath Hilprecht der Universität Jena die „Frau Professor Hilprecht Collection of Babylonian Antiquities“. Sie gehört heute zu den bedeutendsten Sammlungen vorderasiatischer Altertümer in Deutschland.

Die Ausstellung in der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek klärt über die Geschichte und den Stellenwert dieser Universitätssammlung auf und erzählt drei miteinander verwobene Geschichten:

Sie informiert über frühe Ausgrabungen der namhaften University of Pennsylvania (USA, Philadelphia) in der mesopotamischen Stadt Nippur (heute Irak), die von reichen amerikanischen Geldgeber:innen gefördert wurden und an denen Gelehrte, Abenteurer und fromme Bibelforscher teilnahmen.

Die Ausstellung berichtet vom Aufstieg und Fall des deutschen Assyriologen Hermann V. Hilprecht, der seit 1886 an der Penn forschte und – so sahen es viele Kolleg:innen in Amerika – wertvolle Objekte aus Nippur veruntreute.

Schließlich veranschaulicht die Ausstellung, unter welchen konkreten Umständen die «Frau Professor Hilprecht Collection of Babylonian Antiquities» 1926 in den Besitz der Thüringischen Landesuniversität Jena überging. Nichtzuletzt präsentiert sie ausgewählte Highlights der Sammlung.

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